Hallo zusammen, ich bin gerade über den Artikel zu den 11 Prozent durchschnittlicher Rendite des S&P 500 seit 1958 gestolpert und frage mich, wie ihr das in eure langfristige Finanzplanung einbaut. Ich bin ja eher konservativ unterwegs, und diese historischen Durchschnittswerte klingen erstmal toll, aber die Frage ist doch: Kann man sich darauf wirklich verlassen?
Klar, 11 Prozent über so einen langen Zeitraum sind beeindruckend. Aber wenn ich mir die Volatilität in einzelnen Dekaden anschaue, dann gab es durchaus auch mal verlorene Jahrzehnte. Denkt an die 2000er Jahre zum Beispiel. Wer da genau zum falschen Zeitpunkt eingestiegen ist, hatte erstmal lange Durststrecken. Und gerade wenn man wie ich noch etwa 30 Jahre bis zur Rente hat, stellt sich die Frage: Ist ein reiner S&P 500 ETF wirklich ausreichend diversifiziert?
Ich persönlich setze ja lieber auf einen MSCI World ETF, weil mir die globale Streuung wichtiger ist. Der S&P 500 ist halt sehr USA-lastig und sehr Tech-lastig. Wenn die amerikanische Wirtschaft mal nicht so läuft oder der Tech-Sektor korrigiert, kann das ordentlich wehtun. Bei einem MSCI World habe ich zwar auch viel USA drin, aber eben nicht ausschließlich.
Was mich außerdem interessiert: Wie geht ihr mit der Sequenz of Returns Risk um? Also dem Risiko, dass gerade kurz vor oder nach dem Ruhestand die Märkte einbrechen? 11 Prozent Durchschnitt sind schön, aber wenn ich in den letzten fünf Jahren vor der Rente eine heftige Korrektur erwische, nützt mir der langfristige Durchschnitt erstmal wenig. Mischt ihr deshalb zunehmend Anleihen oder andere defensive Assets bei, je näher die Rente rückt?
Würde mich echt interessieren, wie ihr das handhabt, besonders die von euch, die auch eher vorsichtig anlegen.
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