
KI-Agenten untergraben Geschäftsmodell von Amazon, Uber und DoorDash – Analysten sehen Blockaden als gerechtfertigt
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Externe KI-Agenten könnten als digitale Assistenten fungieren und direkt zwischen Verbrauchern und Anbietern vermitteln, ohne dass Plattformen wie Amazon, Uber oder DoorDash besucht werden.
- Amazon, Delta Air Lines, JPMorgan Chase und Charles Schwab setzen auf technische Kontrollen, vertragliche Einschränkungen und rechtliche Drohungen, um den Zugang von KI-Agenten zu ihren Diensten zu beschränken.
- Laut einer Analyse von Citrini Research könnten KI-Agenten Lieferdienste wie DoorDash vollständig umgehen und direkt mit Restaurants Geschäfte zu Provisionen von etwa 7 Prozent abwickeln – deutlich unter den üblichen Vermittlungsgebühren.
- Bernstein argumentiert, dass die Blockaden nachvollziehbar sind, da die etablierten Aggregatoren über Jahre erhebliche Investitionen in Technologie, Logistik und Kundenbindung getätigt haben.
- Regulierungsbehörden könnten eingreifen, wenn Plattformen ihre marktbeherrschende Stellung nutzen, um Wettbewerber systematisch auszuschließen.
Plattformen wie Amazon, Uber und DoorDash stehen vor einer neuen Herausforderung: Künstliche Intelligenz-Agenten von Drittanbietern könnten künftig direkt zwischen Verbrauchern und Anbietern vermitteln und damit das bisherige Geschäftsmodell der Aggregatoren unterlaufen. Analysten der Investmentbank Bernstein sehen die technischen und rechtlichen Blockaden, die einige Unternehmen bereits errichtet haben, derzeit als gerechtfertigt an.
Der Kampf um den Kundenzugang
Im Kern geht es um die Frage, wer künftig den direkten Zugang zum Kunden kontrolliert. Externe KI-Agenten könnten als digitale Assistenten fungieren, die im Auftrag der Nutzer Preise vergleichen, Buchungen vornehmen oder Bestellungen aufgeben – ohne dass der Kunde selbst die Plattformen von Amazon, Uber oder DoorDash besucht. Die Aggregatoren würden damit zu austauschbaren Zulieferern degradiert, während die KI-Agenten die Schnittstelle zum Endkunden besetzen.
Diese Konstellation ist nicht neu. Bereits im November 2025 analysierte das Technologiemagazin The Verge die zentrale Frage „Who owns the customer?" für Dienstleistungsunternehmen der App-Ära, darunter Uber, Lyft, Airbnb und weitere. Branchenbeobachter rechneten damals damit, dass Unternehmen versuchen würden, KI-Agenten komplett zu blockieren, anstatt Kunden an diese Vermittler abzutreten.
DoorDash besonders gefährdet
Besonders verwundbar erscheint der Essenslieferdienst DoorDash. Laut einer Analyse von Citrini Research vom 16. Oktober 2026 könnten KI-Agenten Lieferdienste vollständig umgehen und direkt mit Restaurants Geschäfte abwickeln. Die Provisionen lägen dann bei etwa 7 Prozent – deutlich unter den üblichen Vermittlungsgebühren, die DoorDash erhebt. Die KI-Agenten würden in diesem Szenario eigenständig Restaurants kontaktieren, Bestellungen aufgeben und möglicherweise auch die Lieferung organisieren, ohne dass DoorDash als Zwischenhändler benötigt wird.
Technische Barrieren bereits im Einsatz
Mehrere große Unternehmen haben bereits Gegenmaßnahmen ergriffen. Amazon, Delta Air Lines, JPMorgan Chase und Charles Schwab setzen laut einem Bericht von aigovernance.com vom 17. Oktober 2026 auf technische Kontrollen, vertragliche Einschränkungen und rechtliche Drohungen, um den Zugang von KI-Agenten zu ihren Diensten zu beschränken. Die technischen Maßnahmen reichen von der Erkennung und Blockierung automatisierter Zugriffe bis hin zu Änderungen in den Nutzungsbedingungen, die den Einsatz von Drittanbieter-Software untersagen.
Begründung der Analysten
Bernstein argumentiert, dass die Blockaden zumindest vorerst nachvollziehbar sind, da die KI-Agenten das Geschäftsmodell der Aggregatoren direkt angreifen. Die Plattformen haben über Jahre hinweg erhebliche Investitionen in Technologie, Logistik und Kundenbindung getätigt. Amazon baute ein umfassendes Logistiknetzwerk auf, Uber und DoorDash etablierten Fahrer- und Lieferantennetzwerke. Diese Infrastruktur könnten externe KI-Agenten nutzen, ohne selbst vergleichbare Investitionen zu tätigen.
Die Investmentbank sieht die Bedrohung dort am größten, wo die Aggregatoren besonders stark positioniert sind: bei der Bündelung von Angeboten und der Vereinfachung des Auswahlprozesses für Verbraucher. Genau diese Funktion könnten KI-Agenten übernehmen – allerdings ohne die Provisionen und Werbeeinnahmen, die heute den Kern der Erlösmodelle bilden.
Langfristige Perspektive unklar
Wie dauerhaft die derzeitigen Blockaden sein können, bleibt offen. Regulierungsbehörden könnten auf den Plan treten, wenn Plattformen ihre marktbeherrschende Stellung nutzen, um Wettbewerber systematisch auszuschließen. Zudem entwickelt sich die Technologie der KI-Agenten rasant weiter. Sollten sie sich als Standard-Schnittstelle zwischen Verbrauchern und digitalen Diensten etablieren, könnten Plattformen gezwungen sein, ihre Strategie anzupassen – oder Marktanteile zu verlieren.
Die Auseinandersetzung zwischen etablierten Aggregatoren und aufstrebenden KI-Vermittlern dürfte die nächsten Jahre prägen. Für Anleger stellt sich die Frage, welche Geschäftsmodelle in diesem Umfeld langfristig Bestand haben und welche Unternehmen flexibel genug sind, sich auf veränderte Kundenschnittstellen einzustellen.
Quellen
- Should Aggregators block AI Agents?
- Should Aggregators block AI Agents?
- Should Aggregators block AI Agents? | Economy News | finwire.io
- DoorDash Moat Under Threat? Citrini Research Warns Consumer AI Agents Could Bypass Delivery Apps Altogether
- Amazon, JPMorgan, and Delta Block AI Agents, Exposing…
- The DoorDash problem arrives for Amazon | The Verge