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US-Erträge richtig versteuern: Welche Fallstricke lauern bei amerikanischen Dividendenaktien?
Klaus Weber
Klaus Weber05.10.2026 11:513

Guten Morgen zusammen, ich bin gerade über einen Artikel zum Thema Versteuerung von US-Erträgen gestolpert und das hat mich direkt an ein paar Mandantengespräche der letzten Wochen erinnert. Da sitzt mir dann jemand gegenüber, freut sich über seine Dividenden aus Apple oder Johnson und Johnson, und dann kommt die Ernüchterung bei der Steuererklärung.

Das Thema ist in der Praxis nämlich komplexer als viele denken. Klar, die Quellensteuer von 15 Prozent in den USA kriegt man noch mit, die zieht der Broker ja direkt ab. Aber dann kommt die Anrechnung in Deutschland, und spätestens da wird es für viele undurchsichtig. Ich sehe immer wieder, dass Leute die ausländischen Kapitalerträge nicht korrekt in der Anlage KAP eintragen oder die Anrechnung der Quellensteuer schlicht vergessen. Das bedeutet dann Doppelbesteuerung, und keiner merkts.

Was mich besonders interessiert: Wie handhabt ihr das bei euren US-Positionen? Macht ihr die Steuererklärung selbst oder lasst ihr euch helfen? Und nutzt jemand von euch gezielt thesaurierende ETFs mit US-Anteil, um die Quellensteuer-Problematik zu umgehen, oder setzt ihr bewusst auf Einzelaktien trotz des Mehraufwands?

Bei mir persönlich ist es so: Ich habe zwar einen MSCI World ETF im Depot, der natürlich auch ordentlich US-Titel enthält, aber da kümmert sich die Fondsgesellschaft um die Quellensteuern. Bei Einzelaktien bin ich noch vorsichtig, gerade weil ich den administrativen Aufwand sehe. Andererseits sind die Renditen bei guten US-Dividendenzahlern natürlich verlockend.

Wäre super, wenn ihr eure Erfahrungen teilen könntet, gerade was die praktische Umsetzung angeht. Gibt es Tools oder Vorlagen, die euch die Arbeit erleichtern?

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