Hab gerade gelesen, dass der Nasdaq auf Rekordhoch steht, obwohl die Rendite von zehnjährigen Anleihen bei über 5,31 Prozent liegt. Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht so ganz. Normalerweise sollten doch höhere Anleihen-Zinsen schlecht für Aktien sein, oder? Gerade für Tech-Werte, die ja oft noch keine richtig fetten Gewinne abwerfen und stark auf zukünftiges Wachstum setzen.
Ich hab in meinem Portfolio ein paar solide Dividendentitel wie Allianz und Siemens, die zahlen schon ordentlich aus. Aber selbst mein MSCI World ETF hat ja einen großen Tech-Anteil drin. Bei meinem Sparplan frage ich mich jetzt, ob ich da nicht vielleicht doch vorsichtiger werden sollte.
Klar, die großen Tech-Konzerne machen aktuell wegen KI richtig Kohle, aber bei solchen Zinsen könnten doch auch konservative Anleger ihre Kohle lieber in sichere Anleihen stecken statt in teure Aktien. Das würde doch eigentlich Druck auf die Kurse machen, oder sehe ich das falsch?
Mich würde echt interessieren, wie ihr das seht. Ist das nur eine kurzfristige Übertreibung oder gibt es da fundamentale Gründe, warum Tech trotz hoher Zinsen weiter durchstartet? Sollte man bei solchen Konstellationen eher Gewinne mitnehmen oder ist das eine gute Gelegenheit zum Nachkaufen? Bei meinem Betrieb muss ich auch immer kalkulieren, wann sich eine Investition lohnt und wann nicht. Bei Aktien ist das manchmal echt schwieriger einzuschätzen.
0 Antworten
Anmelden, um zu antworten.