
Ich habe gerade einen Artikel über schmale Marktbreite und die starke Konzentration auf Mega-Caps gelesen und bin jetzt etwas verunsichert. Ich bespare seit Jahren monatlich einen MSCI World ETF, weil mir immer gesagt wurde, dass das die beste Diversifikation sei. Aber wenn ich mir anschaue, wie viel Gewicht mittlerweile auf wenige Tech-Riesen wie NVIDIA, Apple, Microsoft und Co. entfällt, frage ich mich schon, ob das noch so viel Diversifikation ist, wie ich ursprünglich dachte.
In meinem Physikunterricht erkläre ich meinen Schülern immer das Prinzip der Risikostreuung anhand verschiedener Beispiele, und jetzt merke ich, dass mein eigenes Portfolio vielleicht gar nicht so breit aufgestellt ist, wie ich dachte. Klar, es sind über 1500 Unternehmen im Index, aber wenn die Top 10 einen so großen Teil ausmachen, ist das dann wirklich noch echte Streuung?
Ich überlege jetzt, ob ich meinen Sparplan ergänzen sollte. Vielleicht mit einem Equal-Weight ETF oder einem Small-Cap Index? Andererseits läuft mein aktueller Sparplan seit fast acht Jahren richtig gut, und ich bin eigentlich nicht der Typ, der ständig an seiner Strategie herumbastelt. Das widerspricht ja auch dem langfristigen Buy-and-Hold Ansatz, den ich mir vorgenommen habe.
Was meint ihr dazu? Habt ihr eure ETF-Strategie angepasst wegen dieser Mega-Cap-Konzentration? Oder seht ihr das eher entspannt und denkt, dass sich das langfristig wieder ausgleicht? Ich bin wirklich hin und her gerissen zwischen "einfach weitermachen wie bisher" und "vielleicht sollte ich doch breiter streuen". Würde mich sehr über eure Meinungen und Erfahrungen freuen.
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