Hallo zusammen, ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der sich damit beschäftigt, was die Datenlage wirklich zum Thema Aktienkauf bei Allzeithoch zeigt. Das Thema beschäftigt mich ehrlich gesagt schon länger, weil ich aktuell in einer ziemlich klassischen Zwickmühle stecke.
Ich bespare seit Jahren meinen MSCI World ETF kontinuierlich, aber gerade bei Einzelaktien tue ich mich schwer mit dem Timing. Wir haben ja gerade bei vielen Werten neue Höchststände gesehen, und immer wenn ich dann konkret über einen Einstieg nachdenke, kommt diese innere Stimme: "Vielleicht lieber noch warten, bis es wieder runtergeht?"
Rational weiß ich natürlich, dass Market Timing nicht funktioniert und dass die Märkte historisch gesehen meistens gestiegen sind. Trotzdem fühlt es sich irgendwie falsch an, bei Höchstständen einzusteigen. Das ist vermutlich diese klassische Verlustaversion, von der man immer liest.
Was mich am besagten Artikel interessiert hat, ist die Frage, ob es wirklich empirische Belege dafür gibt, dass Käufe bei Allzeithoch langfristig schlechter performen als zu anderen Zeitpunkten. Mein Bauchgefühl sagt eine Sache, aber vielleicht zeigen die Zahlen ja was ganz anderes.
Wie geht ihr damit um? Kauft ihr einfach stur nach eurem Sparplan, egal wo die Kurse stehen? Oder wartet ihr bei Einzelaktien doch auf Rücksetzer? Ich frage mich auch, ob man nicht einfach gestaffelt einsteigen sollte, also beispielsweise in drei oder vier Tranchen über ein paar Monate verteilt, um dieses psychologische Problem zu umgehen.
Bei meinem ETF läuft das ja automatisch über den Sparplan, da denke ich gar nicht drüber nach. Aber wenn ich jetzt konkret über Siemens oder ähnliche Einzelwerte nachdenke, wird es plötzlich kompliziert. Würde mich wirklich interessieren, wie ihr das handhabt und ob jemand von euch die Datenlage zu diesem Thema kennt.
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