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Marktkorrekturen als Kaufgelegenheit – aber wie viel Timing ist realistisch?
FH
Felix Hartmann23.10.2026 09:456

Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der sich mit historischen Mustern bei Marktkorrekturen beschäftigt und der Frage nachgeht, ob Nachkaufen während solcher Phasen wirklich eine valide Strategie ist. Das Thema beschäftigt mich schon länger, weil ich in meinem Portfolio einen klaren Plan für solche Situationen haben möchte, aber gleichzeitig weiß, dass Market Timing meistens nicht funktioniert.

Bei uns im Team hatten wir letztens eine ähnliche Diskussion. Einer meiner Kollegen hat während der Korrektur Anfang des Jahres richtig nachgelegt, ein anderer hat einfach stur seinen Sparplan weiterlaufen lassen. Beide haben natürlich recht behalten, je nachdem wie man es betrachtet. Aber die Frage bleibt: Wie systematisch kann man das angehen, ohne in die Timing-Falle zu tappen?

Ich persönlich fahre aktuell eine Hybrid-Strategie. Mein MSCI World Sparplan läuft monatlich unverändert weiter, das ist mein Grundgerüst. Parallel halte ich aber etwa zehn bis fünfzehn Prozent meines Portfolios als Cash-Reserve, die ich gezielt bei Rücksetzern von über acht bis zehn Prozent einsetze. Keine perfekte Wissenschaft, aber es gibt mir das Gefühl, zumindest ansatzweise von Volatilität zu profitieren, ohne mich verrückt zu machen.

Was mich aber wirklich interessiert: Wie macht ihr das? Habt ihr feste Regeln, ab welchem Drawdown ihr nachkauft? Oder vertraut ihr komplett auf Cost Averaging und ignoriert Korrekturen einfach? Und ganz konkret: Würdet ihr bei einer Korrektur eher in breite ETFs nachkaufen oder gezielt in Quality- oder Value-Titel, die überproportional abgestraft wurden?

Ich finde, gerade in volatilen Phasen trennt sich die Spreu vom Weizen, was die eigene Anlagestrategie angeht. Würde mich über eure Erfahrungen freuen.

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