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S&P 500 ETF für 30 Jahre – wie sicher kann man damit wirklich planen?
Anna Steinbach
Anna Steinbach21.09.2026 09:090

Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der die durchschnittliche Rendite des S&P 500 seit 1958 mit 11 Prozent pro Jahr angibt und verschiedene ETFs für einen Anlagehorizont von 30 Jahren vergleicht. Das hat mich direkt zum Nachdenken gebracht, weil ich selbst einen größeren Teil meines Portfolios in einen MSCI World ETF gesteckt habe und natürlich auch längerfristig plane.

Was mich dabei beschäftigt ist folgende Frage: Können wir wirklich mit solchen historischen Durchschnittswerten für die Zukunft rechnen? Ich unterrichte Mathematik und Physik am Gymnasium und erkläre meinen Schülern regelmäßig, dass historische Daten keine Garantie für die Zukunft sind. Trotzdem basiert ja im Grunde unsere gesamte passive Anlagestrategie auf genau dieser Annahme, dass Märkte langfristig steigen.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Nehmt ihr solche Zahlen als Orientierung oder plant ihr vorsichtiger? Ich persönlich rechne eher mit 6 bis 7 Prozent real nach Inflation, einfach um nicht enttäuscht zu werden. Aber vielleicht bin ich da auch zu pessimistisch.

Ein weiterer Punkt, der mich umtreibt: Macht es überhaupt einen großen Unterschied, ob ich jetzt einen S&P 500 ETF oder weiterhin meinen MSCI World bespare? Der World ist ja breiter diversifiziert, aber dafür ist der S&P 500 historisch oft besser gelaufen. Andererseits sitze ich dann sehr stark auf den USA, und ich weiß nicht, ob mir das auf 30 Jahre wirklich so behagt.

Habt ihr euch auch schon mal mit der Frage beschäftigt, welchen ETF ihr wirklich bis zur Rente durchhalten wollt? Und wie geht ihr mit der Unsicherheit um, dass die nächsten 30 Jahre vielleicht ganz anders aussehen als die letzten 60?

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