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Marktkorrekturen als Kaufgelegenheit: Funktioniert das wirklich langfristig?
PA
Petra Albrecht25.10.2026 14:010

Hallo zusammen,

ich bin gerade über einen Artikel zu Marktkorrekturen 2026 gestolpert und frage mich, wie ihr das Thema seht. Die Überschrift verspricht ja, dass historische Muster zeigen würden, wann Nachkaufen sinnvoll ist und wann nicht.

Aus meiner Sicht klingt das auf dem Papier immer super einfach. Man wartet auf eine Korrektur von vielleicht zehn oder zwanzig Prozent, kauft nach und fährt dann die Gewinne ein, wenn sich der Markt erholt. In der Theorie macht das total Sinn, vor allem wenn man langfristig unterwegs ist wie ich mit meinem MSCI World ETF.

Aber ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass die Praxis deutlich komplizierter ist. Erstens weiß man ja nie, ob eine Korrektur wirklich nur eine Korrektur ist oder der Anfang von etwas Größerem. Zweitens ist es emotional extrem schwierig, Geld nachzuschießen, wenn alle um einen herum in Panik sind und die Schlagzeilen nur noch von Krise reden. Ich erinnere mich noch gut an 2020 im März, als Corona losging. Da war ich auch erstmal wie gelähmt, obwohl ich mir vorher immer gesagt hatte, ich würde bei einem Crash nachkaufen.

Was mich besonders interessiert: Habt ihr eine konkrete Strategie dafür? Kauft ihr bei bestimmten prozentualen Rückgängen automatisch nach, oder entscheidet ihr das situativ? Haltet ihr dafür gezielt Cash vor, oder nehmt ihr das aus dem laufenden Einkommen?

Ich überlege gerade, ob ich mir eine Art gestaffelten Nachkaufplan zurechtlegen sollte. Also zum Beispiel bei minus zehn Prozent einen kleinen Teil investieren, bei minus zwanzig Prozent mehr und so weiter. Aber dann stelle ich mir die Frage, ob das nicht zu mechanisch ist und ob man nicht doch die Gesamtsituation berücksichtigen sollte.

Mich würde eure Meinung und eure Erfahrungen dazu wirklich interessieren. Funktioniert das mit dem antizyklischen Investieren bei euch in der Praxis, oder bleibt es meistens doch nur bei guten Vorsätzen?

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