
Amazon vs. Alphabet vs. Microsoft Cloud: 2 Kaufen, 1 Verkaufen – Welche Hyperscaler überzeugen
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Microsoft verlor bis Mitte 2026 rund 20 Prozent an Börsenwert, während Alphabet um 13 Prozent und Amazon um 7 Prozent zulegen konnten (Stand: 12. Juli 2026)
- AWS steigerte das Umsatzwachstum von 28 Prozent im ersten auf 37 Prozent im zweiten Quartal 2026 – der höchste Wert seit 18 Quartalen
- Microsoft Azure durchbrach im Geschäftsjahr 2026 erstmals die Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar und wuchs im vierten Geschäftsquartal um 43 Prozent
- Amazon betreibt ein Custom-Chip-Geschäft für KI-Beschleuniger mit einer Run-Rate von über 20 Milliarden Dollar, inklusive interner Nutzung sogar 50 Milliarden Dollar
- Analysten favorisieren Anfang September 2026 Amazon und Alphabet gegenüber Microsoft aufgrund besserer Wachstumsbeschleunigung und Marktanteilsgewinnen im Cloud-Geschäft
Divergierende Aktienkursentwicklung im ersten Halbjahr 2026
Das erste Halbjahr 2026 zeichnete ein unerwartetes Bild im Dreikampf der Cloud-Giganten. Während Alphabet mit einem Plus von 13 Prozent die Spitze markierte, legte Amazon rund 7 Prozent zu. Microsoft dagegen verlor 20 Prozent an Börsenwert – eine markante Abweichung für einen Technologiewert im laufenden KI-Boom (Stand: 12. Juli 2026). Amazon notierte zu diesem Zeitpunkt bei 245,23 Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 2,6 Billionen Dollar und einem Forward-KGV unter 25 für das Geschäftsjahr 2027.
Die unterschiedliche Kursentwicklung reflektiert nicht zwingend die operative Leistung der Cloud-Sparten. Alle drei Konzerne verzeichneten starkes Wachstum im Cloud-Geschäft, wobei sich die Geschwindigkeit und Marktposition unterschiedlich entwickelten.
AWS beschleunigt auf 18-Quartals-Hoch
Amazon Web Services (AWS) – die Cloud-Infrastruktursparte von Amazon und weiterhin der globale Marktführer – zeigte im Jahresverlauf eine deutliche Wachstumsbeschleunigung. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 28 Prozent im Jahresvergleich. Im zweiten Quartal 2026 erreichte AWS ein Umsatzwachstum von 37 Prozent – der höchste Wert seit 18 Quartalen, wie Amazon am 3. August 2026 mitteilte.
AWS ist für Amazon das profitabelste Geschäftssegment, obwohl das Unternehmen nach aussen primär als E-Commerce-Konzern wahrgenommen wird. Der Abstand zu den Verfolgern Google Cloud und Microsoft Azure verringert sich zwar, AWS verteidigt aber nach wie vor die Marktführerschaft im Infrastructure-as-a-Service-Segment – dem Betrieb von Rechenzentren, Speicher- und Netzwerkinfrastruktur für Unternehmenskunden.
Azure durchbricht 100-Milliarden-Dollar-Schwelle
Microsoft Azure, die Cloud-Plattform des Softwarekonzerns, erreichte im Geschäftsjahr 2026 (das am 30. Juni 2026 endete) erstmals einen Jahresumsatz von über 100 Milliarden Dollar – ein symbolisch wichtiger Meilenstein, der am 6. August 2026 bekanntgegeben wurde. Im vierten Geschäftsquartal 2026 kletterte der Azure-Umsatz um 43 Prozent im Jahresvergleich, wie Microsoft am 1. August 2026 berichtete.
Azure verzeichnete zu diesem Zeitpunkt bereits elf Quartale in Folge ein Wachstum von mindestens 30 Prozent (Stand: 12. Juli 2026). CFO Amy Hood hatte bereits am 12. Februar 2026 angekündigt, dass die Investitionsausgaben (Capex) im Geschäftsjahr 2026 das Vorjahresniveau übertreffen würden – getrieben durch beschleunigte Nachfrage und wachsende Remaining Performance Obligations, also bereits vertraglich zugesicherte künftige Umsätze. Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres plante Microsoft Investitionsausgaben von 50 Milliarden Dollar, hauptsächlich für den Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur.
Google Cloud holt auf mit KI-getriebener Dynamik
Google Cloud, die drittgrösste Public-Cloud-Plattform, profitierte ebenfalls vom steigenden Bedarf an KI-Infrastruktur. Alphabet verzeichnete robustes Cloud-Wachstum, angetrieben durch die Nachfrage nach KI-Anwendungen, wie am 6. August 2026 kommuniziert wurde. Die Marktanteilslücke zu AWS und Microsoft verringerte sich im Jahresverlauf.
Im Gegensatz zu Microsoft und Amazon bietet Alphabet eine vertikal integrierte KI-Architektur: eigene KI-Modelle der Gemini-Familie und selbst entwickelte Tensor Processing Units (TPUs) – spezialisierte Chips für maschinelles Lernen. Diese Kombination senkt die Betriebskosten und verschafft Google Cloud einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern, die auf externe KI-Modelle oder Standard-Chips angewiesen sind.
KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber und Differenzierungsmerkmal
Alle drei Konzerne investieren massiv in künstliche Intelligenz, verfolgen aber unterschiedliche Strategien. Amazon setzt auf Partnerschaften mit Anthropic und OpenAI und betreibt ein umfangreiches Custom-Chip-Geschäft. Die hauseigenen KI-Beschleuniger und CPUs erreichten eine Run-Rate von über 20 Milliarden Dollar; inklusive interner Nutzung innerhalb des Amazon-Konzerns sogar 50 Milliarden Dollar. Diese Eigenentwicklungen senken die Inferenzkosten – die Rechenkosten für das Ausführen trainierter KI-Modelle – erheblich. Zusätzlich profitiert das E-Commerce-Geschäft von Robotik- und KI-Investitionen in Logistik und Empfehlungssystemen.
Microsoft positioniert Azure als zentrale Wachstumsplattform für sein Enterprise-Softwaregeschäft. Kritiker bemängeln allerdings, dass Microsoft stärker auf externe KI-Modelle setzt und weniger auf proprietäre Entwicklungen – ein möglicher strategischer Nachteil gegenüber Alphabet.
Alphabet bietet mit den Gemini-Modellen und den TPUs eine durchgängig integrierte KI-Lösung. Analysten heben diese vertikale Integration als strukturellen Vorteil gegenüber den Ansätzen der Konkurrenz hervor.
Analystenfazit: Zwei Kaufen, einer Verkaufen
Anfang September 2026 sprachen sich Analysten trotz Microsofts niedrigerer Bewertung für Amazon und Alphabet aus. Grund seien die überlegene Wachstumsbeschleunigung und die Marktanteilsgewinne bei AWS und Google Cloud. Beide Plattformen zeigten eine rasante Beschleunigung, die sie für den anhaltenden KI-Wettlauf günstig positioniere.
Microsoft bleibt trotz beeindruckender Absolutzahlen bei Azure im Vergleich zurück – nicht wegen mangelndem Wachstum, sondern wegen des geringeren Tempos der Beschleunigung und der strategischen Abhängigkeit von Drittanbieter-KI. Die Aktienkursentwicklung im ersten Halbjahr 2026 dürfte diese Einschätzung bereits teilweise vorweggenommen haben.
Für Anleger im DACH-Raum bleibt die Auswahl zwischen den drei Hyperscalern eine Frage der strategischen Prioritäten: AWS bietet Marktführerschaft und operative Stärke, Google Cloud technologische Integration und Microsoft Azure die engste Verzahnung mit dem Enterprise-Software-Ökosystem. Die aktuelle Markteinschätzung favorisiert Wachstumsdynamik und proprietäre KI-Technologie – und damit Amazon und Alphabet.
Quellen
- Alphabet vs. Amazon vs. Microsoft: Which Is the Best Cloud Computing Stock to Buy Today? | The Motley Fool
- Amazon vs. Microsoft vs. Alphabet: Which Is the Best Cloud Stock to Buy Now? | The Motley Fool
- Amazon, Microsoft, and Alphabet All Reported Robust Cloud Growth. 1 Was a Clear Winner | The Motley Fool
- AWS Vs. Microsoft Vs. Google Cloud Earnings Q2 2026 Face-Off
- Amazon, Alphabet, and Microsoft All Delivered Soaring Cloud Growth Thanks to AI. Here's the 1 I'd Buy Right Now | The Motley Fool