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Schmale Marktbreite wird zum Problem – Wie diversifiziert ihr wirklich?
Martin Feldmann
Martin Feldmann08.10.2026 14:396

Ich hab gerade einen Artikel über die zunehmend schmale Marktbreite bei vielen Standard-Indizes gelesen und frage mich ernsthaft, ob mein Portfolio da nicht auch anfälliger ist als ich dachte. Klar, ich hab einen MSCI World ETF als Kerninvestment, aber wenn man sich mal anschaut wie stark die Top 10 Positionen mittlerweile gewichtet sind, dann hängt da verdammt viel an ein paar Mega-Caps. Apple, Microsoft, Nvidia und Co. machen teilweise über 20 Prozent aus.

Das Problem ist ja nicht nur die Klumpenbildung an sich, sondern dass bei einer Korrektur dieser wenigen Namen der ganze Index mit runtergeht, während die Breite des Marktes vielleicht gar nicht so schlecht dasteht. Ich überlege deshalb gerade, ob es Sinn macht einen Teil in gleichgewichtete ETFs oder in Indizes mit breiterer Streuung umzuschichten. Der iShares STOXX Europe 600 ist da zum Beispiel schon deutlich breiter aufgestellt, aber auch da gibt es natürlich Schwergewichte.

Was mich interessieren würde: Wie geht ihr damit um? Ignoriert ihr das Thema Marktbreite komplett und vertraut darauf, dass sich die Mega-Caps schon durchsetzen werden? Oder habt ihr gezielt Positionen aufgebaut, die weniger von den großen Tech-Namen abhängig sind? Ich bin da etwas zwiegespalten, weil ich einerseits nicht dem Markt hinterherlaufen will, andererseits aber auch nicht zu naiv in eine mögliche Blasenbildung reinlaufen möchte. Vielleicht sind auch Einzelaktien aus dem Mittelstand oder Dividendentitel wie Münchener Rück eine sinnvolle Ergänzung, um das Klumpenrisiko zu reduzieren.

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