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16. Januar 2026

UBS kurz vor dem US-Durchbruch – aber es gibt einen Haken

UBS
Foto: Depositphotos.com / photogearch

Wer in den USA richtig mitspielen will, muss mehr können als Vermögen verwalten – er braucht auch ein Konto fürs echte Leben. Genau da will die UBS jetzt ansetzen: Die Großbank hat von der US-Aufsicht OCC ein grünes Licht unter Auflagen bekommen – ein wichtiger Schritt Richtung landesweiter Banklizenz in den Vereinigten Staaten.

Die UBS teilte am Donnerstag mit, man freue sich über die bedingte Genehmigung durch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Klingt sperrig, ist aber simpel: Das OCC ist die Behörde, die Banken mit nationaler Lizenz in den USA reguliert und überwacht. Ohne deren Segen läuft nichts.

Mehr Alltag, weniger Fremdgehen

Die UBS hat im Oktober die nationale Lizenz beantragt. Geplant ist eine neue Tochter namens UBS Bank USA. Die soll künftig Zahlungsdienste anbieten – also Überweisungen, Kartengedöns und der ganze Alltag – und außerdem Giro- und Sparkonten. Kurz: Dinge, die Kunden jeden Tag brauchen und die sie bislang oft bei anderen Banken erledigen.

Das ist mehr als Kosmetik. Die UBS kämpft in den USA seit Jahren mit magerer Profitabilität. Mit einer lokalen Banklizenz will sie nicht nur näher an die eigenen Kunden ran, sondern auch neues Kreditgeschäft ermöglichen. Oder anders gesagt: Endlich selbst Kredite vergeben und damit Geld verdienen – statt nur daneben zu stehen, während andere Institute den Alltag der Kunden abgreifen.

Der Haken: Noch nicht durch

Ganz durch ist die Nummer aber nicht. Für die volle Lizenz muss die UBS noch weitere Bedingungen erfüllen, wie eine mit der Sache vertraute Person sagt. Die Bank rechnet nach früheren Angaben trotzdem damit, dass die Aufseher im laufenden Jahr entscheiden.

Entscheidend wird, wie schnell die UBS die Auflagen abräumt – und ob sie es schafft, aus dem Verwaltungsbanker auch im US-Alltag eine Hausbank zu machen. Denn genau dort zeigt sich am Ende, ob der Schritt echten Schub bringt oder nur ein weiterer Meilenstein bleibt, über den man sich kurz freut.