Ich bin gerade über einen Artikel zur Sector Rotation Strategie gestolpert und frage mich ehrlich gesagt, ob das für uns normale Privatanleger wirklich praktikabel ist. Die Idee klingt ja erst mal clever: Man dreht sein Kapital immer in die Sektoren, die gerade im Aufschwung sind, und meidet die schwächelnden Branchen.
Aber mal ehrlich, wer von uns hat denn wirklich die Zeit und das Know-how, die Konjunkturzyklen permanent zu beobachten und dann rechtzeitig umzuschichten? Ich habe meine Apotheke zu führen, da schaffe ich es gerade mal, meine Quartalsberichte durchzulesen und meinen ETF-Sparplan im Blick zu behalten.
Was mich außerdem stutzig macht: Die ganzen Transaktionskosten. Wenn ich ständig zwischen Technologie, Gesundheit, Energie und Konsumgütern hin und her springe, frisst das doch einiges an Rendite auf, oder? Gerade bei kleineren Beträgen.
Ich setze aktuell eher auf breit diversifizierte ETFs wie den MSCI World und ein paar Einzelpositionen in Branchen, die ich verstehe, also Pharma und solide Industriewerte wie Siemens. Das ist vielleicht nicht die maximale Rendite, aber dafür schlafe ich ruhig.
Wie seht ihr das? Hat jemand von euch Erfahrungen mit aktiver Sector Rotation gemacht? Oder bleibt ihr auch lieber bei der Buy-and-Hold-Strategie mit breiter Streuung?
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