
Brent-Öl durchbricht $105: Welche europäischen Energie-Aktien jetzt vom Houthi-Konflikt profitieren
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Brent-Öl stieg am 10. September 2026 um 4,12 Prozent auf 105,4 Dollar pro Barrel und erreichte am 11. September bis zu 109 Dollar, nachdem Houthi-Rebellen den jemenitischen Hafen Mokha eingenommen hatten.
- Die Meerenge Bab al-Mandeb, nur 75 Kilometer südlich von Mokha gelegen, transportiert zwischen 10 und 12 Prozent der weltweiten Öllieferungen und ist besonders wichtig für Saudi-Arabiens Exporte nach Asien.
- Die Straße von Hormus bleibt seit Beginn des US-Iran-Kriegs am 28. Februar 2026 faktisch blockiert, wodurch sich der tägliche Schiffsverkehr von mehr als 100 Schiffen vor dem Konflikt stark verringert hat.
- Die Einnahme von Mokha stellt den größten territorialen Gewinn der Houthi-Rebellen seit dem Waffenstillstand von 2022 dar und markiert eine geografische Eskalation nahe kritischer Seehandelsrouten.
- Der US-amerikanische Durchschnittspreis für Diesel überschritt am 11. September 2026 erstmals die Marke von 6 Dollar pro Gallone.
Brent-Öl erreichte am 11. September 2026 Preise von bis zu 109 Dollar pro Barrel, nachdem iran-gestützte Houthi-Rebellen am Vortag den strategischen jemenitischen Hafen Mokha am Roten Meer erobert hatten. Der Preis war bereits am 10. September um 4,12 Prozent auf 105,4 Dollar pro Barrel gestiegen, wie The National unter Berufung auf Marktdaten um 16:45 Uhr Ortszeit (VAE) berichtete.
Am 11. September um 09:00 Uhr GMT notierte der Front-Monats-Kontrakt für ICE Brent bei 104,09 Dollar pro Barrel mit einem Tagesgewinn von 1,79 Dollar, wie Energy Connects meldete. Andere Quellen berichteten von Preisen, die sich der 109-Dollar-Marke näherten. Damit steuerten die Ölpreise auf den ersten Wochenschluss über 100 Dollar seit Mitte Mai 2026 zu.
Mokha-Einnahme bedroht kritische Handelsroute
Die Houthi-Rebellen nahmen Mokha nach heftigen nächtlichen Kämpfen am 9. und 10. September ein, wie Ahmed Baash, Kommandeur der Nationalen Widerstandskräfte, und Hazam al-Assad, Mitglied des politischen Büros der Houthis, gegenüber der Associated Press bestätigten. Bewohner von Mokha berichteten der BBC, dass Houthi-Kämpfer nach den nächtlichen Gefechten in die Stadt einrückten, woraufhin zahlreiche Familien ihre Häuser verließen. Drei Ärzte flohen aus einem Krankenhaus in Mokha nach dessen Einnahme.
Die Eroberung stellt den größten territorialen Gewinn der Houthis seit dem Waffenstillstand von 2022 dar, der einen mehr als ein Jahrzehnt andauernden Bürgerkrieg pausierte. Mokha war zuvor lange von regierungstreuen Kräften gehalten worden.
Nach Angaben einer jemenitischen Militärquelle gegenüber AFP nahmen Houthi-Kämpfer zudem die Insel Zuqar im Roten Meer nach einem Raketenbeschuss und einem bootgestützten Bodenangriff ein. Militärquellen berichteten Reuters, dass die Houthis die Küste des Roten Meeres in Richtung der Hanish-Inseln vorrückten.
Zwei Meerengen gleichzeitig bedroht
Mokha liegt etwa 75 Kilometer nördlich der Meerenge Bab al-Mandeb, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Diese nur 20 Kilometer breite Passage transportiert zwischen 10 und 12 Prozent der weltweiten Öllieferungen und ist besonders wichtig für Saudi-Arabien, den größten OPEC-Produzenten, dessen Ölexporte nach Asien hauptsächlich durch diesen Kanal fließen.
Die Bedrohung der Bab al-Mandeb-Meerenge verschärft eine bereits angespannte Versorgungslage. Die Straße von Hormus bleibt seit Beginn des US-Iran-Kriegs am 28. Februar 2026 faktisch blockiert. Der tägliche Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist im Vergleich zu den mehr als 100 Schiffen vor dem Konfliktbeginn stark gesunken. Auch durch Bab al-Mandeb fahren weniger Schiffe, seit die Spannungen eskaliert sind.
Sasha Foss, Energieanalystin bei CSC Commodities (eine Division von Marex), sagte gegenüber The National: "Der Vormarsch der Houthi-Rebellen, die wichtige strategische Standorte wie Mokha und die Insel Mayun in der Meerenge Bab al-Mandeb erobern, versetzt den Ölmarkt in Angst. Er gefährdet die Ströme in und aus dem Roten Meer zu einer Zeit, in der die Straße von Hormus bereits teilweise blockiert ist."
Historischer Kontext der Ölpreise
Die Öl-Benchmarks hatten Ende April 2026 nach US- und israelischen Angriffen auf Iran sowie Teherans anschließenden Attacken auf Golfnachbarn und den Irak ein Intraday-Hoch von 126 Dollar pro Barrel erreicht. In den folgenden Monaten waren die Preise nach Friedensgesprächen gesunken, stiegen jedoch wieder, als die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran wieder zunahmen.
Die Houthis hatten zuvor eine "maritime Blockade" gegen Saudi-Arabien erklärt und Schiffe angegriffen, die durch den Kanal von Bab al-Mandeb fahren. Saudi-Arabien hat als Reaktion auf Houthi-Angriffe seine Öltransporte über das Mittelmeer umgeleitet.
Auswirkungen auf Verbraucher und Märkte
Der US-amerikanische Durchschnittspreis für Diesel überschritt am 11. September 2026 erstmals die Marke von 6 Dollar pro Gallone, wie Preisverfolger-Daten zeigen, die von der Daily Mail zitiert wurden.
Brent-Öl dient als Benchmark für zwei Drittel des weltweiten Öls. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen – der US-Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026, und beide Nationen haben in den letzten Tagen (Stand Mitte September) ihre Angriffe auf Tanker intensiviert – verstärken die Sorgen um die Ölversorgung.
Europäische Energie-Aktien im Fokus
Höhere Ölpreise stärken typischerweise die Margen von integrierten Ölkonzernen – Unternehmen, die sowohl in der Förderung als auch in der Raffinerie tätig sind. Europäische Majors wie Shell, BP, TotalEnergies und Equinor könnten von einer längeren Phase hoher Ölpreise profitieren, da ihre Upstream-Sparten – die Förderung von Öl und Gas – direkt von höheren Rohölpreisen profitieren.
Auch europäische Raffinerie-Betreiber und Tanker-Reedereien dürften von der veränderten Handelsdynamik beeinflusst werden. Längere Transportrouten und höhere Frachtraten, die durch Umfahrungen der blockierten Meerengen entstehen, können die Einnahmen von Tankschiff-Betreibern erhöhen.
Allerdings liegen keine aktuellen Marktdaten oder Analystenschätzungen vor, die konkrete Kursbewegungen oder Bewertungen europäischer Energie-Aktien im Zusammenhang mit der Mokha-Einnahme belegen. Anleger sollten beachten, dass höhere Ölpreise gleichzeitig das Risiko einer gedämpften Nachfrage und verschärfter geldpolitischer Maßnahmen bergen, was die Gewinne im Energiesektor begrenzen könnte.
Quellen
- Oil prices hit $105 per barrel as Houthis seize key Red Sea port
- Brent Oil Trades Near $108 as Houthi-Saudi Fighting Escalates
- Oil Prices Rally Over 6%: Brent Crude Nears $109 As Houthis Advance Towards Key Red Sea Chokepoint
- Oil prices surge as Houthis seize Red Sea port amid growing fears Iran-backed rebels will paralyse supply route vital for the West | Daily Mail Online
- Houthis Seize Yemen's Red Sea Port of Mokha, Yemeni Military Source Says Zuqar Island Also Taken