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Coinbase plant 24/5 Leveraged Trading: Wie Single-Stock Perpetuals den US-Aktienmarkt verändern könnten
Krypto4 Min. Lesezeit

Coinbase plant 24/5 Leveraged Trading: Wie Single-Stock Perpetuals den US-Aktienmarkt verändern könnten

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Coinbase Derivatives reichte am 17. September 2026 bei der CFTC einen Antrag auf Zulassung von Single-Stock Perpetual Futures für US-Händler ein, der rund 50 bis 60 Einzelaktien umfassen soll.
  • Die geplanten Kontrakte würden 24 Stunden täglich an fünf Wochentagen Handel mit gehebeltem Exposure auf Aktien wie Apple, Microsoft, Tesla und Nvidia ermöglichen, ohne dass Händler die zugrundeliegenden Wertpapiere besitzen oder Aktionärsrechte erhalten.
  • Coinbase verfolgt eine duale Regulierungsstrategie: Am 1. September 2026 registrierte sich das Unternehmen bei der SEC als nationale Wertpapierbörse (Form 1-N), bevor es die CFTC-Zulassung für die Derivate-Seite beantragte.
  • Im März 2026 lancierte Coinbase bereits Single-Stock Perpetuals für internationale Händler außerhalb der USA, nachdem das Unternehmen im Juli 2025 CFTC-regulierte Krypto-Perpetuals für US-Kunden eingeführt hatte.
  • Der Antrag würde einen US-Derivatemarkt wiederbeleben, der seit der Einstellung des Handels bei OneChicago im Jahr 2020 praktisch inaktiv ist.
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Coinbase Derivatives hat am Freitag, 17. September 2026, bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen Antrag auf Zulassung von Single-Stock Perpetual Futures eingereicht. Das Vorhaben würde US-Händlern erstmals Zugang zu gehebelten Derivatekontrakten auf Einzelaktien ermöglichen, die rund um die Uhr gehandelt werden können.

Die geplanten Kontrakte unterscheiden sich fundamental von klassischen Aktieninvestments: Händler würden wirtschaftliches Exposure auf die Kursentwicklung einzelner Aktien erhalten, ohne die zugrundeliegenden Wertpapiere zu besitzen oder Aktionärsrechte zu erwerben. Das initiale Produktangebot soll laut Einreichung 50 bis 60 Einzelaktien umfassen, darunter explizit Apple, Microsoft, Tesla und Nvidia.

24/5-Handel ohne Verfallsdatum

Die Produktstruktur orientiert sich am Modell der Perpetual Futures, die bereits im Kryptomarkt dominant sind. Ein Perpetual Future ist ein Derivatekontrakt ohne festgelegtes Verfallsdatum, der die Preisbewegung eines Basiswerts nachbildet. Im Unterschied zu traditionellen Futures mit quartalsweisen Fälligkeitsterminen bleiben diese Kontrakte unbegrenzt offen.

Coinbase plant einen Handelszeitraum von 24 Stunden täglich an fünf Wochentagen. Händler könnten somit außerhalb der regulären Börsenzeiten auf Kursbewegungen von US-Aktien reagieren. Die Kontrakte würden gehebelte Positionen ermöglichen, wobei die genauen Margin-Anforderungen noch nicht spezifiziert wurden. Ein Finanzierungsmechanismus (Funding-Zahlungen) soll sicherstellen, dass die Kontraktpreise eng an den Kursen der zugrundeliegenden Aktien ausgerichtet bleiben.

Duale Regulierungsstrategie: SEC und CFTC

Coinbase verfolgt für die Markteinführung eine zweigleisige Zulassungsstrategie. Single-Stock Futures befinden sich regulatorisch an der Schnittstelle zwischen Wertpapier- und Derivateaufsicht, da ihr Wert direkt an börsennotierte Unternehmen gekoppelt ist.

Am 1. September 2026 registrierte Coinbase Derivatives bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ein Formular 1-N, um als nationale Wertpapierbörse für Security Futures Products anerkannt zu werden. Parallel dazu reichte die Brokerage-Einheit des Unternehmens Formulare BD-N ein. Diese SEC-Registrierung schafft die wertpapierrechtliche Grundlage für Produkte, deren Wert an börsennotierte Einzelunternehmen gebunden ist.

Die CFTC-Einreichung vom 17. September 2026 adressiert die derivaterechtliche Seite. Coinbase beantragt dort konkret die Zulassung für die Listung der Kontrakte, die Genehmigung von Handelsregeln sowie der erforderlichen Überwachungsprotokolle. Das Unternehmen klassifiziert die geplanten Produkte als Single-Stock Futures unter CFTC-Jurisdiktion und nutzt damit eine bestehende Regulierungskategorie, die es an das Perpetual-Format anpasst.

Internationale Testphase seit März 2026

Coinbase sammelte bereits operative Erfahrung mit dem Produkttyp: Im März 2026 führte das Unternehmen Single-Stock Perpetual Futures für berechtigte internationale Händler ein, darunter Kontrakte auf Apple und Nvidia. US-Personen waren von diesem Angebot explizit ausgeschlossen. Die internationale Testphase lief somit rund sechs Monate, bevor Coinbase die US-Zulassung beantragte.

Noch früher, am 21. Juli 2025, lancierte Coinbase über seine Einheit Coinbase Financial Markets (CFM) CFTC-regulierte Perpetual Futures auf Kryptowährungen für US-Kunden. Diese Zulassung etablierte einen regulatorischen Präzedenzfall innerhalb der CFTC für Perpetual-Strukturen. Nach Angaben aus dem Juli 2025 entfallen rund 90 Prozent des globalen Handelsvolumens im Krypto-Derivatemarkt auf Perpetual Futures.

Wiederbelebung eines brachliegenden US-Marktes

Der Antrag zielt auf einen Derivatemarkt, der in den USA praktisch zum Erliegen kam. Single-Stock Futures existierten bereits in der US-Marktstruktur, wurden jedoch inaktiv, nachdem die Plattform OneChicago den Handel im Jahr 2020 einstellte. Coinbase unternimmt somit den Versuch, eine bestehende Produktkategorie wiederzubeleben, statt ein völlig neues Instrument zu schaffen.

Der regulatorische Ansatz unterscheidet sich bewusst von der Behandlung als Krypto-ähnliches Derivat. Coinbase nutzt die für Security Futures bereits etablierte Regulierungsstruktur und passt diese an ein Perpetual-Format an. Dies spiegelt die Absicht, eng mit beiden Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten.

Abgrenzung zu verwandten Produkten

Single-Stock Perpetual Futures unterscheiden sich von tokenisierten Aktien, die durch tatsächliche Wertpapiere hinterlegt sind. Händler würden mit den Coinbase-Kontrakten kein Eigentum an Apple-, Tesla- oder Nvidia-Aktien erwerben.

Ebenso besteht keine Gleichstellung mit direktem Aktienbesitz: Händler erhalten wirtschaftliches Exposure auf den Aktienkurs eines Unternehmens, werden jedoch nicht zu Anteilseignern und erhalten keine mit dem Besitz der zugrundeliegenden Aktien verbundenen Rechte wie Stimmrechte oder Dividenden.

Im Vergleich zu traditionellen Equity Futures mit festen Verfallsterminen weisen Perpetual Contracts kein Ablaufdatum auf. Stattdessen sorgt ein Finanzierungsmechanismus für die Preisangleichung zwischen Kontrakt und Basiswert.

Regulierungsstatus und Marktausblick

Die CFTC-Einreichung befindet sich zum heutigen Zeitpunkt (19. September 2026) im Prüfverfahren. Eine Genehmigungsentscheidung liegt noch nicht vor. Die Zulassung würde bestimmen, ob und unter welchen Bedingungen diese Kontrakte US-Kunden angeboten werden können.

Sollte die CFTC den Antrag genehmigen, würde dies eine neue Produktkategorie im US-Derivatemarkt etablieren und Händlern Zugang zu gehebelten Aktienpositionen außerhalb regulärer Börsenzeiten verschaffen. Die duale Regulierungsstrategie mit SEC- und CFTC-Einbindung zeigt, wie Krypto-Börsen zunehmend traditionelle Finanzprodukte in ihre Plattformen integrieren.

Quellen

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