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Jeff Bezos spricht konkret über möglichen Börsengang von Blue Origin
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Jeff Bezos spricht konkret über möglichen Börsengang von Blue Origin

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Jeff Bezos sagte am 8. Oktober 2026 in einem Fernsehinterview mit Fox News, dass Blue Origin irgendwann einen Börsengang durchführen werde und dies in ein paar Jahren der Fall sein könnte.
  • Blue Origin wurde im Zuge einer Finanzierungsrunde 2026 mit rund 140 Milliarden US-Dollar bewertet und nahm dabei 10 Milliarden US-Dollar von externen Investoren auf.
  • SpaceX erreichte am ersten Handelstag seines Börsengangs im Juni 2026 eine Marktkapitalisierung von 1,77 Billionen US-Dollar und ist damit mehr als zwölfmal höher bewertet als Blue Origin.
  • Die Schwerlastrakete New Glenn von Blue Origin erlitt im Mai 2026 einen Rückschlag, als das Triebwerk während eines statischen Feuertests auf der Startrampe explodierte.
  • Blue Origin arbeitet nicht profitabel und zeichnet sich durch finanzielle Kennzahlen aus, die auf Herausforderungen hindeuten, darunter ein GF Score von 26 von 100 Punkten und eine Financial Strength Rating von 2 von 10 Punkten.
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Jeff Bezos hat am 8. Oktober 2026 in einem Fernsehinterview mit Fox News erstmals konkret über einen möglichen Börsengang von Blue Origin gesprochen. „Ich denke, Blue Origin wird irgendwann einen Börsengang durchführen... das wäre in ein paar Jahren der Fall", sagte der Amazon-Gründer. Ein öffentliches Listing könne „irgendwann Sinn machen", so Bezos weiter. Die Aussage markiert die bislang deutlichste öffentliche Stellungnahme des Unternehmers zu den Börsenplänen seiner Weltraumfirma.

Blue Origin schloss 2026 erstmals in seiner Geschichte eine Finanzierungsrunde mit externen Investoren ab und nahm dabei 10 Milliarden US-Dollar ein. Bis zu dieser Runde hatte sich das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 2000 fast ausschließlich aus dem Privatvermögen von Bezos finanziert. Laut den vorliegenden Informationen investierte Bezos insgesamt 28 Milliarden US-Dollar in Blue Origin.

Bewertung von 140 Milliarden US-Dollar nach Finanzierungsrunde

Im Zuge der Kapitalaufnahme wurde Blue Origin mit rund 140 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Bewertungsspanne lag laut den Quellen zwischen 130 Milliarden und 140 Milliarden US-Dollar. Diese Bewertung steht im Kontext des deutlich niedrigeren Umsatzes des Unternehmens: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei etwa 85,2. Zum Vergleich liegt der historische Median bei solchen Unternehmen deutlich niedriger.

Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) lässt sich für Blue Origin nicht berechnen, da das Unternehmen derzeit nicht profitabel arbeitet und auch keinen positiven Cashflow erwirtschaftet. Die hohe Bewertung basiert somit nicht auf aktuellen Erträgen, sondern auf Erwartungen künftigen Wachstums.

Vergleich mit SpaceX: Bewertungslücke deutlich sichtbar

SpaceX, das zwei Jahre nach Blue Origin gegründet wurde, vollzog im Juni 2026 seinen Börsengang. Am ersten Handelstag erreichte der Konkurrent eine Marktkapitalisierung von 1,77 Billionen US-Dollar – mehr als das Zwölffache der aktuellen Bewertung von Blue Origin. Vor dem IPO hatte SpaceX eine Finanzierungsrunde über 75 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

Der Bewertungsunterschied spiegelt die unterschiedliche Marktposition beider Unternehmen wider. SpaceX hat sich mit seiner Falcon-Raketenfamilie und dem Starlink-Satellitennetz bereits einen festen Platz im kommerziellen Raumfahrtmarkt erarbeitet. Blue Origin steht dagegen noch am Anfang seiner kommerziellen Aktivitäten.

Technische Rückschläge verzögern Marktdurchbruch

Blue Origins Schwerlastrakete New Glenn erlitt im Mai 2026 einen Rückschlag, als das Triebwerk während eines statischen Feuertests auf der Startrampe explodierte. Bezos kündigte an, dass das Unternehmen plant, die Starts bis Dezember 2026 wieder aufzunehmen. Branchenbeobachter sehen in der erfolgreichen Rückkehr zum Flugbetrieb eine kritische Voraussetzung dafür, dass Blue Origin im kommerziellen Startmarkt Fuß fassen kann.

Das New-Glenn-Programm ist zentral für die kommerzielle Strategie von Blue Origin. Die Rakete soll in Konkurrenz zu SpaceX' Falcon Heavy treten und sowohl staatliche als auch private Nutzlasten in den Orbit befördern.

Staatliche Verträge als Fundament

Blue Origin hat sich mehrere milliardenschwere Aufträge von der NASA und der US Space Force gesichert. Dazu gehören Projekte im Rahmen des Artemis-Mondprogramms der NASA. Diese staatlichen Verträge liefern stabile Einnahmeströmen und dienten als Grundlage, um externe Investoren anzuziehen.

Die Regierungsaufträge verschaffen Blue Origin eine gewisse Planungssicherheit, reichen aber allein nicht aus, um das Unternehmen in die Gewinnzone zu bringen. Der kommerzielle Markt für Satellitenstarts und Weltraumtourismus bleibt ein entscheidender Wachstumstreiber.

Finanzielle Kennzahlen signalisieren Herausforderungen

Analysen zur finanziellen Stärke von Blue Origin zeichnen ein gemischtes Bild. Der sogenannte GF Score, eine zusammengesetzte Kennzahl zur Bewertung von Rentabilität und Wachstumspotenzial, liegt bei 26 von 100 Punkten. Die Bewertung der Finanzstärke (Financial Strength Rating) erreicht lediglich 2 von 10 Punkten, was auf eine schwache Bilanz und finanzielle Position hindeutet.

Der GF Value, ein Bewertungsmodell, das Kurs und fairen Wert vergleicht, errechnet einen theoretischen Wert von 407,89 US-Dollar bei einem aktuellen Kurs von 4,97 US-Dollar. Diese Differenz deutet auf eine erhebliche Überbewertung hin. Allerdings weisen die Quellen darauf hin, dass der GF Value bei defizitären Unternehmen eher als Richtungswarnung und nicht als präzises Kursziel zu verstehen ist.

Strategische Bedeutung eines Börsengangs

Ein IPO würde Blue Origin eine sichtbare Marktbewertung verschaffen und Investoren einen klareren Maßstab für das breitere Weltraum-Ökosystem bieten, das Bezos aufgebaut hat. Der potenzielle Börsengang folgt auf das SpaceX-IPO im Juni 2026 und würde ein weiteres großes Raumfahrtunternehmen an die öffentlichen Märkte bringen.

Für Bezos persönlich könnte ein IPO die Möglichkeit bieten, einen Teil seiner Investition zu monetarisieren, ohne die Kontrolle über das Unternehmen vollständig aufzugeben. Die externe Finanzierungsrunde 2026 deutet bereits darauf hin, dass Blue Origin seine Kapitalstruktur diversifiziert und sich auf eine mögliche Öffnung für öffentliche Investoren vorbereitet.

Die zeitliche Perspektive von „ein paar Jahren" lässt Raum für weitere operative Fortschritte. Blue Origin könnte diese Zeit nutzen, um New Glenn erfolgreich zu etablieren, weitere Verträge zu sichern und möglicherweise den Weg zur Profitabilität einzuschlagen – Faktoren, die einen Börsengang attraktiver gestalten würden.

Quellen

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