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Wie bewertet ihr die MIT-Warnung zu KI-Investitionen? Hyperscaler auf dem Prüfstand
ES
Eva Sternfeld26.09.2026 11:110

Ich bin gerade über die MIT-Analyse zu den massiven KI-Investitionen der großen Tech-Konzerne gestolpert und muss sagen, das hat mich schon etwas ins Grübeln gebracht. Als jemand der beruflich mit Forschung und Entwicklung zu tun hat, kenne ich das Phänomen von überzogenen Erwartungen nur zu gut. In der Biotech-Branche haben wir das in den letzten Jahrzehnten mehrfach gesehen, etwa bei der Gentherapie in den 90ern oder später bei bestimmten Krebstherapien.

Die Parallelen sind eigentlich ziemlich offensichtlich. Wenn du im Labor arbeitest, weißt du dass zwischen einer vielversprechenden Technologie und einem profitablen Produkt oft Jahre liegen und viele Projekte scheitern. Bei KI scheint mir gerade eine ähnliche Dynamik zu laufen. Die Hyperscaler pumpen Billionen in Infrastruktur, Chips und Rechenzentren, aber die Frage ist doch, ob die tatsächlichen Umsätze das jemals rechtfertigen werden.

Was mich besonders interessiert: Wie kalkuliert ihr das Risiko ein, wenn ihr in Microsoft, Google oder Amazon investiert seid? Ich habe selbst eine kleine Position im MSCI World und damit natürlich ordentlich Tech-Exposure. Bisher dachte ich immer, dass diese Unternehmen so diversifiziert sind, dass sie auch einen KI-Flop verkraften können. Aber wenn die Investitionen wirklich in die Billionen gehen, könnte das schon deutliche Auswirkungen auf die Bewertungen haben.

Aus meiner Perspektive als Value-Investorin wird es langsam schwierig, die aktuellen Bewertungen zu rechtfertigen, wenn man nicht an eine schnelle Monetarisierung der KI glaubt. Andererseits will man auch nicht zu früh aussteigen, falls sich KI doch als die Revolution erweist, die alle versprechen. Wie geht ihr damit um? Reduziert ihr eure Tech-Positionen oder seht ihr das als kurzfristige Panikmache?

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