
Bank of America senkt Amazon-Prognose nach Delivery-Leak: Was die internen Dokumente enthüllen
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Bank of America bestätigte am 17. September 2026 das Buy-Rating für Amazon mit einem Kursziel von 320 Dollar, trotz Bekanntwerden der 6,8-Milliarden-Dollar-Investition in Project Mercury.
- Amazon plant laut geleakten internen Dokumenten den Ausbau des Same-Day-Delivery-Netzwerks von aktuell 85 auf über 1.000 Standorte bis 2031, wodurch 80 Prozent der Prime-Mitglieder im Umkreis von 10 Meilen beliefert werden sollen.
- Das Project Mercury soll bis 2030 Cash-flow-positiv werden und über zehn Jahre einen wirtschaftlichen Wert von 7,1 Milliarden Dollar generieren, trotz moderater direkter Renditen.
- Die Expansion zielt direkt auf Walmarts Wettbewerbsvorteil ab: Der Einzelhandelskonzern betreibt rund 5.000 Filialen mit schneller Lieferung für 90 Prozent der US-Bevölkerung im 10-Meilen-Radius.
- Die Amazon-Aktie stieg am 17. September 2026 um 2,30 Prozent auf 251,61 Dollar, nachdem die Details zu Project Mercury öffentlich wurden.
Bank of America bestätigte am 17. September 2026 das Buy-Rating für Amazon-Aktien mit einem Kursziel von 320 Dollar, nachdem interne Planungsdokumente Details zu einem milliardenschweren Ausbau des Same-Day-Liefernetzwerks enthüllten. Analyst Justin Post stufte die strategische Bedeutung des Projekts höher ein als die direkten finanziellen Erträge.
Project Mercury: Amazons Angriff auf Walmarts Liefervorteil
Die geleakten internen Dokumente, über die Business Insider berichtete und die Bank of America am 17. September 2026 analysierte, zeigen das Ausmaß von Project Mercury: Amazon plant den Ausbau seiner Sub-Same-Day-Fulfillment-Zentren von derzeit 85 Standorten auf über 1.000 Standorte bis 2031. Jede Einrichtung soll rund 90.000 der meistverkauften Artikel führen – darunter Haushaltsprodukte, Fresh-Artikel und Medikamente.
Das Ziel: Bis 2031 sollen 80 Prozent der US-Prime-Mitglieder im Umkreis von 10 Meilen Same-Day-Lieferkapazität erhalten. Damit würde Amazon zu Walmart aufschließen, das mit rund 5.000 Filialen bereits 90 Prozent der US-Bevölkerung in diesem Radius bedient. Bank of America bezeichnete Project Mercury in der Analyse vom 17. September 2026 als strategisch entscheidend, um Walmarts wichtigsten Wettbewerbsvorteil bei der schnellen Lieferung zu neutralisieren.
6,8 Milliarden Dollar Investment mit moderaten direkten Erträgen
Die internen Dokumente beziffern den Investitionsbedarf für die ersten drei Jahre auf 6,8 Milliarden Dollar. Über zehn Jahre soll das Projekt einen wirtschaftlichen Wert von 7,1 Milliarden Dollar generieren und ab 2030 Cash-flow-positiv werden. Analyst Post beschrieb die direkten finanziellen Renditen als "modest" – das Investment entspricht weniger als fünf Prozent der jährlichen Einzelhandels-Kapitalausgaben, die Bank of America für Amazon schätzt.
Die strategische Rechtfertigung liegt laut Bank of America in den langfristigen Effekten: Ein dichteres Fulfillment-Netzwerk in Verbindung mit fortschreitender Automatisierung soll die Margen im Einzelhandelsgeschäft über mehrere Jahre verbessern. Post verwies zudem auf Fortschritte bei Amazon Web Services (AWS), proprietären Chips und der Bedrock-Plattform, die Amazon in die Lage versetzen, von Fortschritten in der künstlichen Intelligenz sowohl im Cloud-Computing als auch im Einzelhandel zu profitieren.
Kursziel 320 Dollar trotz aktueller Bewertung bei 251 Dollar
Am 16. September 2026 schloss die Amazon-Aktie bei 247,04 Dollar an der Nasdaq, 0,4 Prozent niedriger als am Vortag. GuruFocus schätzte den inneren Wert auf 248,57 Dollar – die Aktie wurde als marginal unterbewertet eingestuft. Am 17. September 2026 stieg der Kurs um 2,30 Prozent auf 251,61 Dollar, nachdem die Details zu Project Mercury öffentlich wurden.
Bank of America hält das Kursziel von 320 Dollar aufrecht, was einem Aufwärtspotenzial von rund 27 Prozent gegenüber dem Kurs vom 17. September entspricht. Die Begründung: Die Kombination aus Netzwerkausbau, Margenwachstum im Einzelhandel und AI-getriebenen Wachstumschancen rechtfertige die positive Einschätzung.
Divergierende Analystenmeinungen
Nicht alle Analysten teilen den Optimismus. Am 2. Januar 2026 hatte Invictus Origin-Analyst Oliver Rodzianko Amazon auf Hold herabgestuft und auf Bewertungsrisiken sowie makroökonomische Unsicherheiten verwiesen, trotz anerkannter fundamentaler Stärke des Unternehmens. Am 23. Mai 2026 senkte Wells Fargo das Kursziel von 313 auf 312 Dollar, hielt aber an der Overweight-Einschätzung fest und verwies auf wachsendes Marktvertrauen in Unternehmen, die Cloud-Investitionen monetarisieren.
Bank of America hatte bereits am 31. Mai 2026 das Buy-Rating mit einem Kursziel von 310 Dollar bestätigt – das neue Ziel von 320 Dollar vom 17. September 2026 liegt zehn Dollar höher.
Marktumfeld und operative Herausforderungen
Der Kursrückgang am 16. September 2026 fiel zusammen mit zwei operativen Ereignissen: Zum einen meldete Amazon eine AWS-Störung in der Bahrain-Region nach Beschädigungen durch einen Drohnenangriff. Zum anderen kündigte der Konzern deutliche Lohnerhöhungen für die US-Belegschaft an – der neue Mindest-Einstiegslohn liegt bei 20 Dollar pro Stunde, ergänzt um erweiterte Banken- und Lebensmittel-Zusatzleistungen.
Im breiteren Marktkontext notierte der Nasdaq Composite am 18. September 2026 bei 26.522,55 Punkten (plus 0,39 Prozent), während der S&P 500 bei 7.643,13 Punkten lag (plus 0,03 Prozent). Der DAX gab am selben Tag 1,35 Prozent auf 25.311,5 Punkte ab.