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Buffett ETF nachbilden – macht das für uns Normalanleger überhaupt Sinn?
CD
Christian Diepold09.10.2026 18:450

Ich bin gerade über den Artikel zum Warren Buffett ETF gestolpert und frage mich ehrlich gesagt, ob das für Leute wie mich überhaupt der richtige Weg ist. Klar, Buffett ist eine Legende und seine Langzeitstrategie hat funktioniert, keine Frage. Aber wenn ich seine Holdings anschaue – viel Finanzsektor, Coca Cola, Apple in rauen Mengen – dann ist das ja schon sehr konzentriert auf bestimmte Branchen.

Ich selbst habe seit Jahren einen soliden MSCI World Kern im Depot, dazu ein paar DAX Dividendenwerte wie Siemens. Das läuft ordentlich, gibt mir breite Streuung und ich muss nicht ständig umschichten. Wenn ich jetzt anfange, einen Buffett ETF beizumischen oder gar als Ersatz zu nehmen, habe ich dann nicht ein Klumpenrisiko? Immerhin ist Berkshire Hathaway ja auch nicht gerade klein in meinem World ETF schon drin.

Was mich zusätzlich beschäftigt: Buffetts Strategie funktioniert mit seinem Kapital und seinen Möglichkeiten. Der kann ganze Firmen kaufen, hat Zugang zu Deals, die wir nie sehen werden. Wenn ich das über einen ETF nachbilde, kriege ich doch nur die Aktienpositionen mit, oder? Die ganzen operativen Beteiligungen und Sonderdeals fehlen komplett. Zahle ich dann nicht einfach nur für einen teuren, konzentrierten US Fonds?

Ich bin wirklich unschlüssig. Hat hier jemand Erfahrung mit solchen Buffett ETFs gemacht? Wie habt ihr das in eure bestehende ETF Strategie integriert, ohne das Portfolio zu verkomplizieren? Oder seid ihr am Ende doch beim klassischen marktbreiten Index geblieben? Würde mich echt interessieren, wie ihr das seht, gerade wenn man wie ich schon ein etabliertes Depot hat und nicht bei Null anfängt.

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