Zurück zum Forum
Freistellungsauftrag richtig verteilen – Wie macht ihr das bei mehreren Depots?
FH
Felix Hartmann03.09.2026 19:486

Ich bin gerade dabei, meine Depotstruktur etwas aufzuräumen, und stolpere dabei immer wieder über die Frage, wie ich meinen Freistellungsauftrag optimal verteile. Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich drei verschiedene Depots bei unterschiedlichen Banken habe: eins für ETF-Sparpläne, eins für Einzelaktien und ein kleineres bei einer Direktbank für kurzfristigere Positionen.

Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro für Singles ist ja nicht gerade üppig, wenn man etwas diversifiziert anlegt. Bisher habe ich das eher nach Bauchgefühl gemacht und den Großteil meinem ETF-Depot zugewiesen, weil dort die regelmäßigen Ausschüttungen anfallen. Aber im letzten Jahr hatte ich dann bei meinem Einzelaktien-Depot einige Dividendenzahlungen und ein paar realisierte Gewinne, die dann voll versteuert wurden, während beim ETF-Depot noch Luft war.

Ich frage mich, ob es Sinn macht, das dynamischer zu handhaben und den Freistellungsauftrag unterjährig anzupassen. Theoretisch müsste man ja vorausschauend planen, wo die meisten Kapitalerträge anfallen werden. Aber gerade bei Einzelaktien ist das schwer vorherzusagen, besonders wenn man plant, Positionen zu verkaufen.

Wie handhabt ihr das? Passt ihr eure Freistellungsaufträge regelmäßig an oder verteilt ihr die einfach prozentual nach Depotgröße? Und lohnt sich der Aufwand überhaupt, oder ist die Steuerersparnis am Ende marginal im Vergleich zum administrativen Aufwand? Ich bin gespannt auf eure Strategien, vielleicht übersehe ich ja auch einen ganz einfachen Ansatz.

0 Antworten

Anmelden, um zu antworten.