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Vorabpauschale 2026 – wie geht ihr damit um bei euren ETF-Sparplänen?
Klaus Weber
Klaus Weber11.09.2026 16:330

Moin zusammen, ich bin gerade über einen Artikel zur Vorabpauschale für ETFs 2026 gestolpert und musste direkt mal meine Gedanken dazu loswerden. Als Steuerberater sehe ich das Thema naturgemäß aus einer etwas anderen Perspektive, aber genau deshalb interessiert mich eure Meinung.

Die Vorabpauschale ist ja grundsätzlich eine feine Sache aus Sicht des Fiskus, aber für uns Anleger bedeutet sie praktisch, dass wir auf nicht realisierte Kursgewinne schon mal Steuern zahlen müssen. Gerade in Jahren mit niedrigen Basiszinsen war das kein großes Thema, aber wenn die Zinsen wieder anziehen, kann das durchaus spürbar werden. Bei meinem MSCI World ETF im Depot habe ich das letztes Jahr zum ersten Mal richtig gemerkt.

Was mich umtreibt: Wie plant ihr das ein bei euren Sparplänen? Haltet ihr gezielt Liquidität auf dem Verrechnungskonto vor, damit der Steuerabzug im Januar problemlos abgebucht werden kann? Ich habe nämlich von Mandanten gehört, die das verschlafen haben und dann mussten Anteile verkauft werden, um die Steuerlast zu decken. Das ist natürlich suboptimal, gerade wenn man langfristig investiert bleiben will.

Bei thesaurierenden ETFs ist das Ganze ja nochmal eine Nummer komplizierter als bei ausschüttenden. Ich persönlich finde, dass man das Thema nicht unterschätzen sollte, gerade wenn man größere Positionen hat. Eine Faustregel aus meiner Praxis: Bei einem gut gelaufenen ETF mit 100.000 Euro Depotwert kann die Vorabpauschale schnell mal im dreistelligen Bereich landen, je nach Basiszins.

Wie handhabt ihr das? Ignoriert ihr das Thema weitgehend und lasst es einfach laufen, oder plant ihr aktiv mit ein? Würde mich echt interessieren, wie die Community damit umgeht.

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