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US-Staatsverschuldung nähert sich 40 Billionen Dollar: Risiken für DACH-Anleger
Märkte19. August 2026· 4 Min. Lesezeit

US-Staatsverschuldung nähert sich 40 Billionen Dollar: Risiken für DACH-Anleger

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Die US-Staatsverschuldung beträgt am 19. August 2026 rund 40 Billionen Dollar, ein Anstieg von etwa 2,7 Billionen Dollar innerhalb von zwei Jahren seit dem Fiskaljahr 2024.
  • Im ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit (2025–2026) kamen rund 2,25 Billionen Dollar hinzu – die schnellste Wachstumsrate außerhalb der Pandemie.
  • Die USA zahlen 2026 etwa eine Billion Dollar allein für den Schuldendienst, rechnerisch fließt jeder fünfte eingenommene Steuerdollar an Gläubiger statt in staatliche Aufgaben.
  • Inländische Gläubiger halten rund 30 Billionen Dollar (77 Prozent) der US-Schulden, während ausländische Investoren weniger als ein Viertel (etwa 9 Billionen Dollar) halten.
  • Die Federal Reserve hält 4,4 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen – mehr als die drei größten ausländischen Gläubiger Japan, Großbritannien und China zusammen.
  • Kapitalmarktexperten empfehlen, 5–15 Prozent des Portfolios in physisches Gold zu investieren, um systemische Risiken abzufedern.
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Die US-Staatsverschuldung erreicht am 19. August 2026 rund 40 Billionen Dollar. Binnen zwei Jahren ist der Schuldenberg um etwa 2,7 Billionen Dollar gewachsen – von 36,2 Billionen im Fiskaljahr 2024 auf heute knapp 40 Billionen. Der Markt für US-Staatsanleihen hat sich seit 2007 versiebenfacht: von 4,5 Billionen auf über 31 Billionen Dollar.

Schulden wachsen um 8 Milliarden Dollar – pro Tag

Die Schuldenuhr läuft ungebremst. Pro Sekunde kommen 25.178 Dollar hinzu, pro Tag durchschnittlich 8 Milliarden Dollar. Im ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit (2025–2026) wuchsen die Schulden um 2,25 Billionen Dollar – die schnellste Wachstumsrate außerhalb der Pandemie. Zum Vergleich: In Trumps erster Amtszeit (2017–2021) stiegen die Schulden um mehr als 8 Billionen Dollar, unter Joe Biden bis Ende 2025 um rund 7 Billionen Dollar.

Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei etwa 114.575 bis 117.000 US-Dollar pro Einwohner – ohne private Verbindlichkeiten. Bei rund 343 Millionen Einwohnern verteilt sich der Schuldenberg auf eine wachsende Bevölkerung, doch die absolute Last steigt schneller als die Wirtschaftsleistung.

Eine Billion Dollar Zinslast – jeder fünfte Steuerdollar für Gläubiger

Im Jahr 2026 zahlen die USA etwa eine Billion Dollar allein für den Schuldendienst. Diese Summe übersteigt sowohl den gesamten Verteidigungshaushalt als auch die Ausgaben für Medicaid, das staatliche Gesundheitsprogramm. Rechnerisch fließt jeder fünfte eingenommene Steuerdollar an die Gläubiger statt in Infrastruktur, Bildung oder Verteidigung. Monatlich fallen etwa 88 Milliarden Dollar an Zinskosten an.

Die Haupttreiber der Verschuldung sind neben den Zinskosten massive Rüstungsausgaben, Konjunkturprogramme und internationale Konflikte. Allein im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg werden 200 Milliarden Dollar neue Kosten genannt. Die Zinslast überschritt 2025 erstmals die Marke von einer Billion Dollar pro Jahr.

Wer hält die 40 Billionen Dollar?

Die Gläubiger-Struktur zeigt: Die USA finanzieren sich überwiegend selbst. Laut Daten des US-Finanzministeriums, der Federal Reserve und des Joint Economic Committee vom 19. März 2026 halten inländische Gläubiger etwa 30 Billionen Dollar – rund 77 Prozent der Gesamtschuld. Ausländische Investoren besitzen weniger als ein Viertel, etwa 9 Billionen Dollar.

Größter Einzelhalter unter den inländischen Gläubigern sind Investmentfonds und Pensionskassen mit 6,6 Billionen Dollar. Die Federal Reserve hält 4,4 Billionen Dollar – mehr als die drei größten ausländischen Gläubiger Japan, Großbritannien und China zusammen. Die sogenannte Intragovernmental Debt, Schulden des Staates gegenüber dem Sozialversicherungssystem, beläuft sich auf etwa 7,6 Billionen Dollar.

Unter den ausländischen Gläubigern führt Japan die Liste an, gefolgt von Großbritannien und China. Größter privater Einzelhalter ist Warren Buffett: Seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway hielt im vierten Quartal 2025 insgesamt 339 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen.

Schuldenquote bei 125 Prozent – im internationalen Vergleich

Gemessen an der jährlichen Wirtschaftsleistung liegt die US-Staatsverschuldung bei rund 125 Prozent. Im internationalen Vergleich ist das zwar hoch, aber kein extremer Ausreißer. Japan führt die Rangliste der großen Volkswirtschaften mit etwa 204 Prozent an. Mehrere europäische Länder liegen ebenfalls über den USA.

Ein entscheidender Unterschied: Die USA verschulden sich in ihrer eigenen Währung, dem US-Dollar, den sie selbst emittieren. Der Dollar bleibt mit rund 58 Prozent der weltweiten Währungsreserven die dominierende Reservewährung. Eine gleichwertige Alternative ist nicht in Sicht. Länder wie Japan zeigen, dass eine Schuldenquote über 100 Prozent über Jahrzehnte tragfähig sein kann, ohne dass ein Land zahlungsunfähig wird.

Warnungen und Risiken für Anleger

Der ehemalige US-Finanzminister Henry Paulson warnte im April 2026 vor einem gefährlichen Kontrollverlust am Bondmarkt mit potenziell fatalen Folgen. Warnungen vor einem „Schulden-Endspiel" gibt es seit Jahrzehnten, ohne dass es bislang eingetreten ist. Experten sind sich nicht einig, welche konkreten Auswirkungen die kontinuierlich wachsende Staatsverschuldung haben wird.

Strukturelle Faktoren federn die Belastung ab: Ein großer Teil der Schuld wird inländisch gehalten, der Dollar dominiert die weltweiten Währungsreserven, und die USA emittieren die Währung selbst. Dennoch steigt die Abhängigkeit von niedrigen Zinsen. Bereits moderate Zinsanstiege erhöhen die Schuldenlast spürbar.

Diversifikation mit Gold – was Experten raten

Viele Kapitalmarktexperten empfehlen, 5–15 Prozent des Portfolios in physisches Gold zu investieren, um systemische Risiken zu mindern. Gold dient als Wertspeicher und Inflationsschutz in Krisenzeiten. Die Empfehlung richtet sich insbesondere an Anleger, die eine Diversifikation außerhalb des Dollar-Systems suchen.

Für DACH-Anleger bleibt die US-Staatsverschuldung relevant: US-Staatsanleihen sind in vielen internationalen Fonds und ETFs enthalten. Die Entwicklung der Zinsen und der Schuldenquote beeinflusst die Renditen von Anleihenportfolios, aber auch die Bewertung von Aktien und alternativen Anlagen. Die Statista-Prognose für 2026 lag bei etwa 40,73 Billionen Dollar – ein Wert, der nun erreicht ist.

Ob die Schulden langfristig tragfähig bleiben, hängt vom Vertrauen der Gläubiger ab. Solange der Dollar als Reservewährung unangefochten bleibt und Anleger US-Staatsanleihen als sicheren Hafen betrachten, bleibt das System stabil. Die Frage ist, wie lange diese Voraussetzungen gelten.

Quellen

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