
Amazon CEO Andy Jassy mit 15-Wort-Aussage: Warum Nvidias größtes Risiko eliminiert sein könnte
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Andy Jassy erklärte am 19. September 2026, Amazon werde AWS weiterhin zum besten Ort für den Betrieb von Nvidia-Chips machen, trotz der Entwicklung eigener KI-Chips.
- In seinem Aktionärsbrief vom 9. April 2026 bezeichnete Jassy Amazons Chip-Geschäft als brennend erfolgreich und kündigte an, dass eine Verschiebung weg von der bisherigen Nvidia-Dominanz in der KI begonnen habe.
- Amazons Trainium2-Chip liefert laut Jassy rund 30 Prozent bessere Preis-Leistung als vergleichbare GPUs und war im April 2026 weitgehend ausverkauft.
- Jassy bezifferte das Marktpotenzial von Amazons Chip-Geschäft auf 50 Milliarden Dollar und stellte damit eine direkte Konkurrenz zu Nvidias Expansionsplänen dar.
- Amazon erwägt erstmals den direkten Verkauf von Chip-Racks an Drittparteien, nachdem das Unternehmen solche Anfragen bisher abgelehnt hatte.
- Analysten interpretieren Jassys September-Aussage als Hinweis darauf, dass die hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung Raum für mehrere Anbieter bietet und Amazon nicht zwingend Marktanteile von Nvidia übernehmen muss.
Amazon-Chef Andy Jassy erklärte am 19. September 2026, dass Amazon die AWS-Plattform weiterhin zum "besten Ort für den Betrieb von Nvidia-Chips" machen werde. Die 15-Wort-Aussage überrascht, weil Jassy zuvor die hauseigenen KI-Chips von Amazon als überlegene Alternative zu Nvidia positioniert hatte. Analysten werten die Zusage als Signal, dass Nvidias größtes Risiko – der Verlust wichtiger Cloud-Partner an deren Eigenentwicklungen – möglicherweise geringer ausfällt als befürchtet.
Vom aggressiven Wettbewerber zum strategischen Partner
In seinem Aktionärsbrief vom 9. April 2026 hatte Jassy noch deutlich schärfere Töne angeschlagen. Er bezeichnete Amazons Chip-Geschäft als "on fire" und erklärte: "Praktisch alle KI wurde bisher auf Nvidia-Chips durchgeführt, aber eine neue Verschiebung hat begonnen." Beobachter werteten dies als die öffentlich aggressivste Aussage eines großen Nvidia-Konkurrenten über die Verdrängung von Nvidia im KI-Computing.
Die Doppelstrategie – eigene Chips entwickeln und gleichzeitig Nvidia als Partner stärken – erscheint zunächst widersprüchlich. Tatsächlich verfolgt Amazon damit zwei Ziele: Die Eigenentwicklung senkt Kosten für interne Workloads, während AWS-Kunden weiterhin Zugang zu Nvidia-Hardware benötigen. Die Cloud-Plattform AWS (Amazon Web Services) bietet Unternehmen Rechenleistung und Speicherplatz über das Internet an, ohne dass diese eigene Server betreiben müssen.
Amazons Chip-Portfolio: Trainium als Nvidia-Alternative
Amazon hat drei Generationen seiner Trainium-Chips entwickelt. Der Trainium2, Amazons zweite KI-Chip-Generation, liefert laut Jassy rund 30 Prozent bessere Preis-Leistung als vergleichbare Grafikkarten und war im April 2026 weitgehend ausverkauft. Der Trainium3 begann Anfang 2026 mit der Auslieferung und bietet weitere 30 bis 40 Prozent Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgänger.
Für den Trainium4, dessen breite Verfügbarkeit für etwa Ende 2027 erwartet wird, wurden bereits erhebliche Kontingente reserviert. Jassy bezifferte das Marktpotenzial von Amazons Chip-Geschäft auf 50 Milliarden Dollar – eine direkte Ansage an Nvidia-Gründer Jensen Huang, der für Nvidia einen neuen 200-Milliarden-Dollar-Markt im Verkauf von Prozessoren für KI-Anwendungen ausgerufen hatte.
Verkauf an Drittparteien: Neue Konkurrenz für Nvidia
Im Juni 2026 konkretisierte Jassy die Pläne: "Während wir Anfragen zum direkten Verkauf von Chips historisch abgelehnt haben, ist es durchaus möglich, dass wir in Zukunft Racks davon an Drittparteien verkaufen werden." Die Nachfrage nach Amazons Chips sei so hoch, dass dieser Schritt realistisch erscheine. Ein solcher Direktvertrieb würde Amazon vom reinen AWS-Anbieter zum Hardware-Lieferanten machen und die Konkurrenz zu Nvidia verschärfen.
Ein Rack bezeichnet in der IT-Branche ein standardisiertes Gehäuse, in dem Server und andere Hardware platzsparend untergebracht werden. Der Verkauf kompletter Chip-Racks würde es anderen Unternehmen ermöglichen, Amazons KI-Prozessoren außerhalb der AWS-Plattform zu nutzen.
Markteinschätzung: Raum für mehrere Gewinner
Die scheinbare Kehrtwende in Jassys Rhetorik – von der aggressiven Konkurrenzansage im April zur Partnerschaftsbekräftigung im September – lässt sich durch die Marktdynamik erklären. Analysten verweisen darauf, dass die Nachfrage nach KI-Rechenleistung so hoch sei, dass mehrere Anbieter parallel wachsen könnten. Amazon müsse Nvidia nicht zwingend Marktanteile abnehmen, um selbst erfolgreich zu sein.
Die Doppelstrategie könnte sich für beide Unternehmen auszahlen: Amazon optimiert Kosten durch eigene Chips für interne Projekte und AWS-Kunden, die Preis-Leistung priorisieren. Nvidia bleibt Partner für leistungshungrige Anwendungen, bei denen absolute Rechenpower über Kosteneffizienz steht. Jassys September-Aussage signalisiert, dass Amazon diese Koexistenz aktiv anstrebt – und damit das Risiko eines offenen Bruchs mit Nvidia vermeidet.
Bedeutung für Nvidia-Anleger
Für Nvidia-Aktionäre mindert Jassys Bekenntnis das Risiko, dass große Cloud-Anbieter ihre Plattformen vollständig auf Eigenentwicklungen umstellen. AWS gilt als einer der wichtigsten Vertriebskanäle für Nvidias Datacenter-GPUs. Sollte Amazon tatsächlich langfristig sowohl eigene Chips als auch Nvidia-Hardware anbieten, bliebe Nvidias Zugang zu diesem Absatzmarkt erhalten – wenn auch möglicherweise mit geringeren Wachstumsraten als bisher.
Die Nasdaq schloss am 18. September 2026 bei 26.522,55 Punkten mit einem Plus von 0,39 Prozent. Konkrete Kursreaktionen auf Jassys Aussage liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor.
Quellen
- These 15 Words From Amazon’s Andy Jassy May Eliminate Nvidia’s Biggest Risk | The Motley Fool
- Amazon CEO Andy Jassy affirms long-term reliance on Nvidia chips even as in-house AI silicon scales past $20B
- Amazon hopes to challenge Nvidia more directly by selling its AI chips | TechCrunch
- Andy Jassy is so bullish on Amazon's chips that he took a rare shot at Nvidia
- Amazon's Chip Business Is Worth $50 Billion — Jassy Threatens Nvidia With Open Sales | AI & Intelligence | Vucense