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21. Januar 2026

VW verkauft fast 9 Millionen Autos – doch eine Zahl sticht 2025 brutal heraus

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Foto: Depositphotos.com / bondvit

Neun Millionen Autos klingen nach Macht – aber bei Volkswagen steckt der eigentliche Punch 2025 woanders: Unterm Strich tritt der Konzern fast auf der Stelle, beim Elektrogeschäft drückt er dafür ordentlich aufs Gas. Das ist kein nettes Beiwerk, sondern der Teil der Bilanz, der wirklich Richtung vorgibt.

Volkswagen lieferte 2025 weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aus. Gegenüber 2024 sind das 0,5 Prozent weniger – also praktisch Gleichstand. In einem Markt, der an vielen Ecken rumpelt, ist das eher „stabil geblieben“ als „abgerutscht“. Nur: Die Weltkarte sieht eben nicht überall gleich aus. Europa und Südamerika bringen Zuwachs, China und Nordamerika ziehen die Handbremse.

Europa schiebt – Stromer erst recht

In Europa stiegen die Auslieferungen um 4,5 Prozent auf 3,94 Millionen Fahrzeuge. Und jetzt kommt der Punkt, der hängen bleibt: Bei den reinen Elektroautos – also den Wagen, die ausschließlich mit Batterie fahren (BEV) – legt VW deutlich zu. Weltweit steigen die Auslieferungen um 32 Prozent auf 983.100 Fahrzeuge. In Europa ist es sogar ein Sprung um rund 66 Prozent. Das ist die Sorte Zahl, bei der man kurz zweimal hinschaut.

Bestellungen: Das ist der echte Pulsmesser

Noch spannender als ausgelieferte Autos sind die Bestellungen – weil sie zeigen, was als Nächstes in die Bücher rutscht. In Europa lagen die BEV-Bestellungen rund 55 Prozent über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand für Elektroautos wuchs um 21 Prozent auf mehr als 200.000 Fahrzeuge. Übersetzt: Da steht ein ordentliches Paket an Stromern in der Warteschlange.

Und das E-Geschäft ist nicht mehr nur ein Randthema: Rund 22 Prozent des gesamten Auftragsbestands entfallen inzwischen auf vollelektrische Modelle. Rechnet man alle Antriebsarten zusammen – also auch Benziner, Diesel, Hybride – stiegen die Auftragseingänge in Europa um etwa 13 Prozent. Das ist der Stoff, aus dem die nächsten Quartale gemacht sind.

Stabil – aber nicht überall

So robust die Bilanz wirkt: Die Dämpfer in China und Nordamerika bleiben der unangenehme Teil der Geschichte. Genau dort wird’s für Volkswagen heikel, wenn der Wettbewerb härter wird oder die Nachfrage schwächelt. Die Frage ist damit klar: Reicht das starke Europa – plus Südamerika – um die Löcher anderswo zu stopfen? Oder rutschen die Regionen weiter auseinander?

Konzernchef Oliver Blume spricht von einer robusten Entwicklung in einem anspruchsvollen Umfeld. Sein Kernsatz: „Mit rund neun Millionen ausgelieferten Fahrzeugen bleibt unser Absatz stabil.“ Außerdem verweist er auf die gute Resonanz auf neue Modelle – und kündigt an, dass die Produktoffensive 2026 weitergeht. Entscheidend wird sein, ob Volkswagen damit nicht nur neue Autos auf die Straße bringt, sondern den Elektro-Schub auch in schwierigeren Märkten durchzieht.