Hallo zusammen, ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der die durchschnittliche Rendite des S&P 500 seit 1958 mit etwa 11 Prozent pro Jahr beziffert. Das ist natürlich beeindruckend und zeigt, warum so viele Leute auf amerikanische Index-ETFs setzen.
Mich beschäftigt aber gerade eine Frage, die wahrscheinlich viele von euch auch schon durchdacht haben. Ich spare seit Jahren hauptsächlich in einen MSCI World ETF, weil mir die globale Diversifikation wichtig ist. Klar, der S&P 500 hat historisch besser abgeschnitten, aber er ist eben auch stark USA-lastig. Der MSCI World ist zwar auch zu gut 70 Prozent in den USA investiert, bietet aber zumindest ein bisschen mehr geografische Streuung.
Wenn ich jetzt an die nächsten 30 Jahre denke, also praktisch bis zu meiner Rente, frage ich mich ernsthaft, ob ich nicht doch stärker auf den S&P 500 setzen sollte. Die amerikanische Wirtschaft hat sich über Jahrzehnte als extrem innovativ und wachstumsstark erwiesen. Andererseits kann sich das auch ändern. Niemand weiß, wie die Welt in 30 Jahren aussieht.
Was ist eure Strategie für den langfristigen Vermögensaufbau? Setzt ihr auf maximale Diversifikation mit dem MSCI World oder All World, oder konzentriert ihr euch bewusst auf den amerikanischen Markt? Ich würde auch gerne wissen, ob jemand von euch beide ETFs kombiniert oder ob das am Ende nur unnötig kompliziert ist, weil die Überschneidung ja ohnehin groß ist.
Mich interessiert besonders, wie ihr das Thema Heimatmarkt-Bias seht. Sollte man als Europäerin nicht auch ein bisschen mehr in europäische Werte investieren, oder ist das sentimentale Nostalgie ohne rationale Grundlage? Freue mich auf eure Gedanken dazu.
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