Ich bin gerade über einen Artikel zur Depot-Absicherung mit Put-Optionen gestolben und frage mich ehrlich gesagt, ob das für uns Privatanleger wirklich Sinn macht oder ob das eher theoretische Spielerei ist.
Mein Hintergrund: Ich habe aktuell ein ganz solides Portfolio mit etwa 60 Prozent MSCI World ETF, dazu ein paar DAX Blue Chips und etwas in Staatsanleihen. Läuft soweit ganz gut, aber natürlich macht man sich in volatilen Phasen schon Gedanken, wie man größere Crashs abfedern könnte. Die klassische Antwort ist ja immer: langfristig investieren, Augen zu und durch. Aber wenn man wie ich schon etwas fortgeschritten ist und einen substanziellen Betrag investiert hat, dann juckt es einen schon in den Fingern, zumindest mal über Absicherungsstrategien nachzudenken.
Das Problem mit Put-Optionen ist aus meiner Sicht aber: Die kosten Geld und in ruhigen Zeiten verfallen die einfach wertlos. Das ist wie eine Versicherungsprämie, die man kontinuierlich zahlt. Bei meinem FinTech-Startup hatten wir mal einen Workshop mit einem Derivate-Experten und der meinte sinngemäß, dass Privatanleger mit solchen Strategien langfristig eher Rendite verbrennen als schützen, weil das Timing einfach extrem schwierig ist.
Auf der anderen Seite: Wenn wir wirklich nochmal so eine Phase wie 2020 oder 2008 bekommen, dann wäre es schon beruhigend, zumindest einen Teil des Portfolios abgesichert zu haben. Aber sind Put-Optionen dafür wirklich das richtige Werkzeug oder gibt es bessere Alternativen für moderate Risikoprofile wie meines?
Hat jemand von euch praktische Erfahrung damit gemacht? Lohnt sich der Aufwand und die Kosten wirklich oder ist das eher was für Profis und institutionelle Anleger?
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