Ich habe gerade den Artikel zum Freistellungsauftrag gelesen und musste dabei feststellen, dass ich das Thema in den letzten Jahren eher stiefmütterlich behandelt habe. Klar, die 1000 Euro Sparerpauschbetrag kennt jeder, aber die optimale Aufteilung ist doch kniffliger als ich dachte.
Bei mir ist das so: Ich habe mein Hauptdepot bei der ING, wo meine ETF-Sparpläne laufen und ein paar Pharma-Einzelaktien liegen. Dann noch ein kleineres Depot bei Trade Republic für opportunistische Käufe und zum Experimentieren. Dazu kommt noch ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank. Aktuell habe ich den Freistellungsauftrag einfach zu etwa 70 Prozent bei der ING und den Rest bei Trade Republic hinterlegt. Beim Tagesgeld hatte ich erst gar nichts eingestellt, bis mir aufgefallen ist, dass da auch Zinsen anfallen.
Das Problem ist ja, dass man im Voraus nicht genau weiß, wo am Jahresende die meisten Kapitalerträge anfallen werden. Bei meinen Dividendenaktien kann ich das noch einigermaßen abschätzen, aber wenn ich mal eine Position mit Gewinn verkaufe, kann das die Rechnung ziemlich durcheinanderbringen. Dann sitze ich im Dezember da und ärgere mich, weil ich bei einem Depot Steuern zahle, während beim anderen noch Freibetrag übrig ist.
Wie handhabt ihr das? Passt ihr eure Freistellungsaufträge unterjährig an, oder plant ihr das von vornherein durch? Gibt es da irgendwelche Tools oder Spreadsheets, die euch helfen, den Überblick zu behalten? Ich denke da so systematisch wie im Labor ran, aber bei drei verschiedenen Institutionen mit unterschiedlichen Ertragsquellen wird es doch schnell unübersichtlich. Würde mich über eure Erfahrungen freuen.
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