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No-Code-Markt wächst auf 45 Milliarden Dollar: Welche Plattform-Aktien vom Boom profitieren
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No-Code-Markt wächst auf 45 Milliarden Dollar: Welche Plattform-Aktien vom Boom profitieren

Von Redaktion aktie.com · Geprüft von Martin Schülbe

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Der globale No-Code- und Low-Code-Markt wächst von 35,61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 45,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026, was einer Wachstumsrate von 27,1 Prozent entspricht.
  • 84 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Low-Code- oder No-Code-Lösungen, um den akuten Mangel an Softwareentwicklern zu adressieren (Stand: Bericht vom Juni 2025).
  • 87 Prozent aller Organisationen haben Low-Code-Lösungen entweder bereits eingeführt oder planen deren Einführung laut einer Erhebung vom Juli 2026.
  • Cloud-basierte No-Code-Plattformen erzielten 2026 den größten Umsatzanteil, während der Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen das höchste Wachstumstempo aufweist.
  • Der spezialisierte Markt für No-Code-KI-Plattformen soll von 4,73 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 21,72 Milliarden US-Dollar bis 2034 wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 20,99 Prozent entspricht.
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Erfolgsgeschichten von Apps, die ohne klassische Programmierkenntnisse entstanden sind, treiben den Boom um No-Code-Plattformen an. Der Markt für visuelle App-Entwicklung expandierte von 35,61 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 45,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026, wie eine Analyse vom 24. September 2026 zeigt. Das entspricht einem Wachstum von 27,1 Prozent innerhalb eines Jahres.

Für Anleger im DACH-Raum stellt sich die Frage: Welche börsennotierten Unternehmen profitieren von diesem Trend, und wie nachhaltig ist das Wachstum?

Marktgröße und Wachstumsdynamik

Die Projektionen für den No-Code- und Low-Code-Markt (LCNC) fallen je nach Quelle unterschiedlich aus, was auf verschiedene Abgrenzungen und regionale Schwerpunkte zurückzuführen ist. Eine Prognose vom Januar 2026 sieht den Markt langfristig bei 264,40 Milliarden US-Dollar, ausgehend von damals 28,75 Milliarden US-Dollar. Eine andere Analyse vom September 2026 rechnet mit 102,57 Milliarden US-Dollar bis 2030 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22,7 Prozent.

Ein spezialisiertes Segment entwickelt sich besonders dynamisch: Der Markt für No-Code-KI-Plattformen soll laut einer Erhebung vom 24. August 2026 von 4,73 Milliarden US-Dollar (2026) auf 21,72 Milliarden US-Dollar bis 2034 wachsen – eine jährliche Wachstumsrate von 20,99 Prozent.

84 Prozent der Unternehmen setzen auf No-Code-Lösungen

Die Verbreitung in Unternehmen ist bereits erheblich. 84 Prozent der Betriebe nutzen Low-Code- oder No-Code-Lösungen, um den Mangel an Softwareentwicklern zu kompensieren. Das geht aus einem Bericht vom Juni 2025 hervor. Eine separate Erhebung vom 9. Juli 2026 ergab, dass 87 Prozent aller Organisationen solche Lösungen entweder bereits eingeführt haben oder deren Einführung planen.

Die Treiber des Marktwachstums sind vielfältig: beschleunigter Bedarf an Software-Entwicklung, Fachkräftemangel, Digitalisierungsinitiativen, steigende Anforderungen an Prozessautomatisierung, Cloud-Computing-Verbreitung sowie das Bestreben, Mitarbeitende ohne IT-Hintergrund an der App-Entwicklung zu beteiligen. Dazu kommt der Fokus auf kostengünstige Software-Bereitstellung und tiefere Integration in bestehende Unternehmenssysteme.

Marktsegmente: Wer wächst am schnellsten?

Im Jahr 2026 hielten Low-Code-Plattformen den größten Marktanteil, während No-Code-Plattformen das höchste Wachstumstempo für die kommenden Jahre verzeichnen sollen. Nach Komponenten betrachtet, erzielten Plattformen und Tools 2026 den größten Umsatzanteil, während der Service-Bereich die höchste Wachstumsrate erwarten lässt.

Bei der Bereitstellungsart dominierte 2026 die Cloud-basierte Variante den Umsatz, während On-Premises-Lösungen ebenfalls eine signifikante Wachstumsrate aufweisen. Nach Unternehmensgröße trugen Großunternehmen 2026 den größten Marktanteil bei, doch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen künftig das stärkste Wachstum verzeichnen.

In der Branchenverteilung lieferte der Sektor Banking, Finanzdienstleistungen und Versicherungen (BFSI) 2026 den größten Beitrag, während dem Gesundheitssektor ein deutliches Wachstum prognostiziert wird. Bei der Nutzergruppe eroberten professionelle Entwickler 2026 den größten Marktanteil, während Business-Nutzer und sogenannte Citizen Developer – Mitarbeitende ohne formale IT-Ausbildung – das bemerkenswerteste Wachstum erwarten lassen.

Geografische Verteilung: Nordamerika führt, Europa holt auf

Nordamerika dominierte den globalen LCNC-Markt im Jahr 2026. Europa wird für den Zeitraum 2026 bis 2035 ein signifikantes Wachstum zugetraut, wie eine Analyse vom Juli 2026 zeigt.

Plattform-Beispiele und Preismodelle

Kissflow gilt laut einer Übersicht vom 24. August 2026 als führende Lösung für Workflow-Automatisierung in Unternehmen. Die Plattform erhielt auf G2 eine Bewertung von 4,3 von 5 Punkten. Die Preisgestaltung beginnt bei 1.500 US-Dollar pro Monat für bis zu 50 Nutzer und umfasst Governance-Funktionen, die unkontrollierte IT-Schatten-Systeme verhindern sollen.

Bubble wird als flexibelste Plattform für komplexe Web-Apps und Minimum Viable Products (MVPs) eingestuft. Der Einstiegspreis liegt bei 32 US-Dollar monatlich – das gilt für den reinen Web-Tarif bei monatlicher Zahlweise; die Kombination aus Web und Mobile kostet 59 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlweise. Die Plattform bedient weltweit über zwei Millionen Nutzer und ermöglicht laut einer Einschätzung vom Januar 2026 schnelles App-Prototyping ohne den Aufwand konventioneller Entwicklungsprozesse.

Investorenperspektive: Infrastruktur statt Modetrend

Investoren behandeln Low-Code- und No-Code-Plattformen zunehmend als langfristige Infrastruktur-Wette statt als vorübergehenden Trend. Die Plattformen adressieren kritische Engpässe: Fachkräftemangel, lange Entwicklungszyklen und hohe Ingenieurskosten. Sie werden als essenzielle Infrastruktur für die digitale Transformation betrachtet, wie eine Analyse vom 21. Januar 2026 festhält.

Risiken: Vendor Lock-in als Herausforderung

Ein wesentliches Risiko für Anwender stellt die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern dar. Proprietäre Komponenten und eingeschränkte Export-Optionen können die künftige Flexibilität begrenzen. Ein Wechsel zu anderen Anbietern wird dadurch kostspielig oder komplex. Unternehmen müssen daher frühzeitig die Offenheit der Plattform und deren Integrationsmöglichkeiten prüfen, um Anpassungsfähigkeit bei sich wandelnden Geschäftsanforderungen sicherzustellen.

Welche Aktien profitieren vom No-Code-Trend?

Direkt börsennotierte reine No-Code-Plattformen sind rar. Die meisten etablierten Anbieter sind entweder Teil größerer Software-Konzerne oder befinden sich in privater Hand. Microsoft, Amazon und Google haben laut einem Bericht vom 20. März 2021 Low-Code-Produkte auf den Markt gebracht – Microsoft PowerApps, Amazon Honeycode und Google AppSheet. Amazon hat Honeycode inzwischen eingestellt: Die Beta endete am 29. Februar 2024. PowerApps und AppSheet sind weiterhin in die Cloud-Ökosysteme ihrer Konzerne integriert.

Für Anleger im DACH-Raum bedeutet das: Exposure zum No-Code-Trend lässt sich am ehesten über große Cloud- und Softwareanbieter aufbauen, die Low-Code-Plattformen als Teil ihres Portfolios führen. Reine No-Code-Wetten über börsennotierte Einzelaktien bleiben vorerst begrenzt. Alternativ könnten Investitionen in Venture-Fonds mit Fokus auf Unternehmens-Software Zugang zu diesem Segment bieten.

Fazit: Strukturelles Wachstum mit Konsolidierungsrisiko

Der No-Code-Markt zeigt strukturelles Wachstum, getrieben von Fachkräftemangel und Digitalisierungsdruck. Die breite Unternehmensadoption und die Expansion in neue Branchen und Nutzergruppen stützen die positiven Prognosen. Für Anleger bleibt die Herausforderung, dass die meisten innovativen Plattformen nicht eigenständig börsennotiert sind. Die großen Cloud-Konzerne integrieren No-Code-Funktionen in ihre Ökosysteme, was das Wachstum verteilt und weniger transparent macht. Vendor Lock-in und Konsolidierungsdruck könnten kleinere Anbieter unter Druck setzen und die Marktstruktur mittelfristig verändern.

Quellen

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