Hallo zusammen, ich habe gerade den Artikel über die steigenden Memory-Chip-Preise durch KI-Infrastruktur gelesen und frage mich, ob das nicht langsam ein ähnliches Muster ist wie bei früheren Halbleiter-Zyklen. Wir kennen das doch alle: Angebotsengpass, Preise schießen hoch, alle investieren wie verrückt, und dann kommt irgendwann die Überkapazität.
Was mich interessiert ist, ob dieser KI-getriebene Nachfrageschub wirklich nachhaltiger ist als frühere Zyklen. Ich meine, bei den Lockdown-bedingten Chip-Engpässen 2021 haben wir gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Aber KI-Infrastruktur ist schon was anderes als Consumer-Elektronik, oder? Die Rechenzentren von Google, Microsoft und Co. brauchen dauerhaft enorme Mengen an Speicherchips.
Ich selbst hab seit ein paar Jahren eine Position in einem Halbleiter-ETF, aber überlege gerade, ob ich da nicht gezielter reingehen sollte. TSMC wird ja in dem Kontext oft genannt, aber die Bewertungen sind mittlerweile schon ziemlich sportlich. Bei meiner Risikobereitschaft überlege ich eher, ob spezialisierte Memory-Hersteller wie Micron interessant sein könnten, falls die Preise weiter anziehen.
Andererseits sehe ich das Ganze auch ein bisschen aus meiner Labor-Perspektive: Wenn die Nachfrage so stark ist, wird die Industrie mit Sicherheit massiv in neue Produktionskapazitäten investieren. Das ist wie bei biologischen Systemen, wo auf Knappheit immer eine Expansionsphase folgt, bis ein neues Gleichgewicht erreicht ist. Die Frage ist nur, wie schnell das geht.
Was haltet ihr davon? Seht ihr das eher als kurzfristige Chance oder als langfristigen Strukturwandel? Und welche Unternehmen im Halbleiter-Bereich findet ihr im aktuellen Umfeld am spannendsten? Bin da echt am Überlegen, ob ich meine Allokation anpassen soll oder ob ich einfach bei meinem ETF bleibe und die Einzeltitel-Spekulation sein lasse.
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