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Steigende Anleiherenditen – wie geht ihr mit euren Tech-Werten um?
Martin Feldmann
Martin Feldmann02.10.2026 16:390

Ich habe gerade gelesen, dass die 30-jährige US-Anleiherendite auf dem höchsten Stand seit 2002 steht, und gleichzeitig liegt die 10-Jahres-Rendite bei 5,3 Prozent. Das ist schon ein Wort, besonders wenn man bedenkt, dass viele von uns in den letzten Jahren stark auf Wachstumswerte und Tech gesetzt haben. Mich beschäftigt gerade die Frage, wie das die Bewertungen von Tech-Aktien mittelfristig beeinflussen wird.

Ich selbst habe einen Großteil meines Portfolios in breit gestreuten ETFs wie dem MSCI World, aber natürlich sind da auch ordentlich Tech-Werte drin. Klar, die Fundamentaldaten vieler Unternehmen sind nach wie vor stark, aber höhere Zinsen bedeuten ja, dass der Barwert zukünftiger Cashflows sinkt. Gerade bei hochbewerteten Wachstumswerten kann das schon ordentlich ins Gewicht fallen. Ich überlege deshalb, ob es nicht Sinn macht, den Anteil an dividendenstarken europäischen Titeln etwas hochzufahren – Münchener Rück oder auch solide Industriewerte wie Siemens haben in so einem Umfeld oft eine bessere Stabilität.

Andererseits will ich auch nicht ins Market-Timing verfallen. Historisch gesehen waren solche Phasen mit steigenden Zinsen oft auch Chancen, weil sich die Bewertungen normalisieren und man später günstiger einsteigen kann. Was macht ihr in so einer Situation? Bleibt ihr bei eurer Strategie und sitzt das aus, oder nehmt ihr aktiv Umschichtungen vor? Mich würde interessieren, wie andere das einschätzen, gerade wenn man wie ich eher moderat risikofreudig unterwegs ist.

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