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Jefferies warnt vor massiver Kapitalvernichtung durch AI-Ausgaben der Hyperscaler
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Jefferies warnt vor massiver Kapitalvernichtung durch AI-Ausgaben der Hyperscaler

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Chris Wood von Jefferies warnte am 18. September 2026, dass die KI-Investitionen der US-Hyperscaler zu massiver Kapitalvernichtung führen werden, wobei unklar bleibt, wann die Märkte dies einpreisen.
  • Die vier größten Hyperscaler Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta investieren laut Woods Analyse vom Juli 2026 zusammen etwa 1,57 Billionen US-Dollar in den Jahren 2026 und 2027 in KI-Infrastruktur.
  • Die Kapitalausgaben der vier Hyperscaler erreichten im Jahr 2026 92 Prozent des prognostizierten operativen Cashflows, was Wood als extrem hoch einstuft.
  • Wood identifizierte eine fundamentale Verschiebung in der Finanzierung: Nach dreieinhalb Jahren werden KI-Investitionen zunehmend über Fremdkapital statt aus dem Cashflow finanziert, was höhere Kreditrisiken schafft.
  • Chinesische KI-Modelle verarbeiteten in der Woche bis zum 19. Juli 2026 auf der Plattform OpenRouter 36,39 Billionen Tokens, verglichen mit nur 7,39 Billionen Tokens bei führenden US-Modellen.
  • Wood sieht die Gefahr, dass der AI-Capex-Boom ein größeres Kreditereignis auslösen könnte, wenn der Zyklus dreht, und vergleicht die Anfälligkeit mit einer Immobilienkrise nach Art von 2008.
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Chris Wood, Global Head of Equity Strategy bei Jefferies, warnt am 18. September 2026 vor massiver Kapitalvernichtung durch die KI-Investitionen der amerikanischen Hyperscaler. "Mein Basisszenario lautet, dass es zu massiver Kapitalvernichtung in den USA kommen wird", sagte Wood in einer aktuellen Stellungnahme. Die zentrale Frage sei, wann die Märkte beginnen würden, dies einzupreisen.

Billionen-Investitionen in KI-Infrastruktur

Die vier größten US-Hyperscaler – Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta – investieren laut Woods Analyse vom Juli 2026 zusammen etwa 695 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Für 2027 prognostiziert der Stratege 870 Milliarden US-Dollar, was über beide Jahre eine Gesamtsumme von rund 1,57 Billionen US-Dollar ergibt. Über alle sechs großen Hyperscaler hinweg – zu denen auch Oracle und SpaceX zählen – erwartet Wood etwa 916 Milliarden US-Dollar in den nächsten zwölf Monaten und knapp 1,2 Billionen US-Dollar im darauffolgenden Zeitraum.

Der Ökonom Torsten Slok bezifferte im August 2026 die KI-Ausgaben auf potenziell 3,1 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts für 2027. Damit würde der Anteil dreimal so groß wie bisherige Vergleichswerte ausfallen. Wood, der frühere Finanzblasen wie den Dotcom-Boom, Japans Kreditblase und die US-Immobilienblase korrekt vorhergesagt hatte, sieht nun ein vergleichbares Muster.

Kritische Verschiebung zur Fremdfinanzierung

Ein zentraler Risikofaktor liegt laut Wood in der Finanzierungsstruktur: Nach dreieinhalb Jahren des KI-Booms finanzieren die Konzerne ihre Ausgaben zunehmend über Fremdkapital statt aus dem operativen Cashflow. Die Kapitalausgaben der vier größten Hyperscaler erreichten im Jahr 2026 nach Woods Berechnung 92 Prozent des prognostizierten operativen Cashflows – ein aus seiner Sicht "erstaunlich hohes" Niveau.

Diese Entwicklung macht die Unternehmen anfälliger für Kreditrisiken. Wood verweist auf Oracle, das im Juli 2026 eine Herabstufung der Bonität erlebte, die mit den hohen KI-Ausgaben in Verbindung stand. Der Jefferies-Stratege sieht die Gefahr, dass sich die Anleihe-Spreads der Hyperscaler ausweiten, wenn die Märkte die Finanzierungsstruktur kritischer bewerten.

Rendite-Frage zunehmend im Fokus

"Mein Basisszenario ist, dass sie am Ende viel Geld für KI-Capex verschwenden werden und viel Kapital vernichtet wird. Die Schlüsselfrage ist aber, wann der Markt beginnt, dies einzupreisen", sagte Wood am 18. September 2026. Investoren fragen nach Woods Beobachtung vom Juli 2026 zunehmend, woher die Renditen auf diese Kapitalausgaben kommen sollen, nachdem sie die Ausgaben anfangs noch begrüßt hatten.

Der Markt reagiert mittlerweile negativ auf Ankündigungen weiterer Kapitalausgaben-Erhöhungen, wie Wood am 1. August 2026 feststellte. Dies könnte auf einen Wendepunkt in der Stimmung hindeuten. Wood betont, dass jede Nachricht, die Zweifel an dem gesamten Zyklus aufkommen lasse, als Auslöser für eine Neubewertung dienen könne.

Konkurrenz aus China als zusätzlicher Belastungsfaktor

Wood warnte im Juli 2026, dass günstigere chinesische Open-Source-Modelle die wirtschaftlichen Grundlagen der amerikanischen Investitionswelle untergraben könnten. Sein langfristiges Basisszenario geht davon aus, dass Marktanteile in Richtung chinesischer Large Language Models wandern werden.

Als Beleg führte er Daten von OpenRouter an: In der Woche bis zum 19. Juli 2026 verarbeiteten die führenden chinesischen KI-Modelle auf der globalen Plattform 36,39 Billionen Tokens, verglichen mit nur 7,39 Billionen Tokens bei den führenden US-Modellen. China wird laut Wood zunehmend als technologischer Konkurrent auf Augenhöhe im Bereich künstlicher Intelligenz wahrgenommen. Am 17. Juli 2026 lancierte Moonshot AI das Open-Source-Modell Kimi K3.

Risiko eines größeren Kreditevents

Wood warnte am 18. September 2026, dass der KI-Investitionsboom "ein größeres Kreditereignis auslösen könnte, wenn der Zyklus sich dreht". Dies deutet auf systemische Finanzrisiken hin, die über einzelne Technologieaktien hinausgehen und die breiteren Kreditmärkte erfassen könnten. Der Stratege verglich die Anfälligkeit mit einem Immobilien-Squeeze nach Art der Krise von 2008, ausgelöst durch eine Kreditverknappung.

Die Entscheidung des Marktes, Kredite zurückzuziehen, könnte nach Woods Einschätzung ein rasches Ende des Trends bedeuten. "Die zentrale makroökonomische Frage für die Aktienmärkte ist derzeit der Ausblick für die KI-Kapitalausgaben", sagte Wood am 18. September 2026. Einen klaren Zeitplan für ein solches Szenario nannte er nicht.

Auswirkungen auf Halbleiter-Aktien

Die Bewertungen von Halbleiteraktien hängen laut Wood direkt davon ab, ob die Märkte weiter an die Hyperscaler-Ausgaben glauben. Solange die Märkte die Kapitalausgaben nicht aggressiv hinterfragen, würden Chipwerte profitieren. Ein Zusammenbruch des KI-Zyklus hätte laut Woods Aussage vom 17. September 2026 hingegen auch Auswirkungen auf andere Märkte – er nannte als Beispiel, dass nur eine KI-Implosion signifikantes ausländisches Kapital zurück in Märkte wie Indien bringen könnte.

Die Transformation der Hyperscaler von asset-leichten zu kapitalintensiven Geschäftsmodellen stelle eine strukturelle Verschiebung dar, so Wood im Mai 2026. Das Ausgabenniveau erreiche mittlerweile Dimensionen, bei denen es einen zunehmend großen Anteil der Cashflows absorbiere, insbesondere für Chip- und Speicherkäufe.

Quellen

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