
Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der sich mit Best Buy und deren aktueller Dividendenrendite von 4,2 Prozent beschäftigt. Das klingt auf den ersten Blick verlockend, vor allem wenn man bedenkt, dass viele solide Dividendenzahler derzeit eher im Bereich von 2 bis 3 Prozent liegen.
Was mich aber nachdenklich macht: Der Einzelhandel, besonders im Elektronikbereich, steht gerade unter enormem Druck. Die Konsumlaune ist mau, die Leute halten ihr Geld zusammen, und große Anschaffungen wie Fernseher oder Laptops werden aufgeschoben. Ich sehe das auch bei meinen Mandanten in der Kanzlei, viele sind deutlich zurückhaltender geworden, was größere Ausgaben angeht.
Bei Dividendenaktien schaue ich mir immer die Nachhaltigkeit der Ausschüttung an. Eine hohe Rendite bringt mir nichts, wenn das Unternehmen in ein, zwei Jahren die Dividende kürzen muss, weil die Geschäfte nicht mehr laufen. Gerade im Handel ist die Marge oft dünn, und wenn die Umsätze einbrechen, wird es schnell eng.
Auf der anderen Seite hat Best Buy eine gewisse Marktstellung in den USA und könnte von schwächeren Wettbewerbern profitieren. Die Frage ist nur: Reicht das aus, um durch ein schwaches Konsumjahr zu kommen, ohne die Dividende anzutasten?
Ich persönlich bin da vorsichtig. Für mein Portfolio bevorzuge ich eher breit gestreute Dividenden-ETFs oder echte Aristokraten, die auch in schwierigen Zeiten ihre Ausschüttungen erhöht haben. Aber vielleicht sehe ich das zu konservativ. Was meint ihr? Ist Best Buy ein Schnäppchen oder eine Dividendenfalle?
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