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Sector Rotation 2026: Macht das für langfristige ETF-Anleger überhaupt Sinn?
Sarah Bergmann
Sarah Bergmann06.10.2026 23:030

Ich bin gerade über einen Artikel zur Sector Rotation Strategie für 2026 gestolpert und frage mich ehrlich gesagt, ob das für uns normale Privatanleger wirklich praktikabel ist. Meine Erfahrung zeigt, dass solche aktiven Umschichtungen zwischen Sektoren viel Markt-Timing erfordern und oft eher für institutionelle Investoren gedacht sind. Ich selbst setze ja primär auf breit diversifizierte ETFs wie den MSCI World oder den STOXX Europe 600, und da ist die Sektorgewichtung automatisch drin. Natürlich schwanken die Sektoren unterschiedlich, und Technologie hatte in den letzten Jahren eine krasse Outperformance. Aber wenn ich anfange, ständig zwischen Konsum, Energie, Gesundheit und Tech hin und her zu rotieren, entstehen doch auch Trading-Kosten und vor allem Fehlerquellen durch emotionale Entscheidungen. Das habe ich bei Kunden oft beobachtet. Gleichzeitig muss ich zugeben, dass eine gewisse taktische Anpassung durchaus sinnvoll sein kann, wenn man beispielsweise zyklische Branchen bewusst untergewichtet, wenn eine Rezession droht. Wie handhabt ihr das? Versucht ihr aktiv zwischen Sektoren zu rotieren, oder bleibt ihr einfach bei eurer Kern-Allokation und lasst den Markt seine Arbeit machen? Würde mich interessieren, ob hier jemand damit positive Erfahrungen gemacht hat.

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