Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass Amazon zusammen mit GoodRx jetzt mit einem Flat-Fee-Modell für Rezepte in den Gesundheitsmarkt einsteigt. Das hat mich natürlich sofort aufhorchen lassen, weil ich beruflich in der Biotech-Branche unterwegs bin und die Entwicklungen im Healthcare-Sektor genau verfolge.
Was mich dabei beschäftigt ist die Frage, wie disruptiv das wirklich werden kann. Amazon hat ja schon mit Amazon Pharmacy angefangen, aber ein Flat-Fee-Modell könnte tatsächlich die traditionellen Apothekenketten unter Druck setzen. Gerade in den USA, wo die Medikamentenpreise ein echtes Problem sind, könnte so ein Ansatz richtig durchschlagen.
Aus Investorensicht frage ich mich aber, ob das kurzfristig überhaupt Erträge bringt oder erstmal nur Marktanteile kosten wird. Amazon kann sich das natürlich leisten, die verbrennen Cash in neuen Geschäftsfeldern wie andere Leute Briefmarken sammeln. Aber für die etablierten Player wie CVS Health oder Walgreens könnte das echt unangenehm werden.
Ich persönlich halte keine Apotheken-Aktien, aber ein paar Pharma-Titel im Depot. Und da stellt sich mir die Frage, ob solche Vertriebsmodelle langfristig auch Auswirkungen auf die Preisverhandlungen der Pharmahersteller haben könnten. Wenn Amazon als Großabnehmer noch mehr Marktmacht bekommt, könnte das die Margen bei den Herstellern drücken.
Habt ihr euch schon Gedanken dazu gemacht? Seht ihr das eher als Chance für Amazon-Aktionäre oder als Warnsignal für traditionelle Healthcare-Investments? Und wie schätzt ihr die regulatorischen Hürden ein, die Amazon in diesem Bereich noch überwinden muss?
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