Das Wachstum der Telekom kommt inzwischen mit ordentlich Rückenwind aus dem Ausland – und genau deshalb wirkt der Ausblick für 2026 so selbstbewusst.
Der Bonner Konzern hat für 2025 solide Zahlen vorgelegt und gleich nachgelegt: Für das laufende Jahr stellt die Telekom einen überraschend optimistischen Ausblick in Aussicht. Konzernchef Tim Höttges formuliert es gewohnt klar: „Wir liefern weiterhin verlässliches und nachhaltiges Wachstum.“
Zahlenwerk: 2025 solide, 2026 soll noch mehr kommen
Unterm Strich sieht das so aus: Umsatz und operativer Gewinn stiegen 2025 jeweils um knapp drei Prozent – auf 119,08 Milliarden Euro beim Umsatz und 44,24 Milliarden Euro beim operativen Gewinn. Und für 2026 setzt der Konzern noch einen drauf: Der Betriebsgewinn soll um etwa sieben Prozent auf 47,4 Milliarden Euro zulegen. Betriebsgewinn ist vereinfacht gesagt das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft – also das, was übrig bleibt, bevor Sonderthemen und Finanzkram den Blick vernebeln.
Der Motor sitzt in den USA – Deutschland bremst
Der Motor hinter diesem Kurs bleibt die US-Tochter T-Mobile. Sie steigerte ihren Umsatz 2025 um 4,1 Prozent. Auch die europäischen Auslandsgesellschaften trugen ihren Teil bei und legten um 2,5 Prozent zu.
Nur daheim hakt es weiter: Auf dem deutschen Heimatmarkt musste die Telekom einen Rückgang um 0,4 Prozent hinnehmen. Genau das bleibt die Schwachstelle – einerseits liefert das Ausland Tempo, andererseits bremst Deutschland. Die spannende Frage ist damit klar: Schafft es der Konzern, den Heimatmarkt wieder in die Spur zu bringen, während T-Mobile weiter aufs Gas drückt?

