
Chevron rückt in Berkshire Hathaways Top 5 – erstmals seit Jahren neue Spitzenposition
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Chevron belegt mit einem Portfolioanteil von 7,2 Prozent und einem Wert von 19,8 Milliarden Dollar erstmals Rang fünf in Berkshire Hathaways Aktienbeständen zum Stichtag 30. Juni 2026.
- Berkshire Hathaway stockte die Chevron-Position im zweiten Quartal 2026 um 6 Prozent auf, während Apple um 4 Prozent und Bank of America um 9 Prozent reduziert wurden.
- Die zehn größten Positionen machen über 88 Prozent des rund 275 Milliarden Dollar schweren Aktienportfolios aus, wobei Apple mit 22,6 Prozent weiterhin die Spitzenposition hält.
- Im Juni 2026 investierte Berkshire zusätzliche 10 Milliarden Dollar in Alphabet und baute die Position auf über 2 Prozent Portfolioanteil aus.
- Berkshire meldete im zweiten Quartal 2026 insgesamt 15 Portfolio-Transaktionen, darunter eine Neuanlage in der New York Times und Aufstockungen bei Chubb und Domino's Pizza.
Chevron hat sich im zweiten Quartal 2026 erstmals in die Top-5-Positionen von Warren Buffetts Berkshire Hathaway vorgeschoben. Mit einem Portfolioanteil von 7,2 Prozent und einem geschätzten Wert von rund 19,8 Milliarden US-Dollar belegt der Ölkonzern nun Rang fünf der insgesamt rund 275 Milliarden Dollar schweren Aktienbestände, wie aus dem am 14. August 2026 veröffentlichten 13F-Filing zum Stichtag 30. Juni 2026 hervorgeht.
Berkshire stockte die Chevron-Position im zweiten Quartal um rund 6 Prozent auf. Die Aufstockung ist Teil einer breiteren Strategie, die Buffetts Investmentgesellschaft seit 2024 verfolgt: Während Tech- und Bankbeteiligungen wie Apple und Bank of America schrittweise reduziert wurden, baute Berkshire gezielt Positionen in Energieaktien aus.
Welche Aktien führen das Berkshire-Portfolio an?
Apple bleibt mit rund 62 Milliarden Dollar und einem Anteil von 22,6 Prozent die mit Abstand größte Einzelposition, obwohl Buffett die Beteiligung im zweiten Quartal um etwa 4 Prozent verringerte. Auf Rang zwei folgt American Express mit 56,1 Milliarden Dollar (20,5 Prozent), gefolgt von Bank of America mit 28,5 Milliarden Dollar (10,4 Prozent) und Coca-Cola mit 28 Milliarden Dollar (10,2 Prozent). Chevron komplettiert die Top 5.
Das Portfolio bleibt hochkonzentriert: Die zehn größten Positionen machen über 88 Prozent des gesamten Aktienbestands aus. Diese Fokussierung auf wenige, hochkompetitive Unternehmen prägt Berkshires Strategie seit Jahrzehnten.
Energie-Übergewichtung nimmt zu
Neben Chevron hält Berkshire eine weitere bedeutende Energiebeteiligung: Occidental Petroleum mit einem Wert von 10,9 Milliarden Dollar und einem Portfolioanteil von 4 Prozent. Zusammen repräsentieren die beiden Ölkonzerne rund 11,2 Prozent des Aktienbestands – ein klares Signal für Buffetts langfristige Einschätzung des Energiesektors.
Während viele institutionelle Investoren fossile Brennstoffe aus ESG-Überlegungen meiden, setzt Berkshire bewusst auf etablierte Energiemajors mit stabilen Cashflows und Dividendenrenditen. Beide Unternehmen profitieren von der Nachfrage nach konventioneller Energie, die parallel zur Energiewende weiterhin besteht.
15 Portfolio-Änderungen im zweiten Quartal
Insgesamt meldete Berkshire 15 Transaktionen für das zweite Quartal 2026: sieben Aufstockungen, eine Neuanlage, sechs Reduzierungen und einen kompletten Ausstieg. Zu den bemerkenswerten Zukäufen zählt eine neue Position in der New York Times, die für Berkshires wachsendes Interesse an abonnementbasierten Geschäftsmodellen mit wiederkehrenden Einnahmen steht.
Ebenfalls aufgestockt wurden Chubb (plus 9 Prozent) und Domino's Pizza (plus 12 Prozent). Die Versicherungsgesellschaft Chubb passt mit ihren robusten Underwriting-Margen zu Buffetts Präferenz für Qualität im Versicherungsgeschäft. Domino's verkörpert eine resiliente Konsumenten-Franchise mit skalierbarem Franchisemodell.
Auf der Verkaufsseite reduzierte Berkshire neben Apple und Bank of America auch die Positionen in Amazon und DaVita. Vollständig ausgestiegen ist Buffett aus den Liberty-Media-Tracking-Aktien, die im Zuge einer Konzernumstrukturierung aufgelöst wurden.
Alphabet-Zukauf unterstreicht Tech-Diversifikation
Im Juni 2026 investierte Berkshire zusätzliche 10 Milliarden Dollar in Alphabet und weitete damit die Position im Google-Mutterkonzern deutlich aus. Mit einem geschätzten Wert von 5 bis 6 Milliarden Dollar und einem Portfolioanteil von über 2 Prozent gehört Alphabet mittlerweile zur erweiterten Spitzengruppe.
Die Beteiligung deckt ein breites Spektrum ab: Werbung, Cloud-Infrastruktur, Künstliche Intelligenz, Hardware, autonome Fahrzeuge und Gesundheitstechnologie. Alphabet trat im Juni 2026 dem Dow Jones Industrial Average bei – ein Indiz für die gewachsene Bedeutung des Unternehmens in der US-Wirtschaft.
Cash-Aufbau und defensive Positionierung
Berkshires Strategie seit 2024 lässt sich als selektive Gewinnmitnahme bei stark gelaufenen Positionen bei gleichzeitigem Aufbau historisch hoher Barreserven beschreiben. Die Verkäufe von Apple- und Bank-of-America-Anteilen dienten weniger einer grundlegenden Neubewertung dieser Unternehmen als vielmehr einer Portfolio-Rebalancierung nach deutlichen Kursgewinnen.
Parallel dazu konzentriert sich Buffett auf Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Erträgen und hohen Eintrittsbarrieren – sogenannte Mautstraßen-Geschäfte (toll-road businesses). Neben der New York Times zählen dazu auch Positionen in Sirius XM, VeriSign und Lamar Advertising.
Die aktuelle Portfolio-Struktur spiegelt Buffetts etablierte Prinzipien wider: dominante Konsumenten-Franchises mit Preissetzungsmacht, Finanzdienstleistungs- und Zahlungsnetzwerke mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen, Energie-Majors mit langfristig stabilen Fundamentaldaten sowie hochwertige Daten- und Analysegeschäfte. Ein strategischer Kurswechsel ist nicht erkennbar – stattdessen setzt Berkshire auf bewährte Qualität in einem anspruchsvollen Bewertungsumfeld.