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Prysmian und Rio Tinto liefern Kabel für Amazon-Rechenzentrum: Was ELYSIS-Technologie bedeutet
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Prysmian und Rio Tinto liefern Kabel für Amazon-Rechenzentrum: Was ELYSIS-Technologie bedeutet

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Prysmian gab am 18. September 2026 eine Partnerschaft mit Rio Tinto bekannt, um elektrische Kabel aus kohlenstoffarmem Aluminium für ein Amazon-Rechenzentrum nahe Columbus, Ohio, zu liefern.
  • Die Kabel nutzen Aluminium aus dem ELYSIS-Verfahren mit Inert-Anoden, das direkte Treibhausgasemissionen beim Schmelzprozess eliminiert und reinen Sauerstoff statt CO2 freisetzt.
  • Nach Angaben von Prysmian handelt es sich um die erste bekannte Anwendung von Inert-Anoden-Aluminium in einem Rechenzentrum.
  • Die Fertigung der Kabel erfolgt in Prysmians Werk in Sedalia, Missouri, die Partnerschaft zwischen Prysmian und Rio Tinto wurde bereits im März 2026 angekündigt.
  • Joern Tinnemeyer, Vice President of Data Center Engineering bei Amazon Web Services, verband die Initiative mit Amazons Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
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Der italienische Kabelhersteller Prysmian (MIB: PRY) gab am 18. September 2026 eine Partnerschaft mit dem Bergbaukonzern Rio Tinto (ASX: RIO) bekannt, um elektrische Kabel aus kohlenstoffarmem Aluminium für ein Amazon-Rechenzentrum nahe Columbus, Ohio, zu liefern. Die Zusammenarbeit markiert nach Unternehmensangaben die erste bekannte Anwendung von Aluminium aus dem ELYSIS-Verfahren in einem Rechenzentrum.

ELYSIS-Technologie: Aluminium ohne CO2-Emissionen

Die Kabel nutzen Aluminium, das mit der ELYSIS-Technologie produziert wurde. Bei diesem Verfahren mit Inert-Anoden – chemisch stabilen, nicht reagierenden Elektroden – entstehen beim Schmelzprozess keine direkten Treibhausgasemissionen. Statt Kohlendioxid wird reiner Sauerstoff als Nebenprodukt freigesetzt. Das Unternehmen erklärte, das Projekt zeige, dass sich der CO2-Fussabdruck von Rechenzentren bereits auf Rohmaterialebene reduzieren lasse.

Die ELYSIS-Technologie unterscheidet sich vom konventionellen Hall-Héroult-Verfahren, das seit über 130 Jahren den Standard in der Aluminiumproduktion bildet und bei dem Kohlenstoff-Anoden verwendet werden, die während des Prozesses CO2 freisetzen.

Fertigung in Missouri, Einsatz in Ohio

Prysmian wird die elektrischen Kabel in seiner Produktionsstätte in Sedalia, Missouri, herstellen. Die Montage ist für das Amazon-Rechenzentrum nahe Columbus, Ohio, vorgesehen. Die Partnerschaft zwischen Prysmian und Rio Tinto wurde bereits im März 2026 angekündigt; die aktuelle Meldung konkretisiert die Zusammenarbeit in einem kommerziellen Anwendungsfall.

Einordnung für Anleger: Nachhaltige Lieferketten im Fokus

Joern Tinnemeyer, Vice President of Data Center Engineering bei Amazon Web Services (AWS), verband die Initiative mit dem Ziel von Amazon (Nasdaq: AMZN), bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die Kooperation reiht sich in eine Serie von Massnahmen ein, mit denen grosse Technologiekonzerne die Umweltauswirkungen ihrer Infrastruktur reduzieren wollen.

Für Prysmian eröffnet die Partnerschaft Zugang zu einem wachsenden Marktsegment, in dem Nachhaltigkeitskriterien bei der Auftragsvergabe zunehmend Gewicht erhalten. Rio Tinto positioniert sich mit der ELYSIS-Technologie als Anbieter von Rohmaterial mit reduziertem CO2-Fussabdruck – ein Differenzierungsmerkmal in einem Rohstoffmarkt, der traditionell stark durch Preiskonkurrenz geprägt ist.

Marktumfeld: Rechenzentren als Wachstumstreiber

Die globale Expansion von Cloud-Diensten, künstlicher Intelligenz und Datenverarbeitung treibt den Bau neuer Rechenzentren voran. Gleichzeitig geraten Betreiber unter Druck, den hohen Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen zu senken. Lösungen, die Emissionen bereits bei der Herstellung von Baumaterialien reduzieren, gewinnen in diesem Kontext an Relevanz.

Die Zusammenarbeit zwischen Prysmian, Rio Tinto und Amazon zeigt, wie sich nachhaltige Produktionsverfahren entlang der Wertschöpfungskette von Rohstoff über Halbfertigprodukt bis zur Endanwendung integrieren lassen. Ob sich das ELYSIS-Verfahren langfristig wirtschaftlich gegenüber konventionellen Methoden durchsetzt, hängt von Skalierungseffekten, Energiekosten und regulatorischen Rahmenbedingungen ab.

Quellen

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