Hallo zusammen, ich bin gerade über einen Artikel zu Faktor-Investing gestolpert und frage mich, ob das für mein ETF-Portfolio sinnvoll sein könnte. Ich bespare seit Jahren hauptsächlich einen MSCI World ETF und bin damit eigentlich auch ganz zufrieden. Aber die Überlegung, gezielt bestimmte Faktoren wie Value, Quality oder Momentum beizumischen, finde ich schon spannend.
Was mich konkret interessiert: Bringt eine solche Beimischung langfristig wirklich Mehrwert, oder verkompliziert man sich damit nur unnötig das Portfolio? Ich habe gelesen, dass gerade Value-Faktoren in den letzten Jahren nicht besonders gut performt haben, während Growth und Tech alles dominiert haben. Auf der anderen Seite soll Quality langfristig stabiler sein und weniger Volatilität bringen.
Meine Überlegung wäre, vielleicht zehn bis fünfzehn Prozent meines Portfolios in einen Quality-Faktor-ETF umzuschichten. Die Idee dahinter: Unternehmen mit soliden Bilanzen, hoher Profitabilität und stabilen Cashflows könnten gerade in unsicheren Zeiten eine sinnvolle Ergänzung sein. Gleichzeitig will ich aber nicht in die Falle tappen, ständig irgendwelchen neuen Trends hinterherzulaufen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit Faktor-ETFs? Welche Faktoren findet ihr am sinnvollsten für eine langfristige Buy-and-Hold-Strategie? Und wie hoch sollte die Beimischung maximal sein, ohne dass man sich verzettelt? Würde mich über eure Meinungen freuen, auch kritische Stimmen sind willkommen. Vielleicht überschätze ich auch einfach den Nutzen und sollte bei meinem simplen World-ETF bleiben.
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