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Qualcomm mit $15 Mrd. Datacenter-Umsatzziel 2029: Wie QCOM nach Amazon-Deal Nvidia angreift
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Qualcomm mit $15 Mrd. Datacenter-Umsatzziel 2029: Wie QCOM nach Amazon-Deal Nvidia angreift

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Qualcomm strebt bis zum Geschäftsjahr 2029 einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Dollar im Datacenter-Geschäft an, was Teil einer Strategie ist, 40 Milliarden Dollar Umsatz außerhalb des Smartphone-Segments zu erzielen.
  • Am 8. September 2026 gab Qualcomm eine mehrjährige Partnerschaft mit Amazon Web Services bekannt, die bis zu 60 Milliarden Dollar an Datacenter-Produktkäufen über zehn Jahre vorsieht und Amazon Warrants auf 25 Millionen Qualcomm-Aktien zum Preis von 161,26 Dollar einräumt.
  • Die Qualcomm-Aktie stieg am 8. September 2026 um 3,2 Prozent und legte am 9. September im vorbörslichen Handel weitere 2 Prozent zu, nachdem CFO Akash Palkhiwala den Amazon-Deal als zentral für die Datacenter-Ziele bezeichnete.
  • Mit der Übernahme von Modular verschafft sich Qualcomm eine Software-Plattform, die es Entwicklern ermöglicht, KI-Modelle einmal zu portieren und auf verschiedenen Chip-Plattformen von Nvidia, AMD und Qualcomm ohne Leistungseinbußen laufen zu lassen.
  • Neben Amazon arbeitet Qualcomm mit Meta Platforms zusammen, das Launch-Kunde für die Dragonfly-C1000-Server-CPU ist, deren Produktion 2028 beginnen soll, sowie mit Saudi-Arabiens Humain bei KI-Beschleunigern.
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Qualcomm verlagert sein Geschäftsmodell: Der kalifornische Chipkonzern, der vor allem durch Smartphone-Prozessoren bekannt wurde, will bis zum Geschäftsjahr 2029 einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Dollar im Datacenter-Segment erzielen. Das Unternehmen präsentierte dieses Ziel erstmals auf seinem Investorentag im Juni 2026. Als Zwischenschritt strebt Qualcomm für das Geschäftsjahr 2027, das Ende September 2026 beginnt, einen Datacenter-Umsatz von 5 Milliarden Dollar an.

Das Datacenter-Geschäft ist Teil einer umfassenderen Diversifikationsstrategie. Qualcomm rechnet damit, im Geschäftsjahr 2029 insgesamt 40 Milliarden Dollar Umsatz außerhalb des Smartphone-Geschäfts zu generieren – nahezu eine Verdopplung gegenüber der im Juni 2026 kommunizierten Prognose. Zum Vergleich: Im jüngsten Quartal erzielte Qualcomm einen Gesamtumsatz von 9,9 Milliarden Dollar, wovon 8,5 Milliarden auf die CDMA-Technologies-Sparte (Smartphones und Automotive) und 1,3 Milliarden auf Lizenzgeschäfte entfielen.

Amazon-Deal: 60 Milliarden Dollar Volumen über zehn Jahre

Am 8. September 2026 gab Qualcomm eine mehrjährige Partnerschaft mit Amazon Web Services bekannt. Der Deal sieht die Entwicklung maßgeschneiderter KI-Chips für großskalige Rechenzentren vor und umfasst mehrere Chip-Generationen sowie optische Konnektivitätsprodukte.

Die kommerzielle Struktur ist ungewöhnlich: Amazon erhielt Warrants zum Erwerb von bis zu 25 Millionen Qualcomm-Stammaktien zu einem Ausübungspreis von 161,26 Dollar je Aktie. Bei vollständiger Ausübung entspräche dies einem potenziellen Wert von rund 4,03 Milliarden Dollar. Die Warrants laufen bis zum 3. September 2036 und werden in Tranchen fällig, die an kommerzielle Vereinbarungen und Produktkäufe gekoppelt sind. Etwa 15 Prozent der Warrants werden sofort im Zusammenhang mit Amazons ersten Verpflichtungen fällig. Die vollständige Zuteilung hängt davon ab, dass Amazon über zehn Jahre Qualcomm-Datacenter-Produkte im Wert von 60 Milliarden Dollar erwirbt.

Der Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf KI-Inferenz – der Nutzung trainierter Modelle zur Generierung von Vorhersagen. Die Entwicklung umfasst auch optische Verbindungen, darunter eine 1,6-Terabit-Lösung der nächsten Generation, die Daten mit 1,6 Terabit pro Sekunde übertragen kann. Laut Qualcomm läuft die Produktion bereits im September 2026, erste Umsätze werden im Dezember-Quartal 2026 erwartet.

CFO Akash Palkhiwala bezeichnete den Amazon-Deal als "zentral" für das Datacenter-Ziel 2029 und einen "Landmark-Deal". Er äußerte "sehr hohes Vertrauen" in das 5-Milliarden-Ziel für das Geschäftsjahr 2027.

Weitere Datacenter-Kunden: Meta, Humain und ein ungenannter Hyperscaler

Amazon ist nicht Qualcomms einziger Partner im Datacenter-Geschäft. Im Juni 2026 kündigte das Unternehmen an, dass Meta Platforms Launch-Kunde für die Dragonfly-C1000-Server-CPU ist, deren Produktion für 2028 geplant ist. Meta arbeitet mit Qualcomm auch an weiteren CPU-Projekten zusammen.

Darüber hinaus kooperiert Qualcomm mit Saudi-Arabiens Humain bei KI-Beschleunigern. Am 9. September 2026 erwähnte das Unternehmen zudem ein weiteres Engagement mit einem ungenannten Hyperscaler, das sich in der Entwicklung befindet. Langfristig strebt Qualcomm an, 5 Prozent des gesamten Datacenter-Marktes zu erobern.

Software-Strategie: Modular-Übernahme gegen Nvidias CUDA

Um mit Nvidias etablierter CUDA-Software-Plattform konkurrieren zu können, übernahm Qualcomm das Software-Unternehmen Modular. CFO Palkhiwala erklärte am 9. September 2026, die Akquisition schließe ein "fehlendes Stück" in Qualcomms KI-Angebot.

Die Modular-Software ermöglicht es Entwicklern, KI-Modelle auf verschiedenen Chip-Plattformen von Nvidia, AMD und Qualcomm zu implementieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Die Plattform unterstützt große Cloud-Anbieter wie AWS und Apple. Der zentrale Vorteil: Entwickler müssen Modelle nur einmal portieren, um sie über verschiedene Silizium-Plattformen hinweg nutzen zu können.

Qualcomm plant einen "Android-ähnlichen Ansatz", bei dem die unteren Schichten des Software-Stacks branchenweit verfügbar gemacht werden. Die Plattform soll sowohl Edge- als auch Datacenter-Chips unterstützen. Palkhiwala beschrieb die Übernahme als "zur richtigen Zeit", da Qualcomm seine Datacenter-Produkte hochskaliert.

Marktreaktion und Bewertung

Die Qualcomm-Aktie reagierte positiv auf die Amazon-Ankündigung: Am 8. September 2026 stieg der Kurs um 3,2 Prozent. Am folgenden Tag legte die Aktie im vorbörslichen Handel weitere 2 Prozent zu. Eine Quelle berichtete von Kursgewinnen von insgesamt 9 Prozent im Zuge der Bekanntgabe.

CFO Palkhiwala bezeichnete die Aktie am 9. September als "gut bepreist" und beschrieb das Unternehmen als "hochgradig diversifiziert und wachsend". CEO Cristiano Amon kommentierte am 8. September: "Da die KI-Nachfrage beschleunigt, wird die Datacenter-Infrastruktur Fortschritte sowohl bei der Rechenleistung als auch bei der Konnektivität benötigen, um höhere Leistung mit mehr Effizienz zu liefern."

Strategischer Kontext: Angriff auf Nvidia

Qualcomms Datacenter-Offensive richtet sich direkt gegen die Marktdominanz von Nvidia im KI-Chip-Segment. Nvidia profitierte bislang nicht nur von überlegener Hardware, sondern auch von CUDA, einem umfassenden Software-Ökosystem, das Entwickler an die Plattform bindet. Mit der Modular-Akquisition versucht Qualcomm, diese Abhängigkeit aufzubrechen, indem es eine plattformübergreifende Lösung anbietet.

Die Amazon-Partnerschaft verschafft Qualcomm eine langfristige Umsatzbasis und Planungssicherheit für die Entwicklung weiterer Chip-Generationen. Anders als bei standardisierten Produkten entwickelt Qualcomm maßgeschneiderte Lösungen für Amazons spezifische Anforderungen – ein Ansatz, der auch bei Meta verfolgt wird.

Ob Qualcomm das 15-Milliarden-Ziel bis 2029 erreicht, hängt davon ab, ob weitere Hyperscaler Großaufträge erteilen und ob die Software-Strategie Entwickler tatsächlich von Nvidia löst. Der Amazon-Deal allein – selbst bei vollständiger Ausschöpfung des 60-Milliarden-Volumens über zehn Jahre – reicht rechnerisch nicht aus, um die ambitionierten Jahresziele zu erreichen. Qualcomm benötigt zusätzliche Kunden und Produkt-Generationen, um das Datacenter-Geschäft zu einem tragenden Umsatzpfeiler auszubauen.

Quellen

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