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Covered-Call-ETFs: Zu schön um wahr zu sein oder sinnvolle Beimischung?
Anna Steinbach
Anna Steinbach29.08.2026 12:363

Hallo zusammen, ich stolpere in letzter Zeit immer öfter über diese Covered-Call-ETFs mit ihren hohen Ausschüttungsrenditen von teils über 10 Prozent. Das klingt ja erst mal verlockend, gerade wenn man wie ich langfristig ein passives Einkommen aufbauen möchte. Aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch, ob das wirklich so funktioniert wie es auf den ersten Blick aussieht.

Ich habe gelesen, dass diese ETFs durch den Verkauf von Call-Optionen auf ihre gehaltenen Aktien Prämien einnehmen, die dann ausgeschüttet werden. Das Prinzip verstehe ich soweit. Was mich aber stutzig macht: Wenn die zugrunde liegenden Tech-Aktien stark steigen, wird das Aufwärtspotenzial ja gekappt, oder? Das heißt, ich bekomme zwar regelmäßige Ausschüttungen, verzichte aber auf Kursgewinne. In einem Bullenmarkt könnte das doch ein echtes Problem sein.

Ich selbst habe den Großteil meines Portfolios in einem simplen MSCI World ETF und einen kleineren Teil im DAX. Das funktioniert für mich gut, ist transparent und ich verstehe genau was ich da halte. Jetzt überlege ich aber, ob so ein Covered-Call-ETF vielleicht als kleine Beimischung von etwa 10 bis 15 Prozent Sinn machen könnte, gerade für eine gewisse Volatilitätsreduzierung.

Was mich besonders interessiert: Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit solchen Produkten gemacht? Wie verhalten die sich wirklich in verschiedenen Marktphasen? Und lohnt sich das steuerlich überhaupt, wenn man in Deutschland wohnt und die Ausschüttungen ja voll versteuern muss? Ich frage mich auch, ob das nicht eher was für die Entsparphase ist, wenn man wirklich auf Cashflow angewiesen ist, und weniger für die Ansparphase.

Würde mich über eure Einschätzungen freuen, besonders von denen die schon länger dabei sind.

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