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Faktor-Investing: Lohnt sich das wirklich für Langfrist-Anleger oder doch zu komplex?
Sarah Bergmann
Sarah Bergmann04.09.2026 18:506

Ich bin gerade über einen Artikel zum Thema Faktor-Investing gestolpert und frage mich ehrlich, ob das für Privatanleger wirklich sinnvoll ist oder ob man sich damit nur unnötig verkompliziert. Klar, die Theorie hinter Value, Momentum, Quality und Size klingt erstmal bestechend, und die wissenschaftlichen Studien zeigen ja durchaus Überrenditen über lange Zeiträume. Meine Erfahrung zeigt aber, dass viele meiner Klienten mit solchen Strategien schnell überfordert sind, wenn es mal nicht läuft. Value hat zum Beispiel in den letzten Jahren ordentlich gelitten, während Growth und Momentum die Show gestohlen haben. Dann switchen viele zur falschen Zeit und verlieren dadurch eher Geld. Ich persönlich halte meinen Core-Anteil bewusst breit mit MSCI World und setze nur gezielt auf Quality-Faktoren über Dividend Aristocrats, weil ich das Konzept dahinter für stabil und nachvollziehbar halte. Bei kleinen Portfolios frage ich mich manchmal, ob ein simpler Welt-ETF nicht am Ende die bessere Wahl ist, statt sich mit vier verschiedenen Faktor-ETFs rumzuschlagen. Wie seht ihr das? Setzt jemand von euch aktiv auf Faktor-Strategien, und wenn ja, mit welchen Erfahrungen?

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