
Covered Calls Strategie: So erhöhst du planbar dein Depot Einkommen
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Covered Calls Strategie: So erhöhst du planbar dein Depot Einkommen
Eine Covered Calls Strategie bedeutet, dass du eine Kaufoption auf Aktien verkaufst, die du bereits besitzt. Dafür erhältst du eine Prämie und verpflichtest dich, die Titel zum vereinbarten Ausübungspreis zu liefern, falls der Kurs steigt. So kannst du dein Depot Einkommen erhöhen, ohne bestehende Bestände aufzulösen.
Die Covered Calls Strategie erzeugt Zusatzeinkommen in seitwärts laufenden oder leicht steigenden Märkten und eignet sich gut für den Einstieg in den Optionshandel. Genau deshalb greifen viele Privatanleger im ersten Jahr zu dieser Methode.
Covered Call Strategie erklärt
Beim gedeckten Verkauf kombinierst du zwei Bausteine: den Besitz eines Basiswerts und den Verkauf einer Kaufoption darauf. Der Begriff "covered" beschreibt genau diese Deckung.
Weil die Aktien im Depot liegen, kannst du die Lieferverpflichtung jederzeit erfüllen. Genau darin liegt der Unterschied zum Naked Call, bei dem die Deckung fehlt.
Woher der Name kommt
Verkaufst du eine Kaufoption ohne den passenden Aktienbestand, entsteht ein Naked Call mit theoretisch unbegrenztem Verlust. Deckst du dieselbe Position mit 100 Anteilen pro Kontrakt, wird daraus ein gedeckter Short Call.
Das Verhältnis von Bestand zu verkaufter Position entscheidet, ob dein Geschäft sauber gedeckt ist.
Die Covered Calls Strategie im Kern
Ein Covered Call ist eine Optionsstrategie, bei der du gegen Prämie das Recht abgibst, deine Aktien zu einem festen Kurs zu kaufen. Du bleibst Eigentümer, solange der Aktienkurs unter dem Strike bleibt.
Steigt er darüber, werden deine Anteile zum Strike-Preis verkauft. Der maximale Gewinn ist damit begrenzt, das Zusatzeinkommen jedoch sofort verbucht.
Die Rolle des Stillhalters
Als Verkäufer der Position nimmst du die Stillhalterrolle ein. Du kassierst die Optionsprämie und trägst im Gegenzug die Pflicht zur Lieferung.
Der Käufer wiederum zahlt für das Recht, nicht die Pflicht. Dieses Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer bestimmt jedes Optionsgeschäft.
Was sind Optionen?
Optionen sind Verträge, die dem Käufer ein Recht auf einen Basiswert einräumen. Eine Kaufoption gibt das Recht zum Kauf, eine Verkaufsoption das Recht zum Verkauf. Der Verkäufer erhält die Prämie und übernimmt im Gegenzug die entsprechende Verpflichtung.
Call und Put im Überblick
- Call-Option: Recht, den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen.
- Put-Option: Recht, den Basiswert zum Ausübungspreis zu verkaufen.
- Long Call: gekaufte Kaufoption, du profitierst von steigenden Kursen.
- Short Call: verkaufte Kaufoption, du profitierst von stagnierenden Kursen.
- Short Put: verkaufte Verkaufsoption, du nimmst Prämie ein und bist zum Kauf bereit.
Wer bewusst auf steigende Notierungen setzt, greift eher zum Long Call und zahlt dafür die Prämie im Voraus. Put-Optionen wiederum sichern nach unten ab oder eröffnen mit einem Short Put eine eigene Einnahmequelle.
Prämie, Zeitwert und Restlaufzeit
Der Optionspreis setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen. Der Zeitwert schmilzt bis zur Laufzeit ab, was dem Verkäufer nützt.
Als Stillhalter arbeitet dieser Zeitwertverfall für dich, denn mit jedem Tag Restlaufzeit sinkt der Optionspreis der von dir verkauften Position.
Der Covered Call in der Theorie
Die Markterwartung hinter der Covered Calls Strategie ist neutral bis leicht bullisch. Du rechnest nicht mit einem starken Kurssprung, sondern mit ruhigen oder mäßig steigenden Kursen.
In diesem Umfeld verfällt die verkaufte Position wertlos und du behältst deine Anteile plus Prämie.
Aufbau der Position
- Kauf oder Besitz des Basiswerts, üblich sind 100 Aktien je Kontrakt.
- Auswahl einer Kaufoption mit Strike über dem aktuellen Kurs (Out of the Money).
- Verkauf der Kaufoption, wodurch du die Optionsprämie erhältst.
- Bereitschaft zur Lieferung, falls der Kurs über den Ausübungspreis steigt.
- Optionale Wiederholung, bis die Position ausgeübt wird.
Kaufst du Aktie und verkaufst die Kaufoption gleichzeitig, spricht man von der Buy-Write-Strategie.
Beliebte Optionsstrategie: Covered Call Writing
Covered Call Writing zählt zu den meistgenutzten Wegen, um passives Depot Einkommen aus vorhandenen Beständen zu ziehen. Der Reiz liegt in der Wiederholbarkeit.
Läuft die verkaufte Kaufoption ohne Ausübung aus, schreibst du im nächsten Zyklus die nächste. Bei einem monatlichen Rhythmus sammelst du so über ein Jahr zwölf Prämien.
Wie die Prämie dein Depot Einkommen erhöhen kann
Die Prämie fließt dir sofort zu und liegt je nach Basiswert und Volatilität häufig zwischen 1 und 3 Prozent monatlich. Auf das Jahr gerechnet ergibt das eine Bandbreite von rund 12 bis 36 Prozent.
Diese Zahlen schwanken stark mit den Marktbedingungen und sind keine feste Rendite. Wer sein Depot Einkommen erhöhen will, sollte deshalb mit realistischen 1 bis 2 Prozent pro Monat planen statt mit den Spitzenwerten.
Beispiel: Covered Call in der Praxis
Ein Zahlenbeispiel macht den Ablauf greifbar. Du kaufst 100 Apple-Aktien zu 150 US-Dollar und verkaufst eine Kaufoption mit Strike bei 160 US-Dollar.
Dafür erhältst du 2 US-Dollar Prämie je Aktie, also 200 US-Dollar für den Kontrakt. Das entspricht bei einem Kapitaleinsatz von 15.000 US-Dollar rund 1,3 Prozent Rendite für diesen einen Zyklus.
Zwei mögliche Szenarien
- Kurs unter 160: Die Kaufoption verfällt wertlos. Du behältst deine Aktien und die 200 US-Dollar Prämie.
- Kurs über 160: Die Position wird ausgeübt. Du lieferst zum Strike-Preis und erzielst den Kursgewinn bis 160 plus die Prämie.
Maximaler Gewinn und Verlust berechnen
Das Auszahlungsprofil eines Covered Call ist asymmetrisch. Nach oben ist dein Gewinn begrenzt, nach unten trägst du das volle Kursrisiko unterhalb des Break-Even.
Diese Formeln zeigen die Grenzen:
- Maximaler Gewinn = (Strike minus Einstandskurs) plus Prämie.
- Maximaler Verlust = Einstandskurs minus Prämie.
- Break-Even = Einstandskurs minus erhaltene Prämie.
Ein niedriger Strike bringt höhere Prämie, kappt aber das Kursgewinnpotenzial früher. Ein höherer Strike lässt mehr Kursgewinn zu, liefert dafür weniger Einnahme.
Die Option richtig auswählen
Die Auswahl der passenden Kaufoption entscheidet über das Ergebnis. Drei Größen bestimmen deine Entscheidung: Ausübungspreis, Laufzeit und Volatilität des Basiswerts.
Moneyness und Strike-Wahl
Die Moneyness beschreibt das Verhältnis von Strike zum aktuellen Aktienkurs. Ein Out-of-the-Money-Call liegt über dem Kurs und lässt Raum für Kursgewinne.
Wählst du den Strike näher am Kurs, steigt die Prämie, doch deine Anteile werden schneller abgerufen.
Volatilität und Optionsprämie
Hohe Volatilität treibt die Optionsprämie nach oben. In unruhigen Phasen zahlen Käufer mehr für das Recht, weshalb Stillhalter dann attraktivere Prämien einnehmen.
Sinkt die Volatilität nach dem Verkauf, arbeitet auch das für dich.
Optionen verkaufen: Vorteile und Nachteile
Wer Optionen verkaufen will, sollte beide Seiten kennen. Der Covered Call glänzt in Seitwärtsmärkten und schwächelt in starken Aufwärtsphasen.
Vorteile im Überblick
- Zusätzliches Einkommen durch die Prämie, während Dividenden im Besitz bleiben.
- Die Prämie wirkt als Puffer gegen kleine Kursverluste.
- Geringere Margin als beim Naked Call, geeignet für den Optionshandel für Anfänger.
- Einfach umzusetzen, meist genügt die niedrigste Freischaltungsstufe im Konto.
Nachteile und Risiken
- Kursgewinne sind am Strike gedeckelt, in starken Rallys entstehen Opportunitätskosten.
- Verluste unterhalb des Break-Even trägst du in voller Höhe.
- Ein nur teilweise gedeckter Short Call kann zu unbegrenztem Verlust führen.
Historische Renditen der Strategie
Der CBOE BuyWrite Index (BXM) bildet eine systematische Covered Calls Strategie auf den S&P 500 ab. Die langfristigen Daten liefern einen fundierten Vergleich zum reinen Aktienindex.
- Über 18 Jahre erzielte der BXM 11,77 Prozent jährlich, der S&P 500 kam auf 11,67 Prozent, bei deutlich geringerer Volatilität.
- Über einen längeren Zeitraum wuchs der BXM um 830 Prozent (9,1 Prozent annualisiert), der S&P 500 um 807 Prozent (9,0 Prozent).
- 2008 fiel der S&P 500 um 37 Prozent, der BXM nur um 29 Prozent.
Die Zahlen belegen den Kern der Strategie: ähnliche Renditen bei ruhigerem Verlauf, aber gekapptes Potenzial in Boomphasen.
Covered Call ETF als Alternative
Nicht jeder Anleger möchte selbst zum Stillhalter werden. Ein Covered Call ETF setzt die Strategie automatisiert um und schüttet die Prämien als laufende Erträge aus.
Das Marktvolumen wuchs von rund 44,5 Milliarden US-Dollar Anfang 2023 auf über 75 Milliarden US-Dollar Mitte 2025, ein Plus von mehr als 68 Prozent in zweieinhalb Jahren.
Wie sinnvoll ist ein Covered Call ETF?
Manche dieser ETFs schütteten 2024 knapp 12 Prozent aus. Solche Zahlen klingen verlockend, doch die verteilten Prämien zehren an der Substanz des Portfolios.
In starken Erholungsphasen kann die Underperformance gegenüber einem klassischen Index deutlich ausfallen. Aus Bankensicht entsprechen Covered Call ETFs den Discountzertifikaten.
Nachteile von Covered Call ETFs
Die beworbene Kombination aus passivem Einkommen und niedriger Volatilität hat einen Preis. Weil die Kursgewinne gedeckelt sind, verpasst der Fonds die stärksten Aufwärtsbewegungen.
Wer langfristig Kapital aufbauen will, sollte diesen Effekt in seine Planung einbeziehen.
Risikomanagement beim Covered Call
Ein gutes Risikomanagement trennt planbares Trading von Zockerei. Der Covered Call begrenzt zwar das Risiko gegenüber dem Naked Call, ersetzt aber keine Absicherung nach unten.
Absicherung nach unten
Die konservativere Gegenstrategie ist der Protective Put. Dabei kaufst du eine Verkaufsoption als Versicherung gegen fallende Kurse.
Eine solche Absicherung kostet Prämie, deckelt dafür aber deinen Verlust. Manche Investoren kombinieren beide Ansätze zum sogenannten Collar. Put-Optionen sind hier das zentrale Werkzeug.
Regeln für die Praxis
Ein paar klare Regeln helfen im Alltag: Verkaufe nur Kaufoptionen auf Aktien, die du ohnehin halten möchtest. Setze den Strike so, dass ein Abruf für dich akzeptabel bleibt.
Und behalte die Anzahl der Kontrakte im Blick, damit deine Positionen zum Bestand passen.
Wo kann ich Optionen handeln?
Für den echten Optionshandel brauchst du einen Broker mit Zugang zu Terminbörsen. Anbieter wie Interactive Brokers ermöglichen den direkten Handel mit Aktienoptionen auf US-Titel.
In Deutschland verwechseln viele Einsteiger diese Kontrakte mit Optionsscheinen, doch beide funktionieren unterschiedlich.
Optionen gegen Optionsscheine
Aktienoptionen werden an der Börse zwischen Marktteilnehmern gehandelt, mit standardisierten Kontrakten und transparenten Preisen. Optionsscheine dagegen gibt eine Bank heraus, deren Konditionen sie selbst stellt.
Für die Covered Calls Strategie brauchst du echte, börsengehandelte Kontrakte, keine Optionsscheine.
Freischaltung im Konto
Bevor du starten kannst, prüft der Broker deine Erfahrung. Der gedeckte Verkauf einer Kaufoption erfordert nur eine niedrige Stufe, weil das Risiko durch den Aktienbesitz gedeckt ist.
Ein Naked Call hingegen verlangt die höchste Freischaltung und mehr Margin.
Erfolgreich handeln mit Optionen
Options Trading gelingt nicht durch Glück, sondern durch klare Prozesse. Notiere für jedes Optionsgeschäft den Einstandskurs, den Strike, die Laufzeit und die erhaltene Prämie.
So erkennst du, welche Einstellungen bei welchem Underlying für dich funktionieren. Erfahrene Stillhalter führen dieses Journal über Jahre und filtern daraus ihre besten zwei bis drei Basiswerte heraus.
Häufige Fehler vermeiden
Der typische Anfängerfehler beim Options Trading ist ein zu enger Strike auf einer Aktie mit starkem Aufwärtstrend. Die Anteile werden abgerufen, während der Kurs weiterläuft.
Wähle den Ausübungspreis mit Blick auf dein Kursszenario, nicht allein nach der höchsten Prämie. Das gilt für jedes Underlying gleichermaßen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Ist der Covered Call für Einsteiger geeignet?
Ja. Der gedeckte Short Call zählt zu den einfachsten Strategien im Optionshandel für Anfänger, weil der Aktienbesitz das Risiko deckt und nur wenig Margin nötig ist.
Wie viel Kapital brauche ich?
Ein Standardkontrakt umfasst 100 Aktien. Du brauchst also genug Kapital, um mindestens 100 Anteile des Basiswerts zu halten. Bei teuren Titeln kann das mehrere Zehntausend Euro binden.
Was passiert bei der Ausübung?
Steigt der Kurs über den Strike, kommt es zur Ausübung. Deine Aktien werden zum Ausübungspreis verkauft, die Prämie bleibt dir. Dein Gewinn entspricht der Kurssteigerung bis zum Strike plus der eingenommenen Prämie.
Kann ich die Position vorzeitig schließen?
Ja. Du kannst die verkaufte Position jederzeit zurückkaufen, meist zu einem niedrigeren Preis dank Zeitwertverfall. Danach steht es dir frei, deine Aktien zu behalten oder eine neue Kaufoption zu schreiben.