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12. Februar 2026

Mercedes schockt mit Zahlen: Gewinn bricht um 57 Prozent ein

Mercedes
Foto: Depositphotos.com / IC Photo

Kerzen auf der Torte, aber Sorgenfalten im Management: Mercedes-Benz feiert 140. Geburtstag – und liefert ausgerechnet jetzt Zahlen, die nach Gegenwind riechen. Gewinn und Umsatz schrumpfen, der Ausblick bleibt vorsichtig. Das ist kein Betriebsunfall, das ist ein Warnhinweis.

Der Gewinn knickt brutal ein

Unterm Strich ist der Einbruch heftig: Der Stuttgarter Autobauer meldet für das abgelaufene Jahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von nur noch 5,82 Milliarden Euro. Ebit klingt nach Fachchinesisch, ist aber simpel: Das ist der Gewinn aus dem laufenden Geschäft, bevor Banken und Fiskus die Hand aufhalten. Und genau dieser Wert ist um 57 Prozent abgesackt.

Der Blick zurück macht es noch bitterer

Das Problem wird noch klarer, wenn man zurückschaut. 2024 – damals schon kein Glanzjahr – lag das Ebit noch bei 13,59 Milliarden Euro. In den Jahren davor waren rund 20 Milliarden Euro eher die normale Hausnummer. Mercedes ist also nicht ein bisschen schwächer geworden, sondern hat sich in kurzer Zeit einen dicken Brocken Ertragskraft aus der Bilanz schneiden lassen.

So tief stand Mercedes zuletzt 2019

Besonders bitter: So wenig Überschuss gab es zuletzt 2019. Damals machte der Vorgängerkonzern Daimler mit Pkw und Vans lediglich 1,64 Milliarden Euro Gewinn. Der Vergleich zeigt, wie tief der Konzern inzwischen wieder in Regionen rutscht, die man lange hinter sich glaubte.

Modelloffensive als Gegenmittel

Und jetzt? Mercedes versucht, die Geschichte umzudrehen – mit einer Modelloffensive. Heißt übersetzt: Es sollen neue Autos kommen, frische Baureihen, mehr Auswahl, mehr Argumente für Käufer. Einerseits kann das helfen, wieder Begehrlichkeit zu erzeugen und höhere Preise durchzusetzen. Andererseits ist das kein Zaubertrick: Wenn die Märkte zäh sind und der Kostendruck bleibt, muss jedes neue Modell nicht nur schick aussehen, sondern auch ordentlich Geld verdienen.

Die Frage, die jetzt zählt

Die entscheidende Frage lautet daher: Zündet diese Offensive schnell genug – oder bleibt Mercedes erst einmal im Krisenmodus, während die Konkurrenz und die Konjunktur weiter drücken? Die nächsten Quartale dürften zeigen, ob das jetzt der Startschuss zur Aufholjagd ist oder nur das nächste Kapitel in einer unangenehm langen Durststrecke.