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22. Oktober 2025

Meta und Blue Owl starten Milliardenprojekt für KI-Infrastruktur

Meta
Foto: depositphotos.com / vzphoto

Der Bau in Louisiana läuft – und zwar nicht auf dem Papier, sondern bereits mit schwerem Gerät. Meta hat gemeinsam mit Blue Owl Capital ein neues Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um dort den sogenannten Hyperion Data Center Campus zu errichten. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 27 Milliarden US-Dollar und soll die technologische Basis für Metas künftige KI-Systeme schaffen.

Neues Joint Venture mit klarer Aufgabenteilung

Die Partnerschaft ist eindeutig geregelt: Blue Owl hält 80 Prozent an dem Joint Venture und steuert etwa sieben Milliarden Dollar in bar bei. Meta bleibt mit 20 Prozent beteiligt, bringt dafür Grundstücke und laufende Bauarbeiten ein – und erhielt im Gegenzug eine Ausschüttung von rund drei Milliarden Dollar. Das Unternehmen übernimmt zudem das Bau- und Immobilienmanagement des Projekts.

Nach der Fertigstellung wird Meta sämtliche Anlagen auf Mietbasis nutzen. Die Verträge laufen zunächst vier Jahre, können aber verlängert werden. Zusätzlich hat Meta eine Restwertgarantie über 16 Jahre zugesagt – eine Art Absicherung, falls der Konzern später aus dem Vertrag aussteigen sollte.

Meta Aktie im Fokus

Für Anleger ist das Vorhaben mehr als nur eine Randnotiz. Es zeigt, wie Meta seine milliardenschweren Infrastrukturprojekte künftig finanzieren will: mit Partnern statt allein. Das senkt das Risiko, sichert aber gleichzeitig die Kontrolle über kritische Technologie-Standorte.

Finanzchefin Susan Li bezeichnete den Schritt als wichtigen Teil der Strategie, die eigene KI-Infrastruktur weiter auszubauen. Auch Blue-Owl-Chef Doug Ostrover lobte die Zusammenarbeit als Beispiel dafür, wie institutionelles Kapital und Technologiekonzerne künftig kooperieren könnten.

Arbeiten laufen bereits

Der Standort in Richland Parish, Louisiana, ist längst mehr als ein Plan. Meta spricht von tausenden Bauarbeitern, die derzeit auf dem Gelände tätig sind. Nach der Inbetriebnahme sollen dort über 500 feste Arbeitsplätze entstehen. Damit ist das Projekt nicht nur ein technologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor für die Region.