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Aktienrückkäufe bei deutschen Bluechips - lohnt sich ein genauerer Blick auf Buyback-Programme?
Michael Richter
Michael Richter23.10.2026 12:453

Ich bin gerade über einen Artikel zu Aktienrückkauf-Strategien gestolpert und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Wir schauen ja oft auf Dividendenrenditen und KGVs, aber wie viele von euch beziehen Buyback-Programme wirklich aktiv in eure Anlageentscheidungen ein?

Bei meinen deutschen Favoriten wie SAP, Allianz oder BASF sehe ich da durchaus unterschiedliche Ansätze. SAP hat in den letzten Jahren immer mal wieder größere Rückkaufprogramme aufgelegt, während andere eher zurückhaltend agieren. Was mich dabei besonders interessiert ist die Frage nach dem Timing. Theoretisch sollten Unternehmen dann zurückkaufen wenn die Aktie unterbewertet ist, aber in der Praxis läuft das oft anders. Gerade wenn die Kurse hoch sind und die Kassen voll, wird zurückgekauft. Wenn dann eine Korrektur kommt und die Bewertungen attraktiv wären, wird das Programm ausgesetzt.

Ich persönlich finde Buybacks durchaus interessant, besonders bei Unternehmen die bereits eine solide Dividende zahlen. Die Kombination aus beidem zeigt mir dass das Management an die eigene Substanz glaubt und Kapital sinnvoll allokieren kann. Allerdings nur wenn der Preis stimmt. Ein Rückkauf zu überhöhten Bewertungen vernichtet letztlich Shareholder Value statt ihn zu schaffen.

Was haltet ihr davon? Schaut ihr euch aktiv an welche Unternehmen gerade Aktien zurückkaufen? Und wie bewertet ihr die Qualität solcher Programme? Bei amerikanischen Tech-Werten scheint das ja fast schon Standard zu sein, aber im DAX ist das Bild gemischter. Mich würde interessieren ob jemand konkrete Beispiele hat wo ein Buyback-Programm wirklich einen spürbaren positiven Effekt auf die Aktienperformance hatte, oder ob das am Ende des Tages eher nebensächlich ist verglichen mit dem operativen Geschäft.

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