Hallo zusammen, ich bin gerade über die Nachricht gestolpert, dass BlackRock und State Street jetzt auch günstigere Nasdaq-100-ETFs auf den Markt bringen und damit das jahrelange Quasi-Monopol von Invesco brechen. Mich beschäftigt die Frage, ob ich meinen bestehenden QQQ-Anteil umschichten sollte oder ob das mehr Aufwand als Nutzen bringt.
Ich hab mir mal die TER-Unterschiede angeschaut, und selbst wenn die neuen Produkte nur 0,05 oder 0,10 Prozentpunkte günstiger sind, kann das langfristig durchaus ins Gewicht fallen. Bei einem größeren Depotvolumen sprechen wir ja über mehrere hundert Euro pro Jahr. Auf der anderen Seite habe ich den QQQ schon seit einigen Jahren im Portfolio, er hat ordentlich Liquidität und enge Spreads. Ein Umschichten würde Verkaufskosten bedeuten, eventuell Steuern auf realisierte Gewinne, und dann muss ich die neuen ETFs erst mal auf Herz und Nieren prüfen.
Was mich besonders interessiert: Wie seht ihr das Thema Trackingdifferenz bei diesen neuen Produkten? Invesco hat ja jahrelange Erfahrung mit dem QQQ und die Performance war historisch gesehen sehr nah am Index. Bei den neuen Anbietern fehlt mir da noch die Datenlage. Klar, BlackRock und State Street sind keine Anfänger, aber gerade in den ersten Monaten kann es bei neuen ETFs durchaus zu höheren Abweichungen kommen, bis sich das Fondsvolumen eingependelt hat.
Persönlich bin ich eher der konservative Typ und setze normalerweise auf den MSCI World, aber ein kleiner Tech-Anteil über den Nasdaq-100 gehört für mich schon dazu. Ich frage mich nur, ob die Kostenersparnis das Risiko eines Wechsels rechtfertigt. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit einem Anbieter-Wechsel bei großen Index-ETFs gemacht? Wie habt ihr das steuerlich gelöst, gerade wenn man nicht gerade in der Verlustzone verkauft? Würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken dazu teilt. Bleiben oder wechseln, das ist hier die Frage.
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