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Dividenden-Aristokraten vs. 5% Treasuries – lohnt sich der Umstieg überhaupt noch?
ES
Eva Sternfeld21.09.2026 17:480

Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der sich mit der Rückkehr der 10-Jahres-Rendite auf 5 Prozent beschäftigt. Das hat mich ziemlich nachdenklich gemacht, weil ich in den letzten Jahren einen ordentlichen Teil meines Portfolios auf Dividenden-Aristokraten ausgerichtet habe. Die Logik war immer klar: solide Unternehmen mit Jahrzehnten stabiler oder steigender Dividenden, dazu noch Kurspotenzial. Aber wenn ich mir jetzt anschaue, dass ich quasi risikolos 5 Prozent mit US-Staatsanleihen bekomme, frage ich mich schon, ob das noch Sinn macht.

Klar, Dividenden-Aristokraten bringen oft mehr als nur die Ausschüttung. Die Dividenden steigen idealerweise im Laufe der Zeit, und man hat natürlich auch die Chance auf Kurssteigerungen. Bei manchen meiner Pharma-Werte sehe ich das auch weiterhin so. Aber ehrlich gesagt sind viele klassische Aristokraten im Konsumgüter- oder Industriebereich gerade ziemlich teuer bewertet, und die anfänglichen Renditen liegen teilweise unter 3 Prozent. Da frage ich mich schon, ob ich nicht besser einen Teil in Treasuries packe und einfach die garantierten 5 Prozent mitnehme.

Auf der anderen Seite ist die Inflation ja auch nicht verschwunden. Treasuries zahlen nominal ihre 5 Prozent, aber real könnte das schnell wieder weniger werden. Aristokraten haben zumindest theoretisch die Möglichkeit, ihre Dividenden anzupassen und damit als Inflationsschutz zu dienen. Praktisch gesehen hat das in den letzten Jahren aber auch nicht bei allen funktioniert.

Was meint ihr dazu? Seht ihr die 5 Prozent auch als echte Konkurrenz für Dividendenstrategien? Oder haltet ihr weiter an euren Aristokraten fest, weil ihr an das langfristige Wachstumspotenzial glaubt? Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich nicht zumindest einen Teil meines Kapitals umschichte, bin mir aber unsicher, ob ich damit langfristig nicht doch Potenzial liegen lasse.

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