
US-Iran-Angriffe eskalieren: Diese 5 defensiven Aktien bieten jetzt Schutz im Portfolio
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Der iShares U.S. Aerospace & Defense ETF (ITA) fiel seit Konfliktbeginn im März 2026 um etwa 12 Prozent, trotz erwarteter defensiver Stärke (CNBC, 28. April 2026).
- Goldman Sachs stellte am 27. März 2026 fest, dass Aktienmärkte weniger stark fielen als historisch üblich, da Tracking-GDP-Wachstumsprognosen zum Konfliktstart über 3 Prozent lagen und makroökonomische Fundamente stabil blieben.
- Gold erreichte während der Eskalation Rekordhöhen über 5.400 US-Dollar je Unze, verhielt sich laut Morgan Stanley aber atypisch und korrelierte stärker mit Ölpreisen als mit klassischen Safe-Haven-Mustern (Morgan Stanley, 15. April 2026).
- Analysten prognostizierten Brent-Rohölpreise von bis zu 110 US-Dollar je Barrel bei anhaltender Störung der Straße von Hormus (2026 Impact Analysis, 1. März 2026).
- Langfristige Anleihen erlebten weniger extremen Renditeanstieg als bei früheren Krisen, da die Inflation im März 2026 deutlich näher an Zentralbankzielen lag als während der Ukraine-Krise 2022 (Goldman Sachs, 27. März 2026).
Aktienmärkte trotzen geopolitischer Belastung
Als die USA und Israel im März 2026 militärische Schläge gegen Iran durchführten, reagierten die Aktienmärkte anders als bei früheren geopolitischen Krisen. Goldman Sachs analysierte am 27. März 2026, dass die Aktienmärkte trotz gleichzeitigem Energie- und Zinsschock geringere Verluste verzeichneten als historisch zu erwarten gewesen wäre. Die Investmentbank führte dies auf zwei zentrale Faktoren zurück: Anleger zeigten sich zurückhaltend bei drastischen Portfolioumschichtungen, nachdem der sogenannte "Liberation Day Schock" durch nachfolgende politische Kurswechsel rasch wieder revidiert worden war. Zudem boten starke makroökonomische Ausgangsbedingungen eine solide Basis – die Tracking-GDP-Wachstumsprognosen lagen zum Konfliktstart über 3 Prozent, gestützt durch das "Big Beautiful Bill" Konjunkturprogramm.
Goldman Sachs fasste die Marktstimmung zusammen: "Der Markt wechselte von sehr optimistisch zu weniger optimistisch, hat aber bisher keine bärische Wendung vollzogen." Die globalen Märkte befanden sich zum Eskalationszeitpunkt in einer zyklischen Beschleunigungsphase, was einen Schwenk zu pessimistischer Grundhaltung verhinderte.
Warum Verteidigungsaktien enttäuschen
Entgegen der üblichen Marktlogik entwickelten sich Rüstungsaktien nach Konfliktbeginn negativ. Der iShares U.S. Aerospace & Defense ETF (ITA) – ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung von US-Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsunternehmen abbildet – fiel laut CNBC-Bericht vom 28. April 2026 seit Anfang März um etwa 12 Prozent. Diese Entwicklung widersprach den frühen Erwartungen: Am 2. März 2026 hatte The Motley Fool noch prognostiziert, dass "ausgewählte Öl-, Gold-, Silber- und Verteidigungsaktien zumindest kurzfristig Auftrieb erhalten dürften."
MarketWise warnte am 15. März 2026 vor einem strukturellen Muster bei Verteidigungswerten: "Diese Ereignistypen führen oft zu künstlich aufgeblähten Aktienkursen. Und wenn sich die geopolitische Stimmung unweigerlich wieder verändert, neigen Verteidigungsaktien dazu, stark zu fallen." Die Volatilität könne bereits durch einen einzelnen Social-Media-Post, einen Feindseligkeitsakt oder ein Friedensabkommen dramatisch ausgelöst werden. Zu den Verteidigungswerten, die Anleger auf dem Radar hatten, zählten Lockheed Martin und Boeing.
Energiewerte profitieren von Ölpreisanstieg
Während Verteidigungsaktien schwächelten, boten Energieunternehmen stabileren Schutz. Analysten prognostizierten laut 2026 Impact Analysis vom 1. März 2026, dass Brent-Rohöl bei anhaltender Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öltransportrouten weltweit – potenziell 110 US-Dollar je Barrel erreichen könnte. Diese Prognose reflektierte die zentrale Bedeutung der Region für globale Öllieferketten.
ExxonMobil (XOM) und Chevron (CVX) positionierten sich als primäre Profiteure erhöhter Ölpreise. Die Energiemajors profitierten strukturell von der Verknappung, während Fluggesellschaften unter steigenden Treibstoffkosten litten und Konsumgüterunternehmen mit Nachfragedruck konfrontiert waren. Unternehmen mit erheblichem Nahost-Exposure sahen sich Lieferkettenunterbrechungen gegenüber.
Gold zeigt atypisches Verhalten
Gold – traditionell als sicherer Hafen betrachtet, da sein Wert unabhängig von Regierung, Währung oder Wirtschaftsleistung besteht – erreichte während der Eskalation Rekordhöhen über 5.400 US-Dollar je Unze. Yahoo Finance bezeichnete das Edelmetall am 11. März 2026 als "oft ganz oben auf der Liste" der Safe-Haven-Anlagen.
Morgan Stanley stellte jedoch am 15. April 2026 ein ungewöhnliches Muster fest: Gold "verhielt sich nicht durchgängig wie ein klassischer Schutzhafen" und korrelierte stärker mit Ölpreisen als mit historischen Safe-Haven-Bewegungen. Auch der US-Dollar zeigte abweichende Muster – die Währungsbewegungen erschienen "ungewöhnlich eng mit Öl verknüpft", was von der üblichen Rolle des Dollar als vorhersagbarer sicherer Hafen abwich.
Anleihen bieten gedämpften Schutz
Der Anleihenmarkt reagierte differenziert auf die Konflikteskalation. Goldman Sachs berichtete am 27. März 2026, dass kurzfristige Renditen stark anstiegen, während langlaufende Anleihen einen weniger extremen Renditeanstieg verzeichneten als bei früheren Marktschocks – etwa der Inflationswelle 2022 oder der Stagflation der 1970er-Jahre. Die Wachstumserwartungen blieben weniger beeinträchtigt als bei historischen Präzedenzfällen.
Ein entscheidender Unterschied zur Ukraine-Krise 2022: Als Russland die Ukraine überfiel, lag die Inflation bei 5 Prozent inmitten starker Post-COVID-Wiedereröffnungsnachfrage, was den Energieschock verstärkte. Im März 2026 befand sich die Inflation laut Goldman Sachs "deutlich niedriger, viel näher an den Zentralbankzielen", was den Renditedruck auf längerfristige Anleihen begrenzte.
Für traditionelle 60/40-Portfolios (60 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen) bedeutete dies: Zinsschocks belasten typischerweise diese Portfoliostruktur und eliminieren die Fähigkeit von Anleihen, Wachstumsschocks abzufedern. Das Risiko bestand darin, dass Zinsschocks durch verschärfte Finanz- und Kreditbedingungen in Wachstumsschocks übergehen könnten.
Technologiewerte verlieren Schutzfunktion
Technologieaktien, die in früheren Marktphasen teilweise als defensive Alternative fungierten, lieferten während des Iran-Konflikts keinen Portfolioschutz. Reuters berichtete am 31. März 2026, dass "Technologieaktien Schwierigkeiten haben, als sichere Häfen in der Turbulenz des Iran-Konflikts zu fungieren – und das könnte ein grosses Problem für den breiteren US-Aktienmarkt werden."
Fünf Positionierungen für defensive Portfolios
Auf Basis der Analyse von Goldman Sachs, Morgan Stanley und CNBC aus dem Zeitraum März bis April 2026 ergeben sich folgende Positionierungen für Anleger, die defensiven Schutz suchen:
- ExxonMobil (XOM): Direkter Profiteur erhöhter Ölpreise mit strukturellem Vorteil bei anhaltender Energieverknappung im Nahen Osten.
- Chevron (CVX): Zweiter grosser Energiemajor mit ähnlicher Positionierung wie ExxonMobil, profitiert von Ölpreisvolatilität und Versorgungsengpässen.
- Langfristige US-Staatsanleihen: Trotz moderaten Renditeanstiegs boten längerfristige Treasuries stabileren Schutz als in früheren Krisen, da Inflationsdruck begrenzt blieb.
- Gold-ETFs (physisch besichert): Trotz atypischer Korrelation mit Ölpreisen erreichte Gold Rekordniveaus und behielt grundsätzliche Safe-Haven-Eigenschaften – Anleger sollten aber abweichende Muster beachten.
- Diversifizierte Rohstoff-Portfolios: Breite Rohstoffstreuung über Energie, Edelmetalle und Industriemetalle bot Schutz vor sektorspezifischen Volatilitäten.
Goldman Sachs räumte am 27. März 2026 "bleibenden Schaden" durch den Konflikt ein: Wachstumsprognosen wurden global nach unten, Inflationsprognosen nach oben revidiert. Dennoch blieb die Wachstumspreisbildung "bemerkenswert resilient sowohl über Anlageklassen als auch innerhalb von Aktien".
Regionale Börsen setzten Handel aus
Die unmittelbaren Marktreaktionen im März 2026 zeigten das Ausmass der Unsicherheit: Die Kuwaitische Börse setzte den Handel aus, ebenso die Capital Market Authority der Vereinigten Arabischen Emirate für die Börsen Abu Dhabi und Dubai. Verteidigungsaktien stiegen im vorbörslichen Handel zunächst nach den ersten US-Schlägen, bevor die in den Folgemonaten dokumentierte Schwäche einsetzte.
Die Analyse des Zeitraums März bis April 2026 – die jüngsten verfügbaren institutionellen Bewertungen – verdeutlichte, dass klassische defensive Strategien in diesem Konflikt nicht wie historisch erwartet funktionierten. Anleger im DACH-Raum sollten die abweichenden Korrelationsmuster berücksichtigen und defensive Positionierungen breiter streuen als bei früheren geopolitischen Krisen.
Quellen
- How the Iran War Is Impacting Investment Portfolios
- 2026 Impact Analysis
- How Will Stocks React to the U.S. Attack on Iran? | The Motley Fool
- Defense stocks have floundered since the Iran war began. Here's why
- Iran Ceasefire: Do Defensive Assets Still Work? | Morgan Stanley
- US tech stocks struggle for safe haven appeal in Iran market fallout | Reuters
- Best Defense Stocks to Watch During Operation Epic Fury in Iran - MarketWise
- 5 Safest Places To Keep Your Money During the Iran War