
Trump kündigt 50% Zölle auf kanadische Autos an: Diese ETFs sind jetzt besonders betroffen
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- US-Präsident Donald Trump kündigte am 24. August 2026 per Truth Social Zölle von 50 Prozent auf kanadische Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl an, die ab 1. Januar 2027 gelten sollen.
- Ford-Aktien fielen am 24. August 2026 um 4 Prozent auf 13,87 US-Dollar, Stellantis-Aktien um 4 Prozent auf 5,19 US-Dollar und General Motors-Aktien um 2 Prozent auf 86,28 US-Dollar.
- Der Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (NASDAQ: DRIV) sank am 24. August 2026 um 2 Prozent auf 34,25 US-Dollar.
- Die angekündigten 50-Prozent-Zölle würden eine Verdopplung gegenüber den derzeit geltenden 25-Prozent-Zöllen auf importierte Autos, Lastwagen und Autoteile darstellen.
- In Kanada produzieren fünf große Automobilkonzerne: Honda, Toyota, Ford, General Motors und Stellantis.
US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag, 24. August 2026, per Truth Social Zölle von 50 Prozent auf kanadische Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl an, die ab 1. Januar 2027 gelten sollen. Die Ankündigung erfolgte zwei Tage nach dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada am 22. August 2026. Trump begründete die Maßnahme damit, dass Kanada die Vereinigten Staaten „seit Jahren ausbeute", und kündigte eine Ausnahme an: „Baut in den USA, dann gibt es KEINE ZÖLLE."
Verdopplung der bestehenden Importabgaben
Die angekündigten 50-Prozent-Zölle würden eine Verdopplung gegenüber den derzeit geltenden Zöllen darstellen. Die USA erheben aktuell 25 Prozent Zölle auf importierte Autos, Lastwagen und Autoteile gemäß Abschnitt 232 des „Trade Expansion Acts" von 1962. Bei Stahl, Aluminium und Kupfer betragen die bestehenden Importabgaben 10 bis 50 Prozent.
Die Ankündigung der Autozölle erfolgte einen Tag, nachdem Trump am Samstag, 24. August 2026, erste Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von etwa 20 Milliarden US-Dollar verhängt hatte. Diese betreffen Hockeyschläger, Möbel, Milchprodukte, Wein, alkoholische Getränke, Honig und Sperrholz. Die Zölle gelten unabhängig vom nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA und traten sofort in Kraft.
Marktreaktionen: Automobilaktien und ETFs unter Druck
Am 24. August 2026 reagierten die Märkte mit deutlichen Kursverlusten auf die Zollankündigung. Ford-Aktien fielen um 4 Prozent auf 13,87 US-Dollar. Stellantis-Aktien sanken ebenfalls um 4 Prozent auf 5,19 US-Dollar. General Motors-Aktien gaben um 2 Prozent auf 86,28 US-Dollar nach.
Der Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (NASDAQ: DRIV) – ein börsengehandelter Indexfonds, der in Unternehmen investiert, die autonome Fahrzeuge und Elektromobilität entwickeln – verlor am selben Tag 2 Prozent und schloss bei 34,25 US-Dollar. Dieser ETF bildet Unternehmen ab, die in der gesamten Wertschöpfungskette des Automobilsektors tätig sind, von Zulieferern bis zu Herstellern.
Auch kanadische Vermögenswerte waren betroffen: Der kanadische Dollar fiel um 0,4 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Der iShares MSCI Canada ETF (EWC), der ein Engagement in den kanadischen Aktienmarkt ermöglicht, sank um 0,2 Prozent.
Diese Automobilhersteller produzieren in Kanada
In Kanada produzieren fünf große Automobilkonzerne: Honda, Toyota, Ford, General Motors und Stellantis. Diese Unternehmen sind auf grenzüberschreitende Lieferketten zwischen den USA, Kanada und Mexiko angewiesen. Ein 50-Prozent-Zoll würde die Produktionskosten für in Kanada hergestellte Fahrzeuge und Komponenten erheblich erhöhen.
Manager aus der Automobilbranche zeigten sich skeptisch gegenüber der Umsetzung der Drohung. Sie wiesen darauf hin, dass Trump bereits früher hohe Zölle angekündigt habe, die dann nie umgesetzt worden seien. Da der geplante Termin (1. Januar 2027) deutlich nach den US-Zwischenwahlen im November liegt, könnte Trumps Drohung darauf abzielen, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.
Kanada kündigt Vergeltungsmaßnahmen an
Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte am Wochenende nach den ersten 50-Prozent-Zöllen Gegenmaßnahmen an und sprach von einem Handelskrieg: „Man befindet sich im Krieg, wenn man angegriffen wird. Wir wurden angegriffen." Kanada kündigte an, neue US-Zölle „Dollar für Dollar" zu spiegeln. Zum 8. September 2026 sollen kanadische Gegenzölle auf US-Stahl, Milchprodukte, Papierprodukte, Agrarmaschinen sowie Elektronik und Haushaltsgeräte in Kraft treten.
Nach der Ankündigung der automobilbezogenen Zölle am 24. August 2026 kündigte Kanada für Dienstag, 26. August 2026, offizielle Vergeltungszölle an. Carney signalisierte gleichzeitig Verhandlungsbereitschaft und erklärte, ein für beide Seiten vorteilhaftes Abkommen sei weiterhin möglich.
Warnungen von Wirtschaftsverbänden
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnte am 24. August 2026 vor besorgniserregenden Signalen für deutsche Unternehmen. Handelsexpertin Melanie Vogelbach erklärte: „Eine weitere Eskalation und Ausweitung der Zölle könnte auch deutsche Unternehmen treffen, die in Nordamerika produzieren und auf eng verzahnte grenzüberschreitende Lieferketten angewiesen sind." Die Kammer warnte vor Unterbrechungen wichtiger Lieferketten und möglichen Investitionsbremsen in die Region.
Der einflussreiche Unternehmensverband Business Roundtable – zu dessen Mitgliedern General Motors, FedEx, Visa Inc. und AMD zählen – warnte am 24. August 2026, dass neue Zölle und Vergeltungsmaßnahmen „die Gefahr bergen, die Kosten für amerikanische Unternehmen und Familien zu erhöhen, wichtige Lieferketten zu unterbrechen und die bedeutenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada zu beeinträchtigen".
Experten warnen vor einem Teufelskreis, der am Ende vor allem Unternehmen sowie Verbraucher treffen könnte. Die neuen Zölle könnten letztlich von amerikanischer und kanadischer Bevölkerung getragen werden. US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Verhandlungen zwischen Kanada und den USA liefen weiter. Er habe erwartet, dass beide Länder ihre Handelsstreitigkeiten hätten beilegen können, doch Kanada habe „unzumutbare" Forderungen gestellt.