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Hyperscaler vs. Pure-Play Quantum: Welche Strategie nach dem Quantum-Selloff besser ist
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Hyperscaler vs. Pure-Play Quantum: Welche Strategie nach dem Quantum-Selloff besser ist

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • D-Wave Quantum (QBTS) und Rigetti Computing (RGTI) lagen per 11. September 2026 jeweils mehr als 25% unter ihren Jahresanfangsständen, obwohl die US-Regierung im Rahmen des CHIPS and Science Act 300 Millionen US-Dollar Forschungsförderung zugesagt hatte.
  • IonQ ist der einzige börsennotierte Quantum-Pure-Play mit positivem Ergebnis je Aktie (TTM EPS 0,39 US-Dollar), weist aber ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 103 auf (Stand: 13. Juli 2026).
  • Alphabet erhöhte die Investitionsausgaben für 2026 auf 195 bis 205 Milliarden US-Dollar und steigerte die Google-Cloud-Umsätze im zweiten Quartal 2026 um 82% im Jahresvergleich.
  • Amazon Web Services (AWS) verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 37% im Jahresvergleich – das schnellste Wachstum seit 18 Quartalen – und erreichte einen annualisierten Umsatz von 169 Milliarden US-Dollar.
  • Quantum-Computing-Unternehmen erzielten laut McKinsey im Jahr 2025 über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz, mit Potenzial für 4,4 Milliarden US-Dollar bis 2028, wobei über 300 Unternehmen bereits mit der Technologie experimentieren.
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Der Quantum-Computing-Sektor durchlebt eine Phase der Ernüchterung. Während reine Quantum-Aktien im Jahresverlauf 2026 deutlich an Wert verloren, setzen Hyperscaler – große Cloud-Infrastruktur-Anbieter wie Alphabet, Amazon und Microsoft – auf eine diversifizierte Strategie, die Quantum-Forschung mit wachstumsstarkem Cloud- und AI-Geschäft verbindet. Für Anleger stellt sich die Frage, welcher Ansatz nach den jüngsten Kursverlusten das bessere Chance-Risiko-Verhältnis bietet.

Pure-Play Quantum: Hohe Volatilität und Bewertungsdruck

Am 13. Juli 2026 verlor IonQ 8% an einem einzigen Handelstag, während D-Wave Quantum (QBTS) und Rigetti Computing (RGTI) jeweils 6% einbüßten. Per 11. September 2026 lagen beide Titel mehr als 25% unter ihren Jahresanfangsständen – trotz einer Forschungsförderung der US-Regierung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar im Rahmen des CHIPS and Science Act. D-Wave, Rigetti und Quantinuum erhielten jeweils 100 Millionen US-Dollar, im Gegenzug übernahm die Regierung Minderheitsbeteiligungen.

Die Bewertung der Pure-Play-Aktien bleibt selbst nach den Kursverlusten anspruchsvoll. IonQ, der einzige börsennotierte Quantum-Titel mit positivem Ergebnis je Aktie (TTM EPS 0,39 US-Dollar), weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 103 auf (Stand: 13. Juli 2026). Die meisten anderen Quantum-Unternehmen verzeichnen praktisch keine kommerziellen Umsätze. Einzelne Nachrichten – Chip-Ankündigungen, Quartalsberichte, Analystenstudien – können die Kurse an einem Tag um 20 bis 30% bewegen.

Der Sektor hatte Ende 2025 und Anfang 2026 eine Rally von 300 bis 600% erlebt, getrieben von Schlagzeilen zu Quantum-Überlegenheit, Google-Durchbrüchen und staatlichen Initiativen. Die Bewertungen lösten sich dabei von jeder fundamentalen Grundlage, da die meisten Unternehmen nach wie vor keine nennenswerten Erlöse erzielen.

Hyperscaler: Cloud-Wachstum und Quantum-Exposure kombiniert

Alphabet, Amazon und IBM verfolgen einen anderen Ansatz. Sie investieren in Quantum-Forschung, generieren aber gleichzeitig erhebliche Umsätze und Gewinne aus ihrem Cloud- und AI-Geschäft. Im zweiten Quartal 2026 erhöhte Alphabet die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr auf 195 bis 205 Milliarden US-Dollar. Google Cloud steigerte die Umsätze im gleichen Quartal um 82% im Jahresvergleich, der Cloud-Auftragsbestand erreichte 514 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Zacks ein Gewinnwachstum von 89,6% bei einem Umsatzplus von 26%.

Amazon Web Services (AWS) verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 37% im Jahresvergleich – das schnellste Wachstum seit 18 Quartalen. AWS erreichte damit einen annualisierten Umsatz von 169 Milliarden US-Dollar. Das AI-Geschäft von Amazon überschritt einen annualisierten Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar und wächst dreistellig. Amazon schloss eine langfristige Partnerschaft mit Qualcomm über AI-Datencenter-Chips im Umfang von bis zu 60 Milliarden US-Dollar ab. Zacks erwartet für 2026 ein Gewinnwachstum von 82,2% bei einem Umsatzanstieg von 15,7% und vergibt ein Rating von 2 (Buy).

Meta rechnet für 2026 mit Investitionsausgaben von 138,9 Milliarden US-Dollar, mit potenziell bis zu 145 Milliarden US-Dollar (Ankündigung im April 2026). Nach Alphabets Anhebung der Investitionsprognose im zweiten Quartal sahen sich Meta und Microsoft Ende Juli 2026 skeptischeren Investoren gegenüber. Analysten konstatierten zwar, dass die Cloud-Nachfrage „unaufhaltsam" erscheine, merkten aber an, es sei „schwer vorstellbar, dass jemand" Googles Cloud-Wachstumsrate des Quartals erreichen könne.

Quantum-Markt: Kommerzialisierung schreitet langsam voran

Laut McKinsey erzielten Quantum-Computing-Unternehmen im Jahr 2025 insgesamt über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz. Bis 2028 könnten die Erlöse auf 4,4 Milliarden US-Dollar steigen, wobei der Return on Investment weiterhin schwer zu quantifizieren bleibt. Über 300 Unternehmen experimentieren bereits mit Quantum-Technologie, viele Anwendungen bleiben jedoch im experimentellen oder hybriden Stadium.

Quantum Computing entwickelt sich auf einem separaten und langsameren kommerziellen Zeitplan als Künstliche Intelligenz. Regierungen und Konzerne erhöhen die Finanzierung, während praktische Anwendungen Schritt für Schritt näher rücken. Google Quantum AI erweiterte 2026 die Forschung auf Neutralatom-Systeme und erwartet kommerziell relevante Quantencomputer bis zum Ende des Jahrzehnts.

Unterschiedliche Risikoprofile für unterschiedliche Anleger

Im September 2026 stellten Analysten von Zacks Equity Research fünf Technologieaktien vor: D-Wave Quantum (QBTS), Rigetti Computing (RGTI), IBM (IBM), Alphabet (GOOGL) und Amazon (AMZN). Diese Titel repräsentieren verschiedene Positionen entlang des AI- und Quantum-Investmentspektrums. Alphabet, Amazon und IBM bieten diversifiziertes AI- und Quantum-Exposure, während die Hyperscaler ihre Infrastrukturausgaben hochfahren und die Quantum-Technologie voranschreitet.

IBM stellt unter den drei etablierten Playern das stärkste direkte Quantum-Engagement dar, unterhält aber gleichzeitig substanzielle Enterprise-AI- und Hybrid-Cloud-Umsatzströme. Alphabet bietet Quantum-Exposure, ohne unmittelbar auf Quantum-Erlöse angewiesen zu sein, gestützt auf das dominante Cloud-Geschäft und das kurzfristige AI-Infrastrukturwachstum.

Anleger, die Kursschwankungen von 20 bis 30% innerhalb eines Tages oder einer Woche nicht tolerieren können, sollten das Exposure in Quantum-Aktien sorgfältig abwägen. Die extreme Volatilität und überdehnte Bewertungen der Pure-Play-Titel stehen in scharfem Kontrast zu den stabileren, kurzfristigeren Umsatzströmen und Profitabilitätspfaden der Hyperscaler-Technologieunternehmen, die Quantum neben ihrem Kerngeschäft in AI-Infrastruktur vorantreiben.

Globale Infrastruktur-Investitionen als Fundament

Der AI-Infrastrukturausbau hat die Planungsphase verlassen. Hyperscaler verpflichten Hunderte Milliarden US-Dollar für Rechenzentren, Beschleuniger-Chips, Netzwerktechnik und Strominfrastruktur. PwC schätzt die globalen Investitionsausgaben für Rechenzentren auf 31,6 Billionen US-Dollar bis 2050, mit einem Anstieg von rund 800 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 1,8 Billionen US-Dollar bis 2050.

Diese langfristige Kapitalallokation schafft ein Fundament für Hyperscaler, das über einzelne Technologiezyklen hinausreicht. Quantum-Forschung läuft parallel, ohne dass die Unternehmen kurzfristig auf kommerzielle Quantum-Umsätze angewiesen wären. Pure-Play-Quantum-Aktien bieten hingegen konzentriertes Exposure auf eine Technologie, deren breite Kommerzialisierung weiterhin Jahre entfernt liegt.

Quellen

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